ChatGPT soll schon bald eine weitere Aufgabe im Apple-Ökosystem übernehmen: Die KI könnte demnächst Eure Apple-Music-Playlists verwalten. Eine anstehende Integration deutet darauf hin.
OpenAIs ChatGPT bietet bereits zahlreiche Dienste, die den digitalen Alltag von Benutzer:innen unterstützen. Im Rahmen einer größeren Erweiterung soll der Dienst künftig auch Einfluss darauf nehmen, welche Songs ihr bei Apple Music hört.
In einem Substack-Beitrag vom Dienstag beschreibt Fidji Simo, zuständig für den Bereich Anwendungen bei OpenAI, zunächst Verbesserungen bei der Bilderzeugung über einen neuen, eigenen Einstiegspunkt. In den späteren Abschnitten kündigt sie außerdem eine Erweiterung der App-Unterstützung innerhalb von ChatGPT an.
Bereits Anfang 2025 führte ChatGPT Unterstützung für Apps verschiedener Anbieter ein, darunter Booking.com, Canva, Coursera, Expedia, Figma, Spotify und Zillow. Dieses App-Verzeichnis soll nun um weitere Dienste ergänzt werden, zu denen auch Apple Music gehört.
Außerdem erwähnt Simo Werkzeuge von Adobe, Airtable, Clay, Lovable, OpenTable, Replit und Salesforce. Entwickler:innen sollen ihre eigenen Apps zudem zur Prüfung einreichen können. Die Integration von Apple Music in ChatGPT soll demnach „bald“ erfolgen, Details zum konkreten Zeitpunkt gibt es jedoch nicht.
Der Beitrag geht nicht näher darauf ein, welche Funktionen ChatGPT im Zusammenspiel mit Apple Music genau übernehmen wird. Orientierung könnte die bereits bestehende Anbindung an den Apple-Music-Konkurrenten Spotify geben.
Dort kann ChatGPT das Hörerlebnis personalisieren. Nach der Anmeldung in ChatGPT verbinden Benutzer:innen ihr Spotify-Konto, indem sie den Dienst in einer Unterhaltung erwähnen. Anschließend lassen sich per Texteingabe Playlists nach sehr konkreten Wünschen erstellen.
Möglich sind etwa Wiedergabelisten für den morgendlichen Arbeitsweg, Zusammenstellungen mit Songs ähnlich zu einer bestehenden Playlist oder Musik für eine bestimmte Stimmung. Die Integration greift dabei auf den bisherigen Verlauf, Hörgewohnheiten und Lieblingskünstler:innen zu, um weitere Musik- und Podcast-Empfehlungen zu finden. Die generierten Playlists lassen sich dann direkt in Spotify öffnen.
Für Apple Music existieren bereits mehrere Programmierschnittstellen, mit denen Entwickler:innen in Drittanbieter-Apps Playlists erstellen können. Es wirkt daher unwahrscheinlich, dass ChatGPT im Zusammenspiel mit Apple Music deutlich weitergehende Zugriffsrechte erhält als bei der bestehenden Spotify-Verknüpfung.
Das Interesse von ChatGPT, die Wiedergabe in Apple Music zu beeinflussen, passt zu den bisherigen Verbindungen in Apples Ökosystem. Schon heute deckt der Dienst mehrere Bereiche auf iPhone und Mac ab.
Wesentlich ist die Anbindung an Siri. Dabei übernimmt ChatGPT komplexe Anfragen für Nutzer:innen, anstelle von Apples eigener Assistenz. In iOS 26 hat Apple die Integration erweitert, sodass die Funktion Bildspielplatz bei bestimmten Bildanfragen auf ChatGPT zurückgreifen kann.
Für Entwickler:innen gibt es zusätzliche Unterstützung: ChatGPT kann Code in Xcode bearbeiten, sowohl direkt als auch über die ChatGPT-App unter macOS. Im Juli führte OpenAI zudem einen Aufnahmemodus in der macOS-Version ein, mit dem zahlende Nutzer:innen Audio direkt aufzeichnen und transkribieren können.
Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass ChatGPT weitere Bereiche von Apples Plattform einbinden möchte. So wurde im Dezember das Symbol von Apple Gesundheit in der ChatGPT-App für iOS entdeckt, möglicherweise als Vorbereitung auf einen Zugriff auf Gesundheits- und Fitnessdaten von Nutzer:innen.
Wie genau die Integration mit Apple Music am Ende aussieht, bleibt vorerst offen. Klar ist nur: ChatGPT soll in Zukunft noch stärker in den Alltag von iPhone- und Mac-Benutzer:innen eingebunden werden – einschließlich ihrer Musik.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
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