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EU will Cookie-Banner deutlich reduzieren

EU Cookie-Banner Änderung

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Die Europäische Union plant eine neue Regelung, um die ständigen Anfragen zu Cookies beim Surfen im Internet zu verringern. Ziel ist es, dass Nutzer:innen ihre Entscheidung künftig nur noch einmal zentral treffen.

Hintergrund: Ständige Zustimmung zu Cookies

Seit Jahren begegnen Internetnutzer:innen auf nahezu jeder Website Cookie-Hinweisen. Diese wurden durch EU-Vorgaben eingeführt, um mehr Kontrolle über personenbezogene Daten zu ermöglichen. Ursprünglich sollten Cookies das Surferlebnis vereinfachen, indem sie Einstellungen und Logins speichern. Doch viele Unternehmen nutzten die Technologie, um Nutzer:innen zu verfolgen und gezielte Werbung anzuzeigen. Deshalb blockiert Apple seit 2020 Drittanbieter-Cookies im Safari-Browser. Auch Google hatte angekündigt, Cookies in Chrome zu beschränken, diesen Plan aber später wieder verworfen.

Die aktuellen Regelungen führen dazu, dass beim ersten Besuch einer neuen Seite stets individuell zugestimmt oder widersprochen werden muss. Vielen Nutzer:innen bleibt jedoch oft nur das schnelle Bestätigen des nächstgelegenen Buttons, da Websites die Ablehnen-Option häufig verstecken.

Neuer Vorschlag: Einmalige Zustimmung im Browser

Die EU schlägt im Rahmen eines sogenannten „Digitalpakets” vor, die bisherigen „Cookie-Regeln” zu modernisieren. Künftig sollen Nutzer:innen zentral im Browser festlegen können, ob und wie ihre Daten beim Surfen verarbeitet werden dürfen. Anstatt auf jede Website einzeln zu reagieren, reicht künftig eine einmalige, allgemeingültige Entscheidung direkt beim ersten Browser-Aufruf. Safari und andere Browser müssten dann beim ersten Start nach der generellen Einwilligung zu Cookies fragen – ein Schritt, der die Anzahl der Cookie-Banner drastisch verringern würde.

Nach EU-Angaben bleibt die Kontrolle über die eigenen Daten bei den Nutzer:innen. Ein zentrales Einstellungsmenü im Browser soll es ermöglichen, jederzeit festzulegen, wer Zugriff auf die Geräteinformationen und Surfgewohnheiten erhält. Die Europäische Kommission argumentiert, dies verringere die „Cookie-Banner-Müdigkeit” und ermögliche echte Entscheidungen. Zusätzlich sollen Unternehmen durch weniger Banner-Implementierung und reduzierte Verwaltungsaufwände jährlich mehr als 800 Millionen Euro (rund 927 Millionen US-Dollar) einsparen können. Auch die Pflichten zur Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sollen so vereinfacht werden.

Wie es weitergeht: Zustimmung der Mitgliedstaaten erforderlich

Die vorgelegte Initiative stammt von der Europäischen Kommission. Jetzt müssen alle 27 EU-Mitgliedsstaaten das digitale Maßnahmenpaket prüfen und beraten. Erst danach kann eine verbindliche Regelung verabschiedet werden. Auch Interessenvertreter:innen aus der Werbewirtschaft und Browser-Entwickler:innen können im Rahmen der Beratungen mitreden. Die Verhandlungen könnten sich über Jahre hinziehen, doch die EU-Kommission strebt eine möglichst zeitnahe Umsetzung an. In ihren Unterlagen rechnet sie bereits mit spürbaren Einsparungen für Unternehmen bis 2029.

Die vorgeschlagenen Änderungen könnten das Surferlebnis im EU-Raum merklich vereinfachen und die Zahl störender Cookie-Hinweise reduzieren. Ob und wann die Regelungen tatsächlich kommen, hängt nun von den weiteren politischen Beratungen ab.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild: KI (Zur Illustration)

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Tags: Browser, EU, Datenschutz, DSGVO, Gesetzgebung, Cookie-Banner, Cookies

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