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macOS Tahoe auf älteren Macs installieren: So geht’s mit OpenCore

Ein Mann mit Brille und grauem Bart neben dem Text „Open Core am ENDE?“ vor einem blauen Hintergrund.

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Mit OpenCore Legacy Patcher 3.0 lässt sich macOS Tahoe auch auf vielen älteren Intel-Macs nutzen, die Apple nicht mehr unterstützt. Die Installation ist aufwendig und kann Fehler verursachen – besonders, weil die Software noch als Vorabversion vorliegt.

Welche Macs unterstützt OpenCore Legacy Patcher?

OpenCore Legacy Patcher (OCLP) nutzt den OpenCore-Bootloader, um macOS auf nicht offiziell unterstützter Apple-Hardware zu starten. Version 3.0 erweitert die Unterstützung auf macOS Tahoe. Derzeit ist sie vor allem für Tahoe 26.7, 26.7.1 und 26.7.2 vorgesehen. OCLP 3.0.0 befindet sich noch in der Freigabekandidaten-Phase; Schwierigkeiten bei der Installation und Fehler im Betrieb sind deshalb möglich.

Laut Projektseite reicht die Modellliste von MacBooks und MacBook Airs aus den Jahren 2008 bis 2017 über MacBook Pro-Modelle ab 2008 bis 2017 bis zu Mac mini-Modellen von 2009 bis 2014. Auch iMacs von Mitte 2007 bis 2019, Mac Pro-Modelle von 2008 bis 2013 und Xserve-Systeme von 2009 bis 2011 sind aufgeführt. Für den iMac von Mitte 2007 ist ein Prozessor-Upgrade auf einen Intel Core 2 Duo T9300 oder T9500 erforderlich. Der iMac von 2019 startet Tahoe derzeit nicht, an einer Lösung wird gearbeitet.

Bei mehreren älteren iMacs und Xserve-Modellen empfiehlt sich eine mit Metal kompatible Grafikkarte. Macs ohne Metal-Unterstützung können zwar funktionieren, leiden aber unter Leistungseinbußen und Problemen mit einzelnen Apps. Nicht unterstützt werden derzeit MacBook Pro- und MacBook Air-Modelle von 2018 und 2019 sowie der iMac Pro von 2017. Geräte mit T2-Sicherheitschip lassen sich mit OCLP 3.0.0 nicht auf Tahoe oder Sequoia aktualisieren.

Vorbereitung und Installation

Sichere vor dem Versuch Deine Daten und bringe den Mac zunächst auf die letzte offiziell unterstützte macOS-Version. Empfohlen sind mindestens 8 GB Arbeitsspeicher und eine interne SSD. Fusion Drives werden von Tahoe und OCLP nicht unterstützt. Für manche ältere Macs brauchst Du während der Installation eine kabelgebundene Tastatur und Maus. Bei MacBook Pro-Modellen von 2008 und 2009 funktionieren die eingebauten Eingabegeräte dabei nicht. Eine Ethernet-Verbindung kann ebenfalls nötig sein, da WLAN oft erst nach dem Einspielen von Root-Patches verfügbar wird.

Lade OCLP 3.0.0 von der offiziellen Dortania-Seite auf GitHub. Für viele ältere Macs benötigst Du außerdem Apples Kernel Debug Kit (KDK) zur passenden Tahoe-Version. Lade es vorab herunter und halte es auf einem externen Laufwerk bereit. Für ein startfähiges Installationsmedium brauchst Du einen USB-Stick oder eine externe SSD mit mindestens 32 GB; deren Inhalt wird gelöscht.

Öffne OCLP und wähle „Create macOS Installer“ sowie anschließend die gewünschte Tahoe-Version. Nach dem Erstellen des Installationsmediums installierst Du OpenCore auf dessen EFI-Partition. Starte den Mac neu und halte beim Einschalten die Wahltaste gedrückt. Wähle „EFI Boot“ und danach „Install macOS Tahoe“. Folge dem Installationsprogramm und wähle das interne Laufwerk. Du kannst die vorhandenen Daten behalten oder das Laufwerk zuvor mit dem Festplattendienstprogramm löschen.

Nach der Installation: Patches, Grenzen und Leistung

Der Mac startet während der Installation mehrmals neu. Warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Der Einrichtungsassistent kann bei den automatischen Update-Einstellungen hängen bleiben. Laut OCLP-Team liegt das an der folgenden „Hello“-Ansicht, die Metal benötigt. Reagiert der Mac nicht mehr, halte den Ein-/Ausschalter fünf Sekunden gedrückt und starte ihn erneut.

OCLP 3.0.0 installiert notwendige Root-Patches in dieser Vorabversion nicht immer automatisch. Ohne sie können Macs langsam laufen, grafische Fehler zeigen oder WLAN, Tastatur und Trackpad nicht verwenden. Installiere auf dem Mac zunächst OCLP und das zuvor geladene KDK. Falls die Patch-Abfrage nicht erscheint, öffne OCLP und wähle „Post-Install Root Patch“ sowie „Start Root Patching“. Starte danach neu.

Installiere OpenCore anschließend auch auf dem internen Laufwerk. So kann der Mac ohne das externe Installationsmedium starten. Wähle dafür in OCLP „Build and install OpenCore“, dann das interne Laufwerk und dessen EFI-Partition. Deaktiviere außerdem unter „Systemeinstellungen“, „Allgemein“ und „Softwareupdate“ sämtliche automatischen Updates. Dadurch sinkt das Risiko, dass der Mac eine mit OCLP unverträgliche Aktualisierung installiert.

Auf Metal-fähigen Macs, etwa einem MacBook Pro von 2012, kann Tahoe ähnlich schnell wie Sequoia laufen. Ohne Metal dauert es selbst mit SSD und 8 GB Arbeitsspeicher mehrere Minuten, bis das System nutzbar ist. Manche Apps, darunter Karten, Tagebuch und Spiele, können abstürzen. Apple Intelligence und die KI-Funktionen von Siri stehen auf Intel-Macs nicht zur Verfügung. Auch iPhone-Synchronisierung per Bildschirmspiegelung funktioniert auf älteren Macs ohne T2-Chip nicht.

Tahoe bringt dennoch Liquid Glass, die Apps Telefon, Spiele und Tagebuch sowie aktuelle Safari-Versionen auf unterstützte Altgeräte. Auf Macs ohne Metal laufen manche dieser Neuerungen jedoch nicht zuverlässig. Prüfe deshalb vorab die Modellhinweise und bekannten Fehler auf der offiziellen Dortania-Seite. Für ältere Geräte ohne Metal kann eine frühere macOS-Version die praktikablere Wahl sein.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Installation, Opencore Legacy Patcher, ältere Macs, macOS Tahoe, Intel-Mac

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