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Ein Blick auf Apples M-Chips – Vor- und Nachteile der Generationen im Überblick

Apples M-Chips

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Die Umstellung von Intel-Prozessoren auf die hauseigenen Apple-Silicon-SoCs war ein Meilenstein für den Mac. Wir haben euch mal eine Übersicht erstellt.

Mit der M‑Serie verfolgt Apple seit 2020 einen konsequenten Ausbau der eigenen Chips – von M1 über M2 und M3 bis hin zum immer noch aktuellen M4. Jede Generation bringt technologische Fortschritte, aber auch Kompromisse.

Und ja, wir haben in dieser Aufzählung noch auf den M5 verzichtet. Hier warten wir auf weitere Tests für eine bessere Einschätzung. Der M4 wird als neu bezeichnet, weil er bis zum Release des M5 (und hier haben wir ja nur die Basis-Version bisher) eben noch der aktuelle Apple-Silicon-Chip ist. Es gibt zum Beispiel immer noch keinen M4 Ultra und es bleibt fraglich, ob der überhaupt noch kommt.

M1‑Generation – der Startschuss

Vorteile: Mit dem M1 stieg Apple 2020 in die Welt der eigenen Desktop‑SoCs ein. Der Chip basiert auf TSMCs 5‑nm‑Prozess und kombiniert vier leistungsstarke „Firestorm“-Kerne und vier effiziente „Icestorm“-Kerne. Die Leistung pro Watt ist hervorragend; Geräte wie das MacBook Air arbeiten lüfterlos und dennoch schneller als viele vorherige Intel‑Modelle. Die M1‑Serie deckt mittlerweile mehrere Leistungsstufen ab: M1 Pro und M1 Max erweitern die Kernanzahl (bis 10 CPU‑Kerne) und bieten größere GPU‑Ausbaustufen (bis zu 32 Kerne) sowie höhere Speicherbandbreite. Mit dem M1 Ultra bündelt Apple zwei M1 Max über die „UltraFusion“-Interconnect zu einem 20‑Kern‑Giganten mit 114 Milliarden Transistoren – ideal für rechenintensive Aufgaben.

Nachteile: Die erste Generation hat naturgemäß Kinderkrankheiten. Der M1 unterstützt maximal 16 GB unified memory; selbst der M1 Max ist auf 64 GB limitiert. Für professionelle Workloads reicht das häufig, aber gegenüber stationären PCs mit separatem Grafikspeicher ist das begrenzt. Zudem wurde beim M1 eine Sicherheitslücke („M1racles“) bekannt, die den Austausch von Daten zwischen Sandbox‑Prozessen ermöglichte – Apple stuft sie als harmlos ein, doch sie zeigt, dass auch diese SoCs nicht perfekt sind.

M2‑Generation – Evolutions­schub

Vorteile: Mit dem M2 (2022) hat Apple die zweite 5‑nm‑Generation eingeführt. Die Transistoranzahl steigt auf 20 Milliarden. Der Chip bietet eine um bis zu 18 Prozent schnellere CPU und bis zu 35 Prozent schnellere GPU als der M1 und unterstützt bis zu 24 GB Speicher. Die Pro‑ und Max‑Varianten bringen 40 bzw. 67 Milliarden Transistoren mit 12 CPU‑Kernen, einer großen GPU (bis 38 Kerne) und höherer Bandbreite; der M2 Ultra kombiniert zwei M2 Max mit 24 CPU‑Kernen und bis zu 76 GPU‑Kernen. Die neue Media Engine beschleunigt H.264/HEVC/ProRes und sorgt für energieeffiziente Videobearbeitung.

Nachteile: Trotz Verbesserungen bleibt die Fertigung bei 5 nm, wodurch sich die Effizienz nur moderat steigert. In Benchmarks zeigt sich, dass der M2 Pro in manchen Speicherszenarien nicht deutlich schneller als ein M1 Max ist, da beide 200 GB/s Bandbreite bieten. Die Basisversion des M2 bietet weiterhin nur zwei Thunderbolt‑Ports, und das Speicherlimit liegt bei 24 GB – professionelle Nutzer müssen zur Pro/Max‑Variante greifen.

M3‑Generation – der Sprung auf 3 nm

Vorteile: Der Ende 2023 vorgestellte M3 ist Apples erster Desktop‑SoC im 3‑nm‑Prozess. Die Transistorzahl reicht von 25 bis 184 Milliarden, und die Chips bieten CPU‑Konfigurationen bis zu 32 Kernen (M3 Ultra). Neu ist die dynamische GPU‑Speicherverwaltung („Dynamic Caching“) sowie Hardware‑Raytracing und Mesh‑Shading; das steigert die Grafikleistung spürbar. Der M3 Max unterstützt bis zu 128 GB unified memory und erreicht 400 GB/s Bandbreite. Die Neural‑Engine leistet 18 TOPS.

Nachteile: Apple hat bei den Pro‑Modellen den Speicherbus verengt: Der M3 Pro besitzt nur einen 192‑Bit‑Bus (150 GB/s), während M1/M2 Pro noch 256 Bit und 200 GB/s bieten. Das führt in einigen Workloads zu geringerer Speicherbandbreite. Zudem ist der Einstiegspreis für M3‑Macs höher, und der Chip ist noch jung – viele Entwickler mussten ihre Software für die neuen GPU‑Features erst optimieren.

M4‑Generation – die Zukunft im Tandem

Vorteile: Mit dem M4, eingeführt im Mai 2024, wechselt Apple erstmals auf ARMv9‑Kerne und den 3‑nm‑Prozess N3E. Schon der Basischip bietet bis zu 10 Kerne (4 Performance‑, 6 Effizienz‑Kerne) und eine Neural‑Engine mit 38 TOPS. In den Pro‑ und Max‑Varianten wächst die CPU auf 14 bzw. 16 Kerne, während die GPU bis zu 40 Kerne erreicht. LPDDR5X‑Speicher mit bis zu 128 GB und bis zu 546 GB/s Bandbreite sorgt für enorme Reserven. Außerdem unterstützt der M4 hardwarebeschleunigte AV1‑Decodierung und verbesserte Raytracing‑Einheiten, die doppelt so schnell arbeiten wie beim M3.

Nachteile: Der M4 ist noch sehr neu, weshalb es kaum unabhängige Langzeiterfahrungen gibt. Die Fertigung in 3 nm ist teuer, was sich in den Preisen der ersten M4‑Geräte (etwa iPad Pro und MacBook Pro 2024) bemerkbar macht. Außerdem nutzen nur wenige Software‑Projekte die speziellen KI‑Features des neuen Neural‑Engines; hier muss das Ökosystem nachziehen.

Fazit

Die M‑Serie zeigt, wie stark Apple den Mac in kurzer Zeit transformiert hat. Der M1 überzeugte durch Effizienz und integriertes Design, der M2 brachte moderate Verbesserungen und größere Ausbaustufen, während der M3 mit 3‑nm‑Fertigung, neuen GPU‑Features und höheren Speicherkapazitäten einen großen Sprung darstellt. Der M4 schließlich markiert den Einstieg in ARMv9 mit extrem schneller Neural‑Engine und hoher Speicherbandbreite.

Für wen lohnt sich was?

  • M1/M2 für Einsteiger: Wer einen günstigen, lautlosen Mac für Office, Medienkonsum oder leichte Bildbearbeitung sucht, ist mit einem M1‑ oder M2‑Modell weiterhin gut beraten. Sie bieten viel Leistung pro Watt und kosten inzwischen deutlich weniger als zur Markteinführung.

  • M2 Pro/Max für Kreative: Anspruchsvollere Nutzer, die Video schneiden oder Musik produzieren, greifen zu M2 Pro/Max oder M3 Pro/Max. Sie liefern höhere Kernanzahlen und Bandbreite, ohne den Preis eines Ultra‑Modells.

  • M3/M4 für Profis und Zukunftssicherheit: Der M3 Max mit 128 GB RAM und der M4 Max mit 128 GB LPDDR5X sind derzeit die leistungsfähigsten Apple‑SoCs für Endkunden. Wer ray‑traced 3D‑Grafiken, KI‑Workloads oder extreme Multitasking‑Szenarien nutzt, profitiert von den neuen Features – allerdings zum höheren Preis.

Apple beweist mit der M‑Serie, dass Kontrolle über das Gesamtsystem (Silicon, Betriebssystem und Software) enorme Vorteile bringt. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Generationen, dass jede Stufe auch Kompromisse mit sich bringt – sei es beim Speicherlimit, der Bandbreite oder den Anschaffungskosten. Für uns Nutzer bleibt es spannend, welche neuen Chips Apple in den kommenden Jahren präsentieren wird.

Apfeltalk bekommt in den nächsten Tagen ein iPad Pro mit M5 als Testgerät, so dass wir auch an dieser Stelle dann mehr dazu schreiben können.

Mit Infos von Wikipedia und anderen Quellen erstellt.

Titelbild: X / @theapplehub (bearbeitet von Apfeltalk)

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Tags: M1, M2, Apple Silicon, M3, M4, M5

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