Nach monatelangen Aufschlägen gibt es beim DDR5-Arbeitsspeicher in Deutschland erstmals wieder leicht sinkende Preise. Ob der Trend anhält, ist allerdings noch offen.
Erster Preisrückgang seit Juli 2025
Seit Beginn der „RAMpokalypse“ sind mehrere Monate vergangen, in denen die Preise für Arbeitsspeicher stark angezogen haben. Schon vor der eigentlichen Versorgungskrise bei DRAM hatten die Kosten deutlich angezogen. Inzwischen haben sich die Marktpreise für DDR5-Kits weltweit auf etwa das Vier- bis Fünffache des ursprünglichen Niveaus eingependelt. Während die Preise in einigen Regionen weiter steigen, zeigen sich andernorts erste, wenn auch kleine Rückgänge.
Für den deutschen Markt liegen nun detaillierte Zahlen vor, die vom Portal 3D Center ausgewertet wurden. Demnach sind die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher im März spürbar gesunken. Auffällig: Es ist der erste dokumentierte Rückgang der DDR5-Preise seit Juli 2025. Die Auswertung von 3D Center basiert auf Daten von Gheizal, der Hardwarepreise bei mehreren großen deutschen Händler:innen beobachtet. So entsteht ein recht genaues Bild der aktuellen DRAM-Situation hierzulande.
Massive Preissprünge seit Herbst 2025
Ausgehend von den Preisen im Juli 2025 als Basis gab es in den beiden Folgemonaten zunächst nur leichte Steigerungen bei DDR5. Mit dem Start in den Oktober zog der durchschnittliche Preis dann jedoch um 15,8 Prozent an. In die Betrachtung fließen DDR5-Kits mit 8, 16, 24, 32 und 48 Gigabyte Kapazität und unterschiedlichen Taktraten ein.
Im November folgte ein weiterer, deutlicher Sprung von 49,5 Prozent. Den Höchststand der monatlichen Steigerungsraten markierte der Dezember mit einem Plus von 93 Prozent. Im Januar legten die Preise noch einmal um 27,6 Prozent zu, bevor sie im Februar auf diesem hohen Niveau verharrten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die durchschnittlichen DDR5-Preise damit bei rund 440 Prozent des Juli-2025-Niveaus.
März bringt 7,2 Prozent Entspannung
Im März 2026 zeigt sich nun erstmals eine Gegenbewegung: Die ausgewerteten DDR5-Kits werden im Mittel um 7,2 Prozent günstiger angeboten, der Preisindex sinkt damit auf 408 Prozent. Damit ist DDR5 nach wie vor deutlich teurer als noch im vergangenen Jahr, aber die Richtung dreht sich zumindest leicht.
Nicht alle Kits profitieren gleichermaßen von der Korrektur. Besonders deutlich ist der Rückgang beim Set mit 2 x 32 Gigabyte DDR5-6000 mit Latenz CL28, das im Monatsvergleich knapp 19 Prozent günstiger geworden ist. Andere Kits mit 32 Gigabyte und 16 Gigabyte Kapazität verzeichnen ebenfalls moderate Preisabschläge. Dennoch bleibt das Niveau weiterhin weit entfernt von den Preisen vor Beginn der Speicherkrise. Ob sich der Rückgang in den kommenden Wochen fortsetzt, bleibt abzuwarten.
Via: https://wccftech.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

