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Digitale Märkte: App-Entwickler:innen fordern mehr Druck der EU auf Apple

iOS 19 EU-Vorgaben Apple Meta EU Strafe

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Ein Verband aus App-Entwickler:innen fordert in einem offenen Brief mehr Entschlossenheit der EU gegenüber Apple. Im Fokus stehen faire Bedingungen bei alternativen Zahlungsmethoden für Apps.

App-Entwickler:innen setzen auf den Digital Markets Act

Seit Anfang 2024 verlangt der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Kommission von digitalen Großanbietern wie Apple, ihre Plattformen für alternative App-Marktplätze zu öffnen. Davon betroffen sind sowohl das iPhone als auch das iPad. Apple hat die entsprechenden Anforderungen der EU zum Stichtag umgesetzt, allerdings urteilte die Europäische Kommission, dass diese Veränderungen bislang nicht ausreichen.

Die Wettbewerbshüter:innen hatten daher eine Strafe von 500 Millionen Euro verhängt. In der Folge musste Apple seine Regelungen überarbeiten. Einige der geforderten Änderungen sind bereits seit Juni 2024 wirksam, weitere Anpassungen folgen zu Beginn des neuen Jahres.

Kritik an hohen Kommissionen und fehlender Transparenz

Die „Koalition für App-Fairness“, ein Verband von App-Entwickler:innen, kritisiert in ihrem offenen Brief insbesondere die Kommissionsregelungen von Apple in Europa. Sie bezieht sich dabei auf ein aktuelles Urteil eines amerikanischen Berufungsgerichts, das Apple zwar grundsätzlich das Recht einräumt, Provisionen bei Zahlungen im App Store zu erheben – allerdings nur in einem Umfang, der nachweislich für die Abwicklung externer Zahlungen notwendig ist.

In Europa erhebt Apple weiterhin Provisionen von bis zu 20 Prozent. Laut Branchenverband liegt diese Höhe deutlich über dem notwendigen Maß und führt zu Wettbewerbsnachteilen für Entwickler:innen. Dies habe direkte Auswirkungen auf Nutzer:innen europäischer Apps, da sie höhere Preise zahlen als Kund:innen in den USA.

Zudem bemängeln die Entwickler:innen eine mangelnde Transparenz. Apple plane zum Jahreswechsel ein neues Abrechnungsmodell, habe aber auch zwei Wochen vor dessen Einführung noch keine Details zu den künftigen Vertragsbedingungen veröffentlicht. Dies schaffe Unsicherheit und verhindere eine rechtzeitige Anpassung der Geschäftsmodelle durch die betroffenen Unternehmen.

Breite Unterstützung für die Forderungen

Der offene Brief stammt von der „Koalition für App-Fairness“, die unter anderem vom Fortnite-Entwickler Epic Games mitgegründet wurde. Zu den Mitgliedern zählen auch der Messenger-Anbieter Threema, der Kommunikationsdienstleister Proton und die Branchenvertretung „Online Dating and Discovery Association“ (ODDA).

Die Forderung an die EU-Kommission richtet sich auf eine konsequentere Anwendung und Kontrolle des Digital Markets Act gegenüber Apple, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht dabei die Gleichbehandlung europäischer Anbieter:innen im Vergleich zu ihren Kolleg:innen in den USA.

Via: https://www.mactechnews.de

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Tags: Apple, App Store, Digital Markets Act, EU-Gesetz, App-Entwickler:innen

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