Apple hat seine Richtlinien für Werbedienste aktualisiert und festgelegt, welche Arten von Anzeigen in der Karten-App nicht geschaltet werden dürfen. Die Vorgaben zeigen, welche Branchen von Werbung in Apple Maps ausgeschlossen sind und welche Inhalte grundsätzlich nicht zugelassen werden.
Klare Ausschlüsse: Hausdienste, Kautionen und Krypto-Geldautomaten
In der aktualisierten Advertising Services Policy nennt Apple mehrere Werbekategorien, die in Apple Maps grundsätzlich nicht erscheinen dürfen. Dazu gehören insbesondere Dienstleistungen rund ums Zuhause. Anzeigen, die direkt oder indirekt Hausdienste bewerben, sind nicht zulässig. Explizit genannt werden dabei unter anderem Klempnerei, Elektrik, Schlüsseldienste, HVAC-Dienste (Heizung, Lüftung, Klima), Schädlingsbekämpfung, Dachdeckerarbeiten sowie allgemeine Handwerks- und Bauleistungen.
Ebenfalls ausgeschlossen sind Anzeigen für Kautionsdienste. Inhalte, die direkt oder indirekt Bail-Bond-Services oder Bürgschaftsdienste im Zusammenhang mit der Freilassung von Personen vor einem Strafprozess bewerben, dürfen nicht in Apple Maps erscheinen.
Auch für Kryptowährungen zieht Apple eine klare Grenze: Werbung für Geldautomaten, die Kryptowährungen ausgeben oder annehmen, ist in der Karten-App nicht erlaubt. Jegliche Anzeigeninhalte, die direkt oder indirekt Krypto-ATMs bewerben, sind untersagt.
Anders sieht es bei medizinischen Angeboten aus: Anzeigen, die medizinische Dienstleistungen bewerben oder erwähnen, können im Einzelfall zugelassen werden. Apple will diese Inhalte von Fall zu Fall prüfen.
Apple grenzt sich von Google ab und setzt auf physische Standorte
Im Vergleich zu Google setzt Apple damit andere Schwerpunkte. Google erlaubt Werbung für Hausdienste, die dort zu den größten lokalen Werbekategorien zählen. Apple grenzt sich mit den neuen Vorgaben davon ab.
Aus den Einschränkungen lässt sich ableiten, dass Apple die Werbung in Maps offenbar vor allem auf Unternehmen mit einem physischen Standort ausrichten will, den Kund:innen tatsächlich besuchen können. Ein expliziter Fokus auf lokale Anlaufstellen soll sich so auch in den Anzeigen widerspiegeln.
Umfassende Werberichtlinien und Start in Nordamerika im Sommer
Neben den spezifischen Vorgaben für Apple Maps gelten auch die allgemeinen Werberichtlinien des Unternehmens. Apple untersagt Anzeigen für kontrollierte oder berauschende Substanzen wie Marihuana oder Tabak. Für Alkoholwerbung, Nahrungsergänzungsmittel, Finanzprodukte, religiöse Inhalte, Glücksspiel, verschreibungspflichtige Medikamente sowie Gewinnspiele gelten umfangreiche Sonderregeln.
Werbeinhalte für Waffen oder Munition sind nicht erlaubt. Gleiches gilt für Anzeigen, die Gewalt, Schaden oder antisoziales Verhalten enthalten oder fördern. Werbung mit falschen, betrügerischen oder irreführenden Aussagen wird ebenso ausgeschlossen wie Inhalte mit verleumderischer oder vulgärer Sprache, diskriminierende Aussagen, illegale oder strafbare Inhalte sowie Verletzungen geistiger Eigentumsrechte.
Nicht zugelassen sind zudem Anzeigen, die sich direkt gegen Apple richten oder den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen fördern, die in Konkurrenz zu Apple-Hardware stehen. Politische Werbung, Anzeigen für nicht belegte gesundheitsbezogene Produkte und Dienstleistungen sowie Inhalte mit anstößigem, kontroversem oder unangemessenem Charakter sind ebenfalls ausgeschlossen.
Apple will in den USA und Kanada im Laufe des Sommers mit Werbung in der Maps-App starten. Anzeigen sollen in den Suchergebnissen und im Bereich „Suggested Places“ erscheinen. Sie werden mit einem deutlich sichtbaren „Ad“-Label gekennzeichnet. Laut Apple werden der Standort der Nutzer:innen sowie die angezeigten und angeklickten Anzeigen in Apple Maps nicht mit der Apple-ID verknüpft. Außerdem sammelt Apple nach eigenen Angaben keine Werbedaten und gibt sie nicht an Dritte weiter.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
