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EU kippt Verbrennerverbot ab 2035 – Todesstoß für die Autoindustrie

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Die Europäische Union, die EU rückt offenbar von ihrem Plan ab, das Verbrennerverbot ab 2035 weiterhin aufrecht zu erhalten. Stattdessen soll ein flexibleres System zur CO₂-Reduktion kommen.

CO₂-Ziel für 2035 abgeschwächt

Wie die deutsche Bild unter Berufung auf den Präsidenten der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, berichtet und von Reuters weiterverbreitet, ist das ursprünglich geplante Verbrennerverbot für neue Autos ab 2035 „vom Tisch“. An dessen Stelle soll ein weniger striktes Ziel für den CO₂-Ausstoß der Fahrzeugflotten treten.

Demnach sollen Autoherstellende für Neuzulassungen ab 2035 nicht mehr eine vollständige Reduktion des CO₂-Ausstoßes um 100 Prozent erreichen müssen. Stattdessen werde eine Reduktion um 90 Prozent verpflichtend. Das betreffe die Flottenziele, also den durchschnittlichen CO₂-Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers.

Das langfristige Ziel einer vollständigen CO₂-Reduktion bleibe zwar bestehen, werde aber laut Weber auf 2040 verschoben. Begründet wird dieser Schritt damit, „zehntausende Industriearbeitsplätze“ zu sichern. Damit reagiert die EU offenbar auf den Druck aus der Automobilindustrie und von Beschäftigtenvertretenden.

Autohersteller begrüßen Kurswechsel der EU

Große europäische Autobauer wie Mercedes-Benz, Volkswagen, der Stellantis-Konzern und Renault hatten sich gegen ein striktes Verbrennerverbot ab 2035 ausgesprochen. Sie argumentierten, dass Kaufentscheidungen von Kund:innen und nicht allein gesetzliche Vorgaben den Markt bestimmen sollten.

Der ursprüngliche Plan aus dem Jahr 2021 sah vor, den Verkauf neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der EU ab 2035 zu untersagen. Damit wären Autoherstellende faktisch gezwungen gewesen, ausschließlich reine Elektrofahrzeuge anzubieten. Viele Unternehmen kritisierten jedoch, die Frist sei zu knapp bemessen und die Nachfrage nach Elektroautos noch nicht ausreichend groß.

In den vergangenen Monaten hatten daher mehrere Herstellende ihre Strategien angepasst. Porsche etwa hatte zunächst angekündigt, die neuen Generationen von Macan und Cayenne ausschließlich als Elektrofahrzeuge anzubieten. Später teilte der Hersteller jedoch mit, dass beide Modellreihen auch weiterhin als Benziner und Hybridfahrzeuge verfügbar sein sollen.

Auch Ford und andere große Marken sind von rein elektrischen Plänen teilweise abgerückt oder haben diese zeitlich gestreckt. Sie setzen verstärkt auf Hybridantriebe, um Kund:innen einen effizienteren Antrieb ohne die typischen Reichweitenbedenken reiner Elektrofahrzeuge zu bieten.

Das Vereinigte Königreich, obwohl nicht mehr Mitglied der EU, gehörte 2020 zu den ersten Ländern, die ein Verkaufsverbot für neue Verbrennerfahrzeuge in Aussicht stellten. Nach Webers Ankündigung ist allerdings noch unklar, ob und wie Großbritannien seine eigene Planung anpasst.

Elektromobilität bleibt langfristiges Ziel

Auch mit dem abgeschwächten 90-Prozent-Ziel für 2035 bleibt die Vorgabe für Herstellende anspruchsvoll. Wahrscheinlich wird alles, was noch einen Verbrennungsmotor besitzt, künftig mit einem Plug-in-Hybrid betrieben oder einen solchen Reichweitenverlängerer erhalten, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Der Kurswechsel könnte zudem den Einsatz fortschrittlicher Biokraftstoffe und E-Fuels beschleunigen. Diese Kraftstoffe werden absehbar als klimaneutral zertifiziert, wenn sie mit aufgefangenem CO₂ und erneuerbarem Strom hergestellt werden. So ließen sich vorhandene Verbrennungstechnologien länger nutzen und gleichzeitig CO₂-Ziele einhalten.

Für die Autoindustrie bedeutet die gelockerte Frist mehr Zeit für den schrittweisen Umstieg auf reine Elektroantriebe. Parallel können Herstellende weiter in hybride Antriebstechnologien investieren, die am Markt derzeit auf Interesse stoßen.

Langfristig dürfte der Trend zur Elektromobilität dennoch anhalten, da die bis 2040 angestrebte vollständige CO₂-Reduktion nur mit einem weitgehenden Umstieg auf reine Elektrofahrzeuge erreichbar erscheint. Neue Anbieter, insbesondere aus China, behalten dabei einen Wettbewerbsvorteil: Sie können Elektroautos günstig anbieten, ohne auf bestehende Verbrennerplattformen Rücksicht nehmen zu müssen.

EU versetzt europäischer Autoindustrie den Todesstoß

Die EU übersieht mit der Aufweichung des Verbrennerverbot, dass der Weltmarkt längst auf den Verbrenner verzichtet und alles auf die E-Auto Karte setzt. Mit dem vermeintlichen Schutz von Arbeitsplätzen und einer nebulösen Technologieoffenheit, wird es zu einem beschleunigten Sterben der europäischen Automobilindustrie kommen. Die Entscheidung wird global wie ein Konjunkturprogramm für chinesische und andere asisatischen E-Auto Produzierende wirken und versetzt so der notleidenden eurpäischen Autoindustrie den finalen Todestoß!

Via: https://www.techradar.com

Bilder Gemini KI

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Tags: E-Fuels, EU, Elektroauto, Hybrid, CO2-Reduktion, Automobilindustrie, Gesetzgebung, Verbrenner

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