OpenAI stellt kostenlose ChatGPT‑Konten auf ein neues Standardmodell um und lockert dabei die Beschränkungen für Text‑Unterhaltungen. Außerdem bekommen zahlende Abonnent:innen erweiterte Steuerungsmöglichkeiten für Antworten.
GPT‑5.6 „Luna“ wird Standard für Free- und Go-Nutzer:innen
OpenAI setzt GPT‑5.6 „Luna“ ab sofort als Standardmodell für Nutzer:innen der kostenlosen und der Go‑Version von ChatGPT ein. Damit ersetzt das Unternehmen das bisher verwendete Modell GPT‑5.5 „Sofort“. Laut OpenAI ist „Luna“ neuer und leistungsfähiger und soll so die Text‑Erfahrung in der Gratis‑Variante spürbar verbessern.
Gleichzeitig hebt OpenAI für Free- und Go‑Konten die bisherigen Begrenzungen bei Text‑Chats auf. Künftig könnt Ihr unbegrenzt viele textbasierte Unterhaltungen führen, ohne auf ein tägliches oder stündliches Kontingent achten zu müssen. Beschränkungen bleiben jedoch für Datei‑Uploads, Bilder und andere spezialisierte ChatGPT‑Werkzeuge bestehen.
Zusätzlich führt OpenAI eine neue Schaltfläche mit der Bezeichnung „Denken“ ein. Diese soll bei Bedarf eine intensivere, auf höherer Schlussfolgerung basierende Verarbeitung einschalten. So können Nutzer:innen gezielt festlegen, wann ChatGPT mehr Rechenaufwand für besonders anspruchsvolle Antworten einsetzen soll. Die Schaltfläche wird Free- und Go‑Nutzer:innen zusammen mit den unbegrenzten Text‑Chats in der kommenden Woche bereitgestellt.
GPT‑5.6 „Sol“: Präzisere Antworten für Plus- und Pro-Abos
Für zahlende Abonnent:innen mit Plus- oder Pro‑Tarif steht mit GPT‑5.6 „Sol“ ein angepasstes Modell bereit. OpenAI zufolge ist „Sol“ zuverlässiger bei Fakten und liefert stärker fokussierte Antworten, die näher an der eigentlichen Frage bleiben. Das Unternehmen ergänzt in ChatGPT zudem einen Regler, mit dem Ihr bestimmen könnt, wie viel „Nachdenken“ das Modell in eine Antwort investieren soll.
Über diesen Schieberegler lässt sich die Tiefe der Ausgabe feiner steuern, etwa ob ChatGPT eher kurz und knapp reagieren oder ausführlicher argumentieren soll. Gleichzeitig hat OpenAI das Detailniveau des Modells überarbeitet, um zu vermeiden, dass ChatGPT zusätzliche Informationen liefert, wenn diese für die konkrete Frage nicht erforderlich sind.
GPT‑5.6 „Sol“ soll außerdem unnötige Formatierungen vermeiden und stattdessen dann korrigierend eingreifen, wenn eine einfache Zustimmung nicht hilfreich wäre. Laut OpenAI macht das Modell weniger Fehler, insbesondere wenn Antworten von Daten, Zahlen, Quellen, Regeln oder Annahmen abhängen. Die Aktualisierung auf „Sol“ betrifft ausschließlich die Chat‑Funktion; die Varianten für Work und Codex bleiben unverändert.
Einheitlicheres Verhalten und Verfügbarkeit auf Apple‑Geräten
OpenAI hat außerdem die sogenannten Sofort‑ und Denk‑Erfahrungen von ChatGPT angeglichen. Ziel ist ein konsistenter Tonfall und ein gleichbleibendes Verhalten, damit sich ein Wechsel zwischen schnellen und gründlicheren Modi nicht wie ein Sprung zu einem andersartigen Modell anfühlt.
Plus- und Pro‑Abonnent:innen können GPT‑5.6 „Sol“ und den neuen Regler zur Steuerung des Denkaufwands ab sofort in ChatGPT nutzen. Für kostenlose sowie Go‑Konten wird GPT‑5.6 „Luna“ im Laufe dieser Woche als Standardmodell ausgerollt. Die unbegrenzten Text‑Chats und die „Denken“-Schaltfläche folgen in der nächsten Woche.
Alle beschriebenen Änderungen gelten für die ChatGPT‑App auf iPhone, iPad und Mac. Nutzer:innen dieser Plattformen erhalten die neuen Funktionen damit direkt in den entsprechenden Anwendungen.
