Bund und Länder haben sich auf den Digitalpakt 2.0 verständigt. Bis 2030 fließen damit insgesamt fünf Milliarden Euro in die digitale Bildung an deutschen Schulen.
Förderung der Digitalisierung bis 2030
Nach langen Verhandlungen haben sich die Bundes- und Landesregierungen auf die Fortsetzung der gemeinsamen Förderung digitaler Bildung geeinigt. Der neue Digitalpakt 2.0 sieht Investitionen von insgesamt fünf Milliarden Euro (ca. 5,47 Mrd. US-Dollar) bis 2030 vor. Die Kosten teilen sich Bund und Länder zu gleichen Teilen. Damit setzen sie an den ersten Digitalpakt an, der bereits 2019 gestartet war und im vergangenen Jahr ausgelaufen ist. Damals beteiligte sich der Bund mit 6,5 Milliarden Euro (ca. 7,10 Mrd. US-Dollar) und übernahm 90 Prozent der Ausgaben, während Länder und Kommunen zehn Prozent beitrugen.
Neue Schwerpunkte und Finanzierung
Der neue Digitalpakt 2.0 soll umfassendere Wirkung entfalten und nicht nur Technik anschaffen. Wie Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) erklärt, werden die Mittel neben Geräten und Software auch gezielt in die Umsetzung der Digitalisierung stecken – etwa in die Weiterbildung des Lehrpersonals. Der Anteil des Bundes wird dabei aus dem sogenannten Sondervermögen zur Infrastrukturförderung finanziert, das insgesamt 500 Milliarden Euro (ca. 547 Mrd. US-Dollar) umfasst. Der Pakt muss noch offiziell ratifiziert werden, soll aber rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 gelten. Dadurch können laufende Projekte und bestehende Infrastrukturmaßnahmen weiter finanziert werden.
Reaktionen auf die Einigung
Viele Bildungspolitiker:innen begrüßen die erzielte Einigung. Simone Oldenburg, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, hob die gemeinsame Verantwortung des Bundes und der Länder hervor: „Wir handeln gemeinsam und entschlossen für gute Bildung in einer digitalen Welt.“ Sie betont außerdem, dass digitale Bildung mehr bedeutet als die Bereitstellung von digitalen Geräten, sondern auch neue Lehrmethoden und Lernkonzepte umfasst. Auch aus der Opposition gibt es Zustimmung: Anja Reinalter, Bildungspolitikerin der Grünen, begrüßte die Planungssicherheit für Schulen trotz Kritik am späten Zeitpunkt und der ihrer Ansicht nach zu knappen Mittelausstattung. Dennoch wertet sie den Schritt als wichtiges Signal für Lehrkräfte, Schüler:innen und Verantwortliche in den Kommunen.
Der Digitalpakt 2.0 bildet somit die Grundlage für eine weitere Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen in Deutschland und soll einen Beitrag zur chancengerechten Bildung im digitalen Zeitalter leisten.
Via: https://www.tagesschau.de
Titelbild: Apple
