Mehrere Berichte deuten auf das bislang größte Update für die Apple Watch Ultra hin. Gleichzeitig arbeitet Apple an einer neuen Blutdruck-Funktion, die derzeit von der US-Arzneimittelbehörde geprüft wird.
Apple Watch Ultra 4: Erstes großes Redesign seit 2022
Laut einem Bericht von Digitimes, den unter anderem AppleInsider und 9to5Mac aufgreifen, steht die Apple Watch Ultra 4 vor einem umfassenden Redesign. Marktbeobachter:innen sprechen von einem „großen“ beziehungsweise „vollständigen“ Redesign, das sich sichtbar vom bisherigen Design unterscheiden soll. Es wäre die erste größere Überarbeitung seit dem Start der ersten Apple Watch Ultra im Jahr 2022.
Die zweite Generation von 2023 brachte vor allem ein helleres Display, 2024 beschränkte sich Apple auf eine zusätzliche schwarze Farbvariante neben Silber. Die Apple Watch Ultra 3 von 2025 galt ebenfalls als eher kleines Update und ergänzte hauptsächlich die Unterstützung für 5G. Vor diesem Hintergrund wird die Ultra 4 als deutlich größerer Schritt eingeordnet.
Apple dürfte die neue Generation voraussichtlich im Rahmen des iPhone-Events im September 2026 vorstellen. Digitimes berichtet, dass der langjährige Sensorpartner Taiwan-Asia Semiconductor Corporation (TASC) bereits ab Juli mit Großaufträgen rechnet, was zum üblichen Produktionszeitplan vor einer Herbstvorstellung passt.
Doppelt so viele Sensoren und deutlicher Schub für Zulieferer TASC
Ein zentrales Element des Updates soll ein umfangreiches Sensor-Upgrade sein. Digitimes hatte bereits im August 2025 berichtet, dass die Zahl der Sensoren in der Apple Watch verdoppelt werden soll. Der neue Bericht bestätigt nun eine „signifikante Aufrüstung der Sensorfunktionen“ für die High-End-Modelle in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Welche Sensoren konkret dazukommen, bleibt offen. In den Berichten wird nicht spezifiziert, welche Messwerte neu erfasst werden sollen. Es liegt nur nahe, dass es sich wie bisher im Wesentlichen um Gesundheitsfunktionen handelt. TASC, seit Langem exklusiver Sensorzulieferer für Apple, wird als großer Profiteur des Upgrades genannt. Der Bericht geht davon aus, dass die neue Generation zu bis zu 20 bis 30 Prozent mehr Bestellungen führen könnte als das aktuelle Ultra-Modell.
Apple arbeitet seit Jahren mit TASC auch an nichtinvasiver Blutzuckerüberwachung für die Apple Watch. Dieses Projekt wird im aktuellen Bericht erneut erwähnt, allerdings ohne Details, Zeitplan oder konkrete Aussagen zu einem Durchbruch. Der Fokus liegt klar auf der Ultra 4 und ihren neuen Sensoren.
Neue Blutdruck-Benachrichtigung in FDA-Prüfung
Parallel zu den Hardware-Gerüchten beschreibt Digitimes eine neue Funktion rund um Bluthochdruck. watchOS 26 hatte bereits im Herbst Hypertonie-Warnungen auf die Apple Watch gebracht, die Nutzer:innen über mögliche Bluthochdruckwerte informieren. Nun soll laut Digitimes eine zusätzliche „Benachrichtigungsfunktion für hohen Blutdruck“ in Arbeit sein, die sich in irgendeiner Form von der bestehenden Hypertonie-Funktion unterscheidet.
Diese neue Funktion ist demnach noch nicht öffentlich verfügbar, sondern befindet sich aktuell in Prüfung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Wie genau sie arbeitet, worin der Unterschied zu den bisherigen Hypertonie-Hinweisen liegt und wann sie starten könnte, bleibt offen. Der Bericht nennt keinen konkreten Termin, stellt die Funktion jedoch in einen Zusammenhang mit den kommenden Apple-Watch-Modellen, einschließlich der Apple Watch Ultra 4.
Im Anschluss verweist Digitimes auf die „nächste Phase“ der Entwicklung, die sich auf nichtinvasive Blutzucker-Messung und weitere Funktionen konzentrieren soll. Auch hier wird betont, dass entsprechende Funktionen der Genehmigung durch Behörden unterliegen. Aussagen zum Stand der Entwicklung oder zu möglichen Markteinführungen werden nicht gemacht.
Via: appleinsider.com · 9to5mac.com
