Der neue Apple‑Chip A20 Pro erreicht im Benchmark Geekbench 7 Rekordwerte und liegt bei der Single‑Core‑Leistung deutlich vor aktuellen Desktop‑CPUs von AMD und Intel. Gleichzeitig steigert Apple die Performance gegenüber dem direkten Vorgänger A19 Pro spürbar.
Deutlicher Leistungssprung gegenüber A19 Pro
Der A20 Pro ist ein System-on-Chip (SoC) mit zwei Performance- und vier Effizienz-Kernen (2P+4E) und erreicht Taktraten von bis zu 4,93 GHz. In einer frühen Geekbench‑7‑Einreichung erzielt der Chip 4.006 Punkte im Single‑Core- und 11.460 Punkte im Multi‑Core-Test. Damit liegt er 23,3 Prozent (Single-Core) und 27,1 Prozent (Multi-Core) über dem A19 Pro. Die Quelle weist darauf hin, dass es sich um frühe Werte handelt, die nicht zwingend die Leistung finaler Geräte widerspiegeln.
Im Vergleich zu früheren iPhone‑SoCs fällt der Generationssprung so stark aus wie seit Jahren nicht mehr. Ausgehend vom A16 Bionic über A17 Pro, A18 Pro und A19 Pro steigert Apple die Single‑Core‑Leistung jeweils im einstelligen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich, während der A20 Pro nun um 23,3 Prozent zulegt. Auf Multi‑Core‑Ebene wächst die Leistung über diese Generationen hinweg von 6.600 Punkten (A16 Bionic) auf 11.460 Punkte (A20 Pro).
In der Desktop‑Klasse übertrifft der A20 Pro im Single‑Core‑Benchmark AMDs Ryzen 9 9950X3D (16 Kerne) um 26 Prozent und Intels Core i9‑14900KS um 32 Prozent. In Multi‑Thread‑Tests bleiben diese Desktop‑CPUs mit 21.145 bis 30.428 Punkten jedoch weit vor dem sechskernigen Smartphone‑Chip.
Vergleich mit anderen Smartphone- und Laptop‑CPUs
Unter den Smartphone‑SoCs liegt der A20 Pro im Geekbench‑7‑Single‑Core‑Test vor allen genannten Konkurrenten. Gegenüber Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen5 (SM8850) und Xiaomis XRing O3 beträgt der Vorsprung 31,5 bis 33,7 Prozent. Beide kommen damit in etwa auf das Niveau von Apples zwei Jahre altem A18 Pro. Im Multi‑Core‑Benchmark liegt der A20 Pro 12,2 Prozent vor dem achtkernigen Snapdragon‑SoC, während er bei der Gesamtpunktzahl auf Augenhöhe mit dem zehnbestückten XRing O3 arbeitet.
Gegen weitere Flaggschiff‑SoCs fällt der Vorsprung teils noch größer aus: MediaTeks Dimensity 9400 liegt im Single‑Core‑Test 76 Prozent und im Multi‑Core‑Test 48 Prozent hinter dem A20 Pro. Googles Tensor G5 unterschreitet die Werte des Apple‑Chips um 99 Prozent (Single‑Core) und 95,6 Prozent (Multi‑Core). Am größten ist der Abstand zu Huaweis Kirin 9050 Pro mit 290 Prozent weniger Single‑Core‑ und 139 Prozent weniger Multi‑Core‑Leistung.
Auch im Vergleich mit Laptop‑CPUs ordnet sich der A20 Pro hoch ein. In der Single‑Core‑Leistung übertrifft er Apples M5‑Chip um 7 Prozent, den M4 um 20 Prozent und den M3 um 43 Prozent. Im Multi‑Core‑Test liegt er wegen der geringeren Kernzahl 39 Prozent hinter dem M5 und 27 Prozent hinter dem M4, aber nur 5 Prozent hinter dem M3.
Verglichen mit Intels Panther‑Lake‑Generation liegt der A20 Pro beim Single‑Core‑Score 48,7 Prozent vor dem Core Ultra X9 388H. Der 16‑Kern‑Chip erreicht im Multi‑Core‑Benchmark allerdings 63 Prozent mehr Punkte. Gegen die kleineren Core Ultra 5 325 und 332 ist der A20 Pro im Single‑Core‑Test 74 bis 88 Prozent schneller und liegt im Multi‑Core‑Test 3 beziehungsweise 64 Prozent vorn.
Erster 2‑nm‑Smartphone‑Chip mit „Super‑Kernen“
Der A20 Pro ist Apples erster Smartphone‑SoC, der im 2‑nm‑Verfahren (TSMC N2) gefertigt wird. Zuvor war der A19 Pro noch auf TSMCs N3P‑Prozess produziert worden. Der Wechsel auf das 3‑nm‑Verfahren (N3B) beim A17 Pro hatte 2023 nur moderate Zuwächse von 9,8 Prozent (Single‑Core) und 6,8 Prozent (Multi‑Core) gegenüber dem A16 Bionic gebracht. Mit N2 fällt der Sprung nun deutlich größer aus.
Der A20 Pro setzt weiterhin auf insgesamt sechs Kerne, enthält aber zwei „Super“-Kerne in Desktop‑Klasse mit bis zu 4,93 GHz sowie vier Effizienzkerne mit niedrigeren Taktraten. Die Speicheranbindung bietet laut Quelle 50 Prozent mehr Bandbreite als beim A19 Pro, mutmaßlich über ein 96‑Bit‑Interface. Apple hatte ähnliche „Super‑Kerne“ bereits im M5 beschrieben, mit höherer Frontend‑Bandbreite, neuer Cache‑Hierarchie und verbesserter Sprungvorhersage.
Den Beobachtungen zufolge liegt die Single‑Core‑Leistung des A20 Pro um 7,1 Prozent über der des M5, bei gleichermaßen 7,1 Prozent höherem Takt, was darauf hindeutet, dass Apple im A20 Pro dieselben Kern‑Designs wie im M5 einsetzt. Durch den Einsatz solcher Desktop‑Kerne in einem Smartphone‑SoC erweitert Apple die Einsatzmöglichkeiten seiner A‑Serie, die auch in iPads und günstigeren Laptops zum Einsatz kommt.
Die aktuelle Analyse konzentriert sich auf CPU‑Leistung und Speicherbandbreite. Details zu GPU, NPU und weiteren Komponenten des A20 Pro stehen noch aus und sollen in den kommenden Wochen bekannt werden.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: tomshardware.com
