News

Datenspur Auto: Warum euer iPhone besser geschützt ist als ein Tesla

Autos werden immer smarter – und immer neugieriger. Während Apple und Google den Datenschutz auf Smartphones deutlich ausgebaut haben, bleiben viele Fahrzeuge datenhungrige Blackboxes.

Wer CarPlay, Android Auto oder Hersteller-Apps nutzt, sollte wissen, welche Spuren das eigene Auto hinterlässt und wie sich diese zumindest teilweise begrenzen lassen.

Welche Daten moderne Autos über euch sammeln

Aktuelle Fahrzeuge erfassen deutlich mehr als nur die Geschwindigkeit. Typischerweise zeichnen sie den regelmäßigen Standort, das Fahrverhalten und detaillierte Bewegungsprofile auf. Daraus lässt sich oft ablesen, wo ihr wohnt, arbeitet und welche Wege ihr regelmäßig fahrt.

Viele Hersteller verknüpfen diese Telemetrie-Daten mit vernetzten Diensten. Dazu zählen etwa Notrufsysteme, Ferndiagnosen, Wartungshinweise oder Komfortfunktionen wie das Vorheizen des Fahrzeugs per App. Häufig fließen die erfassten Informationen dabei auf Server der Hersteller oder ihrer Dienstleister.

Im Unterschied zu Smartphones fehlt im Auto oft eine transparente, fein steuerbare Kontrolle darüber, welche Daten wann übertragen werden. Während ihr auf dem iPhone Berechtigungen für jede App einzeln vergeben könnt, verstecken sich vergleichbare Optionen im Auto meist tief in Menüs oder fehlen komplett.

Wenn Auto und Smartphone zusammenarbeiten

Sobald ihr euer iPhone oder Android-Smartphone mit dem Auto koppelt, werden weitere Datenströme möglich. Über CarPlay oder Android Auto gelangen Kontakte, Nachrichteninhalte, Navigationsziele und Mediadaten in das Infotainmentsystem. Je nach Umsetzung kann das Fahrzeug auf Basis dieser Informationen zusätzliche Rückschlüsse ziehen.

Hinzu kommen Hersteller-Apps, die ihr auf dem Smartphone installiert. Sie dienen oft als digitaler Fahrzeugschlüssel, zur Standortabfrage, für Fernfunktionen oder zur Anzeige von Fahrstatistiken. Gleichzeitig bilden sie eine zusätzliche Verbindung zwischen Auto, Cloud-Diensten und Smartphone.

Apple und Google bieten auf ihren Mobilplattformen mittlerweile umfangreiche Datenschutz-Werkzeuge. Dazu zählen Berechtigungsabfragen für Standortzugriffe, der kontrollierte Zugriff auf Kontakte und Kalender sowie detaillierte Datenschutzeinstellungen pro App. Dadurch lässt sich zumindest einschränken, welche Fahrzeug- oder Hersteller-App auf welche Smartphone-Daten zugreifen darf.

Was ihr als Apple-User:innen konkret tun könnt

Der erste Schritt führt ins Auto: Prüft die Datenschutz- und Freigabeoptionen im Infotainmentsystem. Viele Fahrzeuge bieten separate Einstellungen für Standortfreigaben, Fahrdatenübermittlung oder vernetzte Dienste. Wo möglich, solltet ihr Sharing-Optionen reduzieren oder gezielt deaktivieren, wenn ihr sie nicht benötigt.

Auf dem iPhone lohnt ein Blick in die App-Berechtigungen. Kontrolliert, welche Hersteller-App permanent auf den Standort zugreifen darf, und beschränkt dies gegebenenfalls auf „Beim Verwenden“ oder entzieht die Freigabe. Gleiches gilt für Kontakte, Kalender und Nachrichten, sofern diese nicht zwingend benötigt werden.

Darüber hinaus bestehen rechtliche Auskunfts- und Löschansprüche gegenüber Autoherstellern und Dienstanbietern. Ihr könnt nachfragen, welche Daten zu euch gespeichert werden, wie lange diese aufbewahrt werden und eine Löschung verlangen, soweit dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. So verschafft ihr euch Klarheit, welche Datenspur euer Auto bereits hinterlassen hat.

Im Vergleich zu vielen anderen Ökosystemen betont Apple den Datenschutz auch im Auto-Kontext. Die Kontrolle über App-Rechte und Standortfreigaben liegt klar bei euch. Dennoch bleibt das Fahrzeug selbst oft eine weitgehend geschlossene Datenquelle, auf die ihr nur begrenzt Einfluss habt. Vollständig schließen lässt sich diese Lücke derzeit nicht, aber ihr könnt sie mit den verfügbaren Werkzeugen sichtbar verkleinern.

Via: www.zdnet.com

Jetzt NEU! Apfeltalk Preisradar

Über unser neues Apfeltalk Apple Preisradar findest du für alle Apple Produkte immer die aktuellen Preise und unsere Bewertung, ob es sich aktuell um Bestpreise handelt.

Mit dem Kauf über unsere Links unterstützt Du Apfeltalk mit einem kleinen Teil des unveränderten Kaufpreises. Um mehr über die Refinanzierung von Apfeltalk zu erfahren, klicke bitte hier.

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

Neueste Artikel

Siri AI erhält Zugriff auf Drittanbieter-Apps

Mit iOS 27.3 können Entwickler:innen Siri AI in ihre Apps integrieren. Die Sprachassistenz soll dadurch Aufgaben über mehr Apps hinweg…

3. November 2026

Apple startet erste Betas für iOS 27.3 und weitere Systeme

Apple hat die ersten Entwickler-Betas für iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS Golden Gate 27.3, watchOS 27.3, tvOS 27.3 und visionOS…

3. November 2026

iOS 27.3: Apple führt überarbeitete Health-App wieder ein

Mit der Beta von iOS 27.3 kehrt Apples neu gestaltete Health-App zurück, nachdem Apple sie zuvor aus einer Testversion entfernt…

3. November 2026

Apfeltalk der Tag vom Dienstag, 3. November 2026

Apple legt starke Quartalszahlen vor, deutet aber zugleich steigende Preise und Engpässe bei Hardware an. Parallel konkretisieren sich Pläne für…

3. November 2026

iPhone 18 soll größeren Akku und möglicherweise einen höheren Preis erhalten

Der Leaker Digital Chat Station erwartet beim iPhone 18 einen größeren Akku und hält auch einen höheren Preis für möglich.…

3. November 2026

John Ternus: Apple plant keine Fusion von iPadOS und macOS

Apple hält an getrennten Betriebssystemen für iPad und Mac fest. CEO John Ternus sagte bei einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen,…

3. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen