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DuckDuckGo verkauft „normale“ Sonnenbrille – als Spitze gegen KI-Gadgets

Eine schwarze Sonnenbrille mit dunklen Gläsern und der Aufschrift Smart Glasses auf dem inneren Bügel.

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DuckDuckGo hat eine Sonnenbrille vorgestellt, die ganz bewusst nichts „Smartes“ kann – und war damit in kurzer Zeit ausverkauft. Die Aktion zielt klar auf den aktuellen Hype um KI-Wearables.

„Normale verdammte Sonnenbrille“ statt KI-Brille

Der Suchmaschinenanbieter DuckDuckGo hat eine neue Sonnenbrille auf den Markt gebracht, die in einer von KI geprägten Welt die Privatsphäre schützen soll. Das Produkt ist tatsächlich erhältlich und nicht nur eine Werbeidee, auch wenn die Botschaft dahinter zentral ist.

Bei der neuesten Brille von DuckDuckGo handelt es sich um ein ganz gewöhnliches Modell ohne Zusatzfunktionen wie Videoaufzeichnung oder generative KI. Die in Kooperation mit dem Hersteller Knockaround entwickelte Sonnenbrille trägt programmatisch den Namen „Normale verdammte Sonnenbrille“ und richtet sich an Kund:innen, die an einem sonnigen Tag auf der Straße nicht über Datenschutz nachdenken möchten.

Die mattschwarze Sonnenbrille basiert auf dem Rahmenmodell Paso Robles von Knockaround. Sie bietet alle klassischen Eigenschaften, die man von einem trendigen Brillenprodukt erwartet: polarisierte Gläser mit vollständigem UV400-Schutz und stoßfeste Gläser gemäß den Vorgaben der US-Arzneimittelbehörde FDA. In der Produktbeschreibung wird ausdrücklich betont, dass die Brille keinen Akku, keine externe Stromquelle und keinerlei Elektronik oder KI-Integration enthält.

Satire gegen Überwachung durch „smarte“ Brillen

Laut einer Sprecher:in von DuckDuckGo wurde die „Normale verdammte Sonnenbrille“ als satirische Reaktion auf datenschutzkritische Produkte konzipiert, die inzwischen selbst in einfache analoge Technik vordringen. Die Brille soll bewusst zeigen, dass nicht jedes Alltagsprodukt zum vernetzten Gadget werden muss.

Unternehmen wie Meta und andere Technikkonzerne verwandeln Sonnenbrillen zunehmend in Überwachungsgeräte, erklärte die Sprecher:in. Genau deshalb würden datenschutzbewusste Käufer:innen weiterhin schlichte Brillen bevorzugen, bei denen es keine Spuren von Videoaufzeichnung oder KI gibt.

Der Versuch von DuckDuckGo, Großkonzerne wegen ihres Umgangs mit Nutzungsdaten zu kritisieren, mag wie ein PR-Stunt wirken, doch die Sonnenbrille verkauft sich gut. Das Modell war innerhalb weniger Tage ausverkauft, das Unternehmen spricht von einem „erheblichen“ Abverkauf eines Großteils des Bestands. Konkrete Verkaufszahlen will DuckDuckGo aber noch nicht nennen.

DuckDuckGo und der Umgang mit generativer KI

Abseits der Sonnenbrille entwickelt DuckDuckGo auch einen eigenen Browser. Zudem hat das Unternehmen eine klare Position zu generativer KI und Werkzeugen auf Basis großer Sprachmodelle formuliert. DuckDuckGo befragte seine Nutzer:innen, ob KI-Ergebnisse vollständig in die Suche integriert werden sollen. Eine deutliche Mehrheit sprach sich dagegen aus. Deshalb hält das Unternehmen KI-Inhalte und entsprechende Interaktionen bewusst auf einer separaten Seite.

Aktuelle Nutzungsdaten deuten darauf hin, dass die meisten Anwender:innen diese Entscheidung unterstützen, auch wenn es weiterhin Kritik daran gibt, dass DuckDuckGo sich dem KI-Trend überhaupt geöffnet hat. Die Kampagne rund um die „Normale verdammte Sonnenbrille“ hat zudem andere satirische Medien aufgegriffen. So veröffentlichte das Satireportal The Onion eine fiktive Zusammenstellung von vermeintlichen Reaktionen von Konsument:innen auf die neue Brille.

Via: https://www.techspot.com

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Tags: DuckDuckGo, Satire, Browser, künstliche Intelligenz, Suche, sonnenbrille, Wearables, Privatsphäre, Meta

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