Apple hat auf eine Sammelklage in den USA reagiert, die sich mit verzögerten Siri-Funktionen beschäftigt. Ihr erfahrt hier, um was es in der Klage geht und welche Argumente Apple vorbringt.
Apple hat laut Gerichtsdokumenten einen Antrag auf Abweisung einer US-weit zusammengeführten Sammelklage gestellt. Die Kläger:innen werfen Apple vor, das Unternehmen habe mit Siri-Funktionen geworben, die beim Verkauf der iPhone 16 Modelle noch nicht verfügbar waren. Die angekündigten Siri-Verbesserungen sollen durch „Apple Intelligence“ erfolgen, eine Funktion, die Apple bei der Einführung des iPhone 16 stark präsentiert hat. Die Kläger:innen geben an, sie hätten das iPhone 16 entweder gar nicht oder nur zu einem niedrigeren Preis gekauft, wenn sie von der Verzögerung gewusst hätten. Nach eigenen Angaben der Klägerseite sei die Kommunikation von Apple zu den angekündigten, jedoch verspäteten Siri-Funktionen irreführend gewesen.
Die Anwält:innen von Apple führen ins Feld, dass nur zwei Siri-Funktionen mit Verspätung ausgeliefert werden: Die kontextuelle Wahrnehmung und die Steuerung innerhalb von Apps. Apple betont, diese begrenzte Verzögerung rechtfertige nicht die weiten Ansprüche der Sammelklage, zumal bereits fast zwei Dutzend Apple Intelligence-Features auf den iPhone 16 Modellen verfügbar seien. Laut Apple wurden Kund:innen nicht getäuscht, da ein Großteil der versprochenen Funktionen samt zahlreicher Hardware-Verbesserungen wie bessere Kameras, stärkere Chips und Displays direkt von Anfang an enthalten waren. Die bereits ausgelieferten mehr als 20 Apple Intelligence-Funktionen hätten den Käufer:innen zum Kaufzeitpunkt zur Verfügung gestanden. Apples Anwält:innen sehen zudem keinen Bruch der Gewährleistung, da beim Kauf des iPhone 16 bereits erhebliche technische und softwareseitige Vorteile ausgeliefert wurden. Insgesamt kritisiert Apple die breite Auslegung der Beschwerdepunkte und sieht dadurch die Basis der Sammelklage als nicht ausreichend an.
Apple hatte die neuen, personalisierten Siri-Funktionen im Sommer 2024 auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. Ursprünglich war geplant, den Nutzer:innen diese Innovationen zeitnah bereitzustellen. Im März verschob Apple jedoch die Einführung und kündigte an, die Verbesserungen sollen 2025 erscheinen. CEO Tim Cook erklärte im Juli, Apple mache gute Fortschritte mit den Siri-Funktionen und visiere eine Veröffentlichung im kommenden Jahr an. Zu den erwarteten Funktionen zählen unter anderem ein verbessertes Verständnis des persönlichen Kontexts, eine bessere Einbindung in verschiedene Apps und eine tiefere Steuerung innerhalb der Anwendungen. Werbung für die verbesserten Siri-Funktionen erfolgte unter anderem im Produktvideo, auf der Webseite und in TV-Spots, beispielsweise mit Schauspieler:in Bella Ramsey. Aktuellen Informationen zufolge möchte Apple die Funktionen mit iOS 26.4 veröffentlichen, wahrscheinlich im März oder April 2026.
Das Verfahren läuft am Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens unter dem Namen „Landsheft vs. Apple Inc.“ Ihr könnt die Entwicklung dort weiterhin beobachten.
Via: https://www.macrumors.com
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