Apple blendet in Apple Creator Studio jetzt einen deutlichen Hinweis ein, wenn Eure KI-Eingaben an Google-Server gesendet werden. Die Funktion ist klar von Apple Intelligence und den Apple Foundation Models getrennt.
Apple Intelligence basiert auf den Apple Foundation Models, die auf Eurem iPhone und in Apples Private-Cloud-Compute-Servern laufen. Diese Technik ist von den Integrationen mit externen KI-Werkzeugen wie Google Cloud und ChatGPT getrennt. Sie nutzt weder Google-Dienste noch Google-Suche, Gemini-Assistent noch andere Google-Frameworks.
Nach dem Update auf die aktuelle Version von Apple Creator Studio sehen Nutzer:innen unter iOS 26 und iOS 27 ein neues Hinweisfenster. Dieses Pop-up informiert darüber, dass die eigene Eingabe an einen Server von Google Cloud gesendet wird, aber nicht für das Training von KI-Modellen verwendet werden darf. Der Hinweis ähnelt den Meldungen, die erscheinen, wenn Anfragen in früheren Versionen von Apple Intelligence an ChatGPT übermittelt wurden.
Apple stellt klar: Diese Verarbeitung ist kein Bestandteil von Apple Intelligence oder der Apple Foundation Models. Die Foundation-Modelle auf Eurem Gerät und in Apples Private-Cloud-Compute-Infrastruktur stammen vollständig von Apple. Zwar wurden die neuen Modelle ursprünglich auf Basis von Gemini-Frontier-Modellen und entsprechenden Servern entwickelt, in den ausgelieferten Versionen sind jedoch keine Google-Komponenten mehr enthalten.
Apple arbeitet zudem daran, besonders leistungsfähige Apple Foundation Models über Google-Server mit Nvidia-Grafikprozessoren bereitzustellen, ebenfalls über Private Cloud Compute. Diese von Google bereitgestellten Server werden dabei von Apple vollständig selbst verwaltet, vergleichbar mit der Nutzung von iCloud-Speicher auf AWS-Infrastruktur.
Wenn Ihr in Pages, Freeform oder anderen Apps von Apple Creator Studio Formen oder Bilder erzeugen lasst, kommt Google Cloud zum Einsatz. Vor dem Versand der Eingabe an Google erscheint der Hinweisdialog, den Ihr entweder bei jeder Nutzung bestätigen oder dauerhaft akzeptieren könnt.
Übermittelt wird in diesen Fällen ausschließlich der Text, den Ihr in die Eingabezeile schreibt, oder ein Bild, das Ihr zur Bearbeitung sendet. Wie bei der Integration von OpenAI ist Google vertraglich daran gebunden, die Eingaben weder zum Training eigener Modelle zu verwenden noch dauerhaft zu speichern.
Die Nutzung dieser externen KI-Funktionen ist auf Apple Creator Studio beschränkt. Wer Google Cloud vermeiden möchte, kann diese Funktionen also einfach nicht verwenden. Wer sie nutzt, erhält laut Apple dennoch eine private, auf die jeweilige Sitzung begrenzte Verarbeitung der Daten.
Da die KI-Funktionen von Apple Creator Studio auf externe Werkzeuge zugreifen, gelten feste Nutzungskontingente. In den App-Einstellungen zeigt Apple einen prozentualen Verbrauchswert für die KI-Nutzung an, der monatlich zurückgesetzt wird.
Für die Erstellung von Präsentationen nutzt Apple OpenAI und ChatGPT. Innerhalb des monatlichen Kontingents könnt Ihr etwa 50 Präsentationen mit jeweils 8 bis 10 Folien erzeugen. Google Cloud stellt ein ähnliches Kontingent für die Bilderzeugung bereit: monatlich sind 50 Bilder oder 250 Formen möglich.
Apple nennt weder eine konkrete Token-Anzahl pro Monat noch den Verbrauch pro Anfrage. Es liegt damit an Euch, Eingaben möglichst knapp zu halten und den eigenen Verbrauch im Auge zu behalten. Ein Support-Dokument zu diesen Funktionen betont erneut, dass keine der übertragenen Daten zum Training der zugrundeliegenden KI-Modelle verwendet wird.
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