Das Computer History Museum in Mountain View hat einen ungewöhnlichen Neuzugang: einen riesigen Nachbau des Macintosh Plus von 1986. Der „Big Mac“ soll Teil der Feierlichkeiten zu „Apple mit 50“ werden.
Übergroßer Macintosh Plus als Ausstellungsstück
In einem Beitrag in sozialen Netzwerken kündigt das Museum den „Big Mac“ als fast schon komisch groß geratenen Macintosh-Plus-Nachbau an. Im Vergleich zu aktuellen All-in-One-Rechnern wirkt dabei vor allem die Tastatur überdimensioniert, während das Display relativ klein erscheint. Heute dominieren Bildschirme das Design solcher Systeme, die eigentliche Recheneinheit ist meist so kompakt, dass sie kaum von einem Monitor zu unterscheiden ist.
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Das Computer History Museum, beheimatet in Mountain View, Kalifornien, beschreibt das Gerät als „erstaunlich großen Macintosh-Plus-Computer“, den es kürzlich erworben hat. Wahrscheinlich wurde dieser Nachbau damals für Ausstellungs- oder Demonstrationszwecke gebaut, als der Macintosh Plus noch ein regulär erhältlicher und gefragter Rechner war. Konkrete technische Angaben zur Funktionsweise oder zum Maßstab des „Big Mac“ veröffentlicht das Museum bislang nicht.
Fokus auf Tastatur-ASMR und Retro-Design
Statt technischer Details setzt das Museum in seiner ersten Ankündigung auf einen anderen Effekt: Es spricht gezielt die ASMR-Community an, insbesondere Fans von Tastaturgeräuschen. In einem Video ist zu sehen – und zu hören –, wie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter auf der vergrößerten Nachbildung der Apple-Tastatur mit der Modellnummer M0110A tippt. Diese Tastatur wäre im Originalformat relativ kompakt und kommt mit nur 58 Tasten aus, verfügt aber immerhin über separate Pfeiltasten. Beim Vorgängermodell M0110 fehlten diese noch.
Der reale Macintosh Plus setzte wie das erste Macintosh-Modell auf einen Motorola-68000-Prozessor. Käufer:innen erhielten standardmäßig 1 MB Arbeitsspeicher, der über vier 30-polige SIMM-Steckplätze auf bis zu 4 MB erweitert werden konnte. Zur Ausstattung gehörten außerdem ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 800 KB Kapazität sowie ein SCSI-Anschluss für Peripheriegeräte wie Festplatten und Drucker.
Historische Technik, kleines Display, großer Preis
Besonders bei Grafikschaffenden fand der Macintosh Plus Anklang, nicht zuletzt wegen der Softwareauswahl und der damals wegweisenden grafischen Benutzeroberfläche. Gleichzeitig basierte das System wie sein Vorgänger auf einem nur 9 Zoll großen, monochromen Röhrenbildschirm mit einer Auflösung von 512 × 342 Pixeln. Genau deshalb wirkt beim „Big Mac“ der Bildschirm trotz Übergröße vergleichsweise klein, während die Tastatur im Jahr 2026 geradezu übertrieben groß erscheint.
Der Macintosh Plus kam 1986 zu einem Einführungspreis von 2.599 US-Dollar (ca. 2.400 Euro) auf den Markt, in der beschriebenen Konfiguration. Umgerechnet auf das Jahr 2026 entspricht das mehr als 7.500 US-Dollar (ca. 6.900 Euro). Trotzdem erwies sich der kompakte All-in-One-Rechner als langlebiges Arbeitsgerät: Apple unterstützte ihn rund ein Jahrzehnt lang mit Systemupdates. Noch Mac OS 7.5.5, veröffentlicht im September 1996, bot Unterstützung für den kleinen All-in-One-Mac.
Das Computer History Museum kündigt an, in der kommenden Woche weitere Informationen zum „Big Mac“ zu veröffentlichen. Der Hashtag „Apple at 50“ im Beitrag deutet darauf hin, dass der übergroße Macintosh Plus Teil der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Apple-Bestehen wird, die im März starten soll.
Via: https://www.tomshardware.com
Titelbild: Computer History Museum
