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Artemis-II-Flugtag 3: Crew verzichtet auf Kurskorrektur und bereitet Mondvorbeiflug vor

Artemis II Flugtag 3

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Die Artemis-II-Mission hat an Flugtag 3 wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Mond erreicht. Während der Kurs im All stabil bleibt, bereitet die Crew die Orion-Kapsel intensiv auf den anstehenden Mondvorbeiflug vor.

Erster Kurskorrekturburn gestrichen, Flugbahn im Soll

Nach dem erfolgreichen Einschuss in die Mondtransferbahn am 2. April und einer rund achtstündigen Ruhephase startete die Artemis-II-Crew in ihren zweiten vollen Tag im All. Mit Abschluss des Trans-Lunar-Impulses wurden die NASA-Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut Jeremy Hansen zu den ersten Menschen seit dem Apollo-Programm 1972, die die Erdumlaufbahn verlassen haben. Das Team im Missionskontrollzentrum im Johnson Space Center in Houston weckte die Crew um 13 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste mit dem Song „…In a Daydream“ der Freddy Jones Band und leitete damit einen dicht gefüllten Arbeitstag ein.

Geplant war für Freitag zunächst der erste ausgehende Kurskorrekturburn (Outbound Trajectory Correction, OTC) um 18:49 Uhr, der mit einer Dauer von etwa acht Sekunden die Geschwindigkeit von Orion um 0,7 Fuß pro Sekunde verändern sollte. Diese Zündungen dienen dazu, nach großen Manövern die Flugbahn der Kapsel fein nachzujustieren, damit Orion exakt den vorgesehenen Punkt im Raum für die weitere Mondmission erreicht. Die Flugleitung in Houston entschied jedoch, den ersten Kurskorrekturburn zu streichen, da sich Orion bereits auf einer präzisen Trajektorie für den geplanten Mondvorbeiflug am Montag, 6. April, befindet. Etwaige notwendige Anpassungen können laut Missionsplanung in spätere Korrekturburns verlagert werden.

Vorbereitung auf wissenschaftliche Mondbeobachtungen

Während Orion sich weiter von der Erde entfernt, wählt das lunare Wissenschaftsteam im Kontrollzentrum geologische Strukturen auf der Mondoberfläche aus, die die Crew beim Umflug beobachten kann. Während der etwa sechs Stunden langen Beobachtungsphase am Montag werden Sonne, Mond und Raumfahrzeug so zueinander ausgerichtet sein, dass rund 20 Prozent der erdabgewandten Mondseite von der Sonne beleuchtet sichtbar werden. Dazu gehören auch Merkmale, die noch nie mit bloßem Auge aus dem All betrachtet wurden, etwa das vollständige Orientale-Becken sowie die Krater Pierazzo und Ohm.

Im Inneren der Orion-Kapsel üben die vier Astronaut:innen, die Kabine für diese Beobachtungen vorzubereiten. In einem Raum von ungefähr der Größe von zwei Kleinbussen verstauen sie Ausrüstung, richten Kameras ein und proben die Bewegungsabläufe in Schwerelosigkeit. Die Crew konfiguriert ihre Handkameras mit Objektiven von 80–400 Millimetern sowie 14–24 Millimetern, die beim Mondvorbeiflug zum Einsatz kommen sollen. Laut NASA-Astronautin Christina Koch kann die Besatzung den Mond bereits jetzt durch die Andockluke sehen und beschreibt diesen Anblick als besonders eindrucksvoll.

Gesundheit, Notfallprozeduren und Kommunikationstest

Neben den Flug- und Vorbereitungsarbeiten stehen medizinische und technische Demonstrationen auf dem Programm. Die Crew führt ein CPR- und Heimlich-Manöver-Training durch, um Wiederbelebungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen in der Enge des Raumschiffs zu erproben. Zudem absolvieren alle vier Astronaut:innen regelmäßige Trainingseinheiten mit dem Schwungradgerät an Bord von Orion, um ihre kardiovaskuläre Fitness auf dem Weg in den tiefen Weltraum zu erhalten.

Im weiteren Verlauf des Tages testet Christina Koch das Notfall-Kommunikationssystem von Orion über das Deep-Space-Netzwerk. Dabei wird überprüft, wie zuverlässig die Verbindung funktioniert, während sich das Raumfahrzeug immer weiter von der Erde entfernt. Das optische Kommunikationssystem von Orion hat sich dabei bereits mit seinen beiden US-Bodenstationen verbunden und hochauflösende Videos sowie andere Missionsdaten zur Erde übertragen. Diese Daten wurden unmittelbar an die Missionskontrolle in Houston weitergeleitet. Die NASA kündigt an, die Crew gegen 3 Uhr Central Daylight Time in die Ruhephase zu schicken und sie am Samstag um 11:35 Uhr zur Aufnahme von Flugtag 4 zu wecken. Aktuelle Bilder und Live-Berichte zur Artemis-II-Mission stellt die NASA über ihre Multimedia-Seiten und Social-Media-Kanäle zur Verfügung.

Via: www.nasa.gov · www.nasa.gov · www.nasa.gov
Titelbild: Nasa

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Tags: Deep-Space-Kommunikation, Johnson Space Center, Nasa, Raumfahrt, Orion, Artemis II, Mondvorbeiflug, Astronaut:innen, Kurskorrektur

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