Booking.com hat bestätigt, dass Unbekannte auf persönliche Daten von Kund:innen zugreifen konnten. Der Konzern informiert aktuell Betroffene über den Vorfall.
Welche Daten bei Booking.com betroffen sind
Nach Angaben von Booking.com könnten Namen, E-Mail-Adressen, physische Adressen, Telefonnummern und Buchungsdetails abgeflossen sein. Kund:innen berichten online, dass sie entsprechende Benachrichtigungen des Unternehmens erhalten haben. In der Nachricht heißt es demnach, dass „unbefugte Dritte möglicherweise auf bestimmte Buchungsinformationen zu Eurer Reservierung zugreifen konnten“.
Laut dem Beitrag eines Reddit-Nutzers listet Booking.com in der Mitteilung die potenziell betroffenen Datenarten auf. Dazu gehören die genannten Kontaktdaten, Informationen zur Reservierung sowie „alles, was Ihr mit der Unterkunft geteilt habt“. Mehrere andere Nutzer:innen bestätigten auf Reddit, dass sie dieselbe Nachricht erhalten haben.
Phishing-Angriffe mit echten Buchungsdaten
Der Reddit-Nutzer, der die Benachrichtigung veröffentlicht hat, berichtete TechCrunch von einer Phishing-Nachricht über WhatsApp vor rund zwei Wochen. Diese Nachricht enthielt nach seinen Angaben konkrete Buchungsdetails und persönliche Informationen. Das deutet darauf hin, dass Angreifer die erlangten Daten nutzen, um Booking.com-Kund:innen gezielt zu kontaktieren.
Eine Sprecherin von Booking.com, Courtney Camp, erklärte gegenüber TechCrunch, das Unternehmen habe „verdächtige Aktivitäten festgestellt, bei denen unbefugte Dritte auf bestimmte Buchungsinformationen einiger unserer Gäste zugreifen konnten“. Nach der Entdeckung habe Booking.com Maßnahmen ergriffen, um den Vorfall einzudämmen. Für die betroffenen Reservierungen seien die PIN-Nummern geändert und die Gäste informiert worden.
Wie viele Kund:innen insgesamt betroffen sind und eine Benachrichtigung erhalten haben, ließ die Sprecherin offen. Konkrete Nachfragen von TechCrunch dazu beantwortete sie nicht. Gegenüber der britischen Zeitung The Guardian erklärte Booking.com zudem, dass keine Finanzdaten abgegriffen worden seien.
Frühere Sicherheitsprobleme im Umfeld von Hotels
Bereits 2024 hatte TechCrunch berichtet, dass Angreifer Computer mehrerer Hotels mit einfach erhältlicher Spionagesoftware, sogenannter Stalkerware, infiziert hatten. In einem Fall war eine betroffene Person im Verwaltungsportal von Booking.com eingeloggt, als die Stalkerware PcTattleTale einen Screenshot des Bildschirms erstellte. Diese frühere Recherche zeigt, dass Systeme im Hotelumfeld bereits zuvor ein Ziel für Angriffe waren.
Laut Website des Unternehmens haben seit 2010 insgesamt 6,8 Milliarden Kund:innen über Booking.com Hotelzimmer und Unterkünfte gebucht. Angesichts dieser Dimensionen ist unklar, wie groß der jetzt bestätigte Vorfall im Verhältnis zur gesamten Kund:innenbasis ist. Konkrete Zahlen oder weitere Details liegen dazu bislang nicht vor.
Via: https://techcrunch.com
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