Für den Mac mini mit M4 und M4 Pro gibt es bereits einige kreative „Verpackungen“. Während die einen dafür sorgen, dass der Mini wie ein Mac Pro aussieht, adressieren andere die Thematik der mehr Schnittstellen und die leichte Erreichbarkeit des Power-Knopfes. Auch wenn letzteres bei diesem Modell nicht gelungen zu sein scheint. Mit so einem Zubehör, dem Orico MiniDock, beschäftigen wir uns heute.
Der Orico Mini Desktop Stand ist im Grunde ein 10 Gb/s Hub für den Mac mini M4. Der Computer wird senkrecht oben reingestellt.
Chinatypisch kommt der kleine Stand im mit Plastikfolie umwickelten Karton. Diese Folierung ist eigentlich überflüssig, aber sehen wir es ihnen nach. Auch im Karton findet sich sehr viel Plastikverpackung. Hat man sich da durchgewühlt findet man den eigentlichen Hub. Dazu gleich mehr. Außerdem ein 10Gb/s USB-C-Datenkabel und je nach Version ein Kit zur Montage einer NVMe-SSD an der Unterseite.
Möchte man den Hub mit einer NVMe-SSD ausrüsten, muss man diese auf der Unterseite einlegen. Der Deckel für den Slot ist aus Metall, während der Rest der Unterseite Kunststoff gefertigt ist. Die NVMe schraubt man mit der beiliegenden Schraube fest und montiert das ebenfalls beiliegende Kühlpad. Das soll die Wärme de SSD an den Metalldeckel abgeben. Dabei werden ein paar thermodynamische Grundlagen ignoriert. Denn Wärme steigt bekanntlich nach oben. Die Kühlung und der Metalldeckel der SSD sind aber nach unten ausgerichtet. Es muss sich im Betrieb zeigen, wie effektiv das funktioniert.
Der Mac mini M4 wird anschließend einfach in das Gehäuse gestellt. Am besten so, dass seine hinteren Ports nach links zeigen. Denn dann verbindet man einen der Ports des Mac mini mittels des Datenkabels mit dem Eingang „PC IN“ des Hubs. Nun hat man nicht nur Zugriff auf den eben eingebaute NVMe, sondern auch auf zwei USB-A-Ports mit 10 Gb/s. Außerdem einen SD- und einen Micro-SD-Slot. Dazu kommt noch ein 3,5mm Klinkenbuchsen-Audio-Ein- und Ausgang zum Beispiel für ein Headset.
Im Grunde bekommt man also ein paar USB-A-Ports eine Audiobuchse und einen SD-karten-Slot. Die NVMe wird ebenfalls, kontruktionsbedingt, mit 10 Gb/s angesprochen. Das ist in vielen Fällen natürlich ausreichend. Vielleicht kann man auf diese Weise Time-Machine-Backups erstellen. Einen Ausgleich für den durch den Hub belegten USB-C-Port am Mac mini bekommt man nicht. Der Hub hat aber immerhin einen weiteren USB-C-Port mit 5V und maximal 3A zum Laden von Geräten.
Steckt der Mac mini M4 erst mal im Hub, sitzt er einigermaßen fest, aber nicht zu fest. Er lässt sich immer noch leicht entnehmen. Das Apple-Logo zeigt dann nach links, das ist ein bisschen seltsam, aber man gewöhnt sich an alles. Der Ein-/Ausschalter ist bei dieser Anordnung allerdings nicht gut erreichbar. Er befindet sich unten links hinter der Haltelasche. Da hat Orico offenbar nicht richtig nachgedacht. Eine Aussparung wäre dort wohl sinnvoll gewesen. Damit ist er einfach zu erreichen, wenn man den Mini doch mal ausschalten möchte. Ja, man kann den Mac mini in diesem Fall um 180 Grad drehen. Dann sitzt das USB-Verbindungskabel aber sehr stramm. Es ist auch nicht so, dass ich den Mini falsch eingesetzt hätte. Selbst die Produktfotos zeigen die gleiche Ausrichtung. Nun gut, der Schalter ist bei den meisten Leuten eh nicht so wichtig.
Das Orico Mini Dock für den Mac mini M4 und M4 Pro ist ein praktischer kleiner Hub, der dem Mini einen passenden Standfuss bietet. Gerade die Version mit dem NVMe-Slot ist ganz praktisch, weil auf diese Weise automatische Backups über Time Machine einfacher werden. Warum man nicht über eine Aussparung für den Powerknopf nachgedacht hat, erschließt sich mir allerdings nicht. Was das thermische Verhalten der NVMe angeht, muss sich der Hub im Dauertest beweisen.
Auf jeden Fall verbraucht der Mac mini mit M4 oder Mac mini mit M4 Pro weniger Platz auf dem Schreibtisch, weil die Grundfläche kleiner geworden ist. Wer viel mit Videos arbeitet und häufig SD-Karten benötigt, bekommt damit einen leichten Zugriff auf diese Slots. Alle Ports (bis auf einen), die der Mac mini selber bietet sind weiterhin gut erreichbar.
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Es gibt das Gerät auch mit einer bereits eingebauten SSD mit 2TB Kapazität.
Zur Transparenz sei gesagt, dass wir diesen Hub für diesen Artikel von Orico kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben. Unsere Meinung bleibt davon unberührt.
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