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Die Bausteine für Apples smarte Brille sind längst vorhanden

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Immer mehr Technikunternehmen drängen mit smarten Brillen auf den Markt. Auch Apple könnte mit eigener Hardware früher starten, als viele von euch vermuten.

Apples technologische Basis für smarte Brillen ist gelegt

Aktuell erleben smarte Brillen ein starkes Wachstum, etwa mit Metas neuen Ray-Ban-Modellen oder künftigen Oakley-Produkten. Auch Google und Samsung bereiten sich darauf vor, nächstes Jahr mit Android XR in den Wettbewerb einzusteigen. Infolgedessen steht die Frage im Raum, wann Apple mit einer eigenen Lösung aufwartet. Jüngste Berichte zeigen, dass Apple die angeblich geplante „Vision Air“-Hardware – ein kleinerer und leichterer Nachfolger des aktuellen Vision Pro VR-Headsets – zurückgestellt hat. Stattdessen rückt die Entwicklung smarter Brillen in den Fokus, offenbar um im Bereich KI-gestützter Wearables mitzuhalten, wie sie etwa Meta, Samsung, Google, Snap, Amazon, Xreal, Rokid oder OpenAI bereits anbieten oder zumindest planen. Zwar gibt es bislang keine Ray-Ban-ähnlichen Brillen von Apple, doch die Vision Pro hat bereits erste Schritte im Bereich Extended Reality (XR) gemacht.

Beim Testen diverser smarter Brillen erkennt man schnell: Apple verfügt schon jetzt über ein breites Sortiment tragbarer Technologie, das eine eigene Lösung ermöglichen würde. Die bisherigen Geräte wie AirPods, Apple Watch und iPhone schaffen die Grundlagen für ein mögliches Ökosystem rund um eine smarte Brille von Apple.

Audio- und Steuerungstechnologien als Schlüsselelemente

Apple sammelt seit Jahren Erfahrungen mit Technik für den Kopfbereich. Bereits 2016 sorgten die ersten AirPods wegen ihres Aussehens für Aufsehen, haben sich aber inzwischen als Standard für kabelloses Audio durchgesetzt. Neueste AirPods-Modelle bieten Funktionen wie Live-Übersetzung, Gestensteuerung mit Kopfnicken, Herzfrequenzmessung, Filterung von Umgebungsgeräuschen und 3D-Audio. Außerdem unterstützen sie offene Bauformen für bessere Hörunterstützung, etwa mit offenen Lautsprechern und Geräuschunterdrückung, bekannt aus AirPods 4. Damit ließen sich viele Vorteile für smarte AR-Brillen direkt übernehmen.

Auch bei der Bedienung zeigt Apple mit der Apple Watch innovative Ansätze. Die Uhr unterstützt Bewegungen wie Doppeltippen oder Schütteln zum Beantworten von Nachrichten, Annehmen von Anrufen oder Stoppen von Timern. Diese Gesten könnten eines Tages die Steuerung einer Brille übernehmen, etwa zur Display-Navigation oder zur schnellen Interaktion mit Apps, ohne eigene Displays in der Brille einbauen zu müssen. Ein Zusammenspiel zwischen Watch und Brille ist denkbar. Damit könnte die Brille als Sucher für Kamera-Apps oder als Interaktionsfläche für Apps dienen.

Kameratechnik und künstliche Intelligenz sind zentrale Herausforderungen

Apple hat Know-how, hochleistungsfähige Kameras in immer kleineren Bauformen – siehe iPhone Air – zu integrieren. Während die Vision Pro bereits eine Vielzahl an Kameras und Sensoren nutzt, wäre für eine Brille platzsparende Technik gefragt. Elemente aus der iPhone-Steuerung, wie der kapazitive Kameraknopf, könnten Innovationen für die Bedienung der Brillen liefern. Zusätzlich ist die Aufnahme räumlicher 3D-Videos mit den Brillen vorstellbar, die dann später beispielsweise auf einer Vision Pro wiedergegeben werden können.

Für den Durchbruch sind jedoch auch KI-gestützte Bild- und Objekterkennungsdienste nötig, die beispielsweise mittels Visual Intelligence auf dem iPhone schon teils vorhanden sind. Apple muss hier jedoch aufholen, um mit Lösungen wie Google Gemini oder Meta AI konkurrieren zu können. Smarte Brillen wären zugleich eine gute Plattform, um diese Dienste weiterzuentwickeln und auch bei anderen Projekten zu nutzen.

Ein großer Vorteil für Apple: Das Unternehmen kann seine zahlreichen Apple Stores für Brillen-Demos oder Anpassungen nutzen. Das erprobte Konzept, etwa mit Zeiss-Linsenpartnern individuelle Einstellungen vor Ort und die Bestellung online abzuwickeln, lässt sich auf das neue Produkt übertragen.

Das Apple-Ökosystem als Sprungbrett

Viele smarte Brillen scheitern heute noch an der reibungslosen Anbindung ans Smartphone. Apple könnte hier seine Erfahrungen aus dem iOS- und AppStore-Ökosystem nutzen. Da Apple und Google die Betriebssystem-Schnittstellen auf Smartphones kontrollieren, haben sie einen strategischen Vorteil gegenüber anderen Brillenherstellern. Mit eigenen Apple-Brillen eröffnen sich zudem neue Chancen für externe Entwickler:innen, die iOS-Apps für das neue Interface anpassen könnten. Eine endgültige Vorstellung der Apple-Brille gilt vor 2025 als unwahrscheinlich, aber die bestehenden Bausteine deuten auf ein bereits fortgeschrittenes Konzept hin. Eure Geduld wird also weiter gefragt sein, doch die Zeichen für ein spannendes neues Apple-Produkt mehren sich.

Via: https://www.cnet.com

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Tags: iPhone Air, smarte Brillen, Apple, Apple Watch, iOS, AirPods, Wearables, AI, Vision Pro

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