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Dem Cybersecurity Burnout wirksam begegnen

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Die Arbeit in der Cybersicherheit ist schnelllebig und fordernd – doch zwischen hohem Tempo und chronischem Burnout liegt ein deutlicher Unterschied. Unternehmen müssen diese Grenze aktiv im Blick behalten.

Die Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten machen viele Jobs in der Cybersicherheit attraktiv. Gleichzeitig kann die tägliche Arbeitslast leicht kippen und zu der körperlichen, mentalen und emotionalen Erschöpfung führen, die mit chronischem Stress und Burnout einhergeht.

Ursachen für Burnout in der Cybersicherheit

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass 76 Prozent der Fachkräfte in der Cybersicherheit im vergangenen Jahr Müdigkeit oder Burnout erlebt haben. Wenn sich Symptome von Burnout und Angstzuständen über längere Zeit aufbauen, sinken Produktivität und Arbeitszufriedenheit, im Extremfall denken Betroffene sogar über einen Berufswechsel nach.

Besorgniserregend ist zudem, dass 69 Prozent der Befragten berichten, ihre Erschöpfung habe sich zwischen 2023 und 2024 verschlimmert. Für Unternehmen bedeutet das: Abwarten ist keine Option, Führungskräfte müssen jetzt handeln. Ausgangspunkt ist immer die Frage, was Burnout in der eigenen Organisation konkret auslöst. Ohne diese Analyse bleiben Maßnahmen oberflächlich oder verschärfen das Problem sogar.

Angreifende berücksichtigen den Belastungsfaktor ihrer permanenten Attacken selbstverständlich nicht. Cybersicherheit ist ein Umfeld mit hoher Intensität, in dem Fachkräfte dem Geschehen stets einen Schritt voraus sein müssen, und daran wird sich absehbar nichts ändern. Angreifende entwickeln laufend neue Umgehungsstrategien, was wiederum neue Verteidigungstechnologien nach sich zieht, die Teams beherrschen und pflegen müssen. Hinzu kommen ständig neue Vorgaben und Regularien, die eingehalten werden sollen.

All dies prägt den Alltag: Notwendig sind rund um die Uhr besetzte Teams, Routineaufgaben wechseln sich mit spontanen Anforderungen ab. Daran lässt sich wenig ändern, sehr wohl aber an der innerbetrieblichen Haltung zur Cybersicherheit. Wie wird der Druck aus der Chefetage weitergegeben? Werden Teams mit Anfragen überhäuft, statt eigenverantwortlich arbeiten zu können? Und verfügen sie über angemessene Werkzeuge? Der globale Fachkräftemangel ist bekannt, der Weltwirtschaftsrat schätzt die Lücke derzeit auf mehr als vier Millionen Personen. Schon eine fehlende Teammitgliedschaft kann den Unterschied zwischen bewältigbarer Last und einem Burnout-fördernden Umfeld ausmachen.

Konkrete Folgen im Arbeitsalltag

In der Diskussion über Burnout stehen oft die emotionalen Auswirkungen im Vordergrund, etwa Stress, Angst und andere Effekte, die die körperliche und psychische Gesundheit beeinträchtigen. Doch betroffen ist nicht nur die einzelne Person, sondern auch das gesamte Team. Wer mit diesen Symptomen arbeitet, spürt schnell, dass die Qualität der eigenen Arbeit leidet.

Erhöhte Angst hängt häufig mit der Furcht vor neuen Angriffen oder Sicherheitsvorfällen zusammen. Das kann Produktivität und Engagement verringern, weil die Gedanken permanent um mögliche Bedrohungen kreisen. Dadurch sinkt die Wirksamkeit und Langfristigkeit der Schutzmaßnahmen. Schon kleinere Einbußen bei der Sicherheitslage können zu häufigeren und gravierenderen Vorfällen führen, mit Betriebsunterbrechungen und möglichen hohen finanziellen Schäden.

Während solche finanziellen Auswirkungen für Geschäftsleitung und Aufsichtsorgane meist im Mittelpunkt stehen, reichen die Folgen weiter. Die Mischung aus Stress, Angst und sinkender Zufriedenheit kann Beziehungen im Team belasten, Reibungen verstärken und bei ausbleibender Intervention zu höherer Fluktuation führen.

Ansätze, die spürbar entlasten

In den vergangenen Jahren ist die Aufmerksamkeit für Burnout in der Cybersicherheit gewachsen, auch weil Fachkräfte vermehrt offen darüber sprechen. Viele Unternehmen haben daraufhin Maßnahmen eingeführt, um die Belastung zu senken, doch die steigenden Burnout-Zahlen zeigen, dass dies bislang nicht ausreicht.

Formate, die den Austausch fördern, sind ein sinnvoller Anfang und helfen, Burnout-Prävention als festen Bestandteil der Sicherheitskultur zu verankern. Ein echter Verhaltenswandel entsteht jedoch erst, wenn Unternehmen eine unterstützende Arbeitskultur schaffen, in der Belastungen frühzeitig benannt und adressiert werden können. Investitionen in Schulungen können Teams mit passenden Ressourcen zur psychischen Gesundheit ausstatten, um den stressreichen Charakter der Arbeit besser zu bewältigen.

Die Zahl der Angriffe lässt sich nicht reduzieren, wohl aber die Last für die Teams. Hilfreich sind hier strategische Partnerschaften, insbesondere mit Diensten für verwaltete Erkennung und Reaktion. In einer aktuellen Untersuchung gaben 92 Prozent der betroffenen Fachkräfte an, dass die Einführung solcher Dienste Müdigkeit und Burnout verringert habe. Darüber hinaus können Unternehmen durch Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten den Arbeitsalltag abwechslungsreicher gestalten und gleichzeitig Fähigkeiten im Team ausbauen.

In einem Bereich wie der Cybersicherheit möchten Fachkräfte wissen, worauf sie hinarbeiten – nicht nur in Bezug auf Kennzahlen, sondern auch mit Blick auf ihre persönliche Weiterentwicklung. Werden solche Perspektiven mit den übrigen Initiativen kombiniert, lassen sich die Ursachen von Burnout gezielt angehen, während gleichzeitig die Zufriedenheit und Bindung der Belegschaft steigt.

Via: https://www.techradar.com

Bildquelle KI

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Tags: IT-Sicherheit, Cybersicherheit, Burnout, MDR, IT-Fachkräfte

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