Das iPhone Air ist kaum eine Woche auf dem Markt, doch viele von euch fragen bereits nach einer Ultraweitwinkel-Kamera im Nachfolger. Wir erklären, warum Apple diesen Wunsch vermutlich nicht erfüllen wird.
Das iPhone Air zeichnet sich durch ein extrem dünnes und leichtes Design aus. Viele Nutzer:innen lieben die neue Bauweise, doch ein häufig genannter Kritikpunkt ist das einzelne Rückkameramodul. Apple hat den sogenannten „Plateau“-Bereich speziell designt, damit darin sämtliche Kernkomponenten Platz finden. Abidur Chowdhury, ein:e Apple-Designer:in, erklärte im Rahmen des „Awe Dropping“-Keynotes, dass man das Plateau von beiden Seiten präzise bearbeiten musste, um Kameras, Chips und Systemmodule unterzubringen. John Ternus, Senior Vice President für Hardware, betonte, dass im Inneren alles exakt gefräst werden musste, um Platz für Rückkamera, Frontkamera, Lautsprecher und Apple-Silizium freizumachen. Kurz: Das Plateau ist bereits komplett belegt und bietet keinen Raum für eine zweite Kamera wie beispielsweise eine Ultraweitwinkel-Option.
Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie dem Samsung Galaxy S25 Edge fällt auf: Bei Samsung sitzen nur die Kameras im entsprechenden Modul, beim iPhone Air hingegen befinden sich dort auch Chips wie der A19 Pro, der N1-Funkchip, das C1X-Modem sowie der Lautsprecher und die 18-Megapixel-Center Stage-Frontkamera. Der Rest des Gehäuses besteht fast vollständig aus Akku, was durch das ultradünne Design möglich ist. Selbst zukünftige Generationen des iPhone Air werden keinen Platz für eine zusätzliche Kamera bieten, solange Apple die verbauten Komponenten nicht weiter verkleinern kann. Eine größere Plateau-Fläche käme infrage, würde aber auf Kosten der Akkukapazität gehen.
Eine neue Möglichkeit könnte sich durch den Einsatz moderner Siliziumkarbid-Akkus ergeben. Diese Akkus sind kleiner und dünner als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien und liefern trotzdem vergleichbare Leistung. Dadurch könnte Apple theoretisch Platz für eine zweite Kamera schaffen. Allerdings gibt es thermische Herausforderungen, da schon jetzt der leistungsstarke A19 Pro Chip Hitze erzeugt und im iPhone Air keine Vapor-Chamber wie bei Pro-Modellen eingebaut ist. Selbst wenn Apple irgendwann die technischen Hürden überwindet, bleibt aus wirtschaftlichen Gründen fraglich, ob das Unternehmen eine Ultraweitwinkel-Kamera im Air-Modell einführt. Die zusätzlichen Kameras bleiben ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal höherpreisiger Pro-Modelle.
Wer dringend eine Ultraweitwinkel-Kamera benötigt, sollte besser gleich zum iPhone 17 oder iPhone 17 Pro greifen. Wartet ihr auf das iPhone Air 2 in der Hoffnung auf den zusätzlichen Sensor, werdet ihr wohl enttäuscht. Die Chancen stehen sehr schlecht, dass Apple tatsächlich eine zweite Rückkamera in naher Zukunft hinzufügt.
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Via: https://gizmodo.com
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