News

iPhone 17 Pro Max in US-Zeitkapsel dürfte in 250 Jahren unbrauchbar sein

In den USA wurde ein iPhone 17 Pro Max in einer großen Zeitkapsel vergraben, die erst im Jahr 2276 wieder geöffnet werden soll. Nach Einschätzung von Expert:innen wird das Gerät dann kaum noch funktionsfähig sein.

Amerikas Zeitkapsel und das vergrabene iPhone

Die sogenannte Zeitkapsel Amerikas ist Teil der America250-Initiative und soll zum 500. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2276 wieder ausgegraben werden. Neben zahlreichen Objekten aus allen 50 Bundesstaaten wurde auch ein iPhone 17 Pro Max beigelegt, auf dem in der Notizen-App „digitale Artefakte“ für künftige Leser:innen hinterlegt sind.

In der Kapsel befinden sich physische Gegenstände, archivierte Dokumente und digitale Aufzeichnungen aus den gesamten Vereinigten Staaten. Zu den Gegenständen zählen unter anderem ein Taschenexemplar der US-Verfassung und ein Rosenkranz aus Edelstahl aus Puerto Rico. Das Taschenexemplar der Verfassung liegt ebenfalls in der Zeitkapsel Amerikas.

Die Zeitkapsel wiegt rund 900 Pfund und enthält neben Fotos und Dokumenten auch Objekte aus allen drei Gewalten der US-Regierung sowie aus allen Bundesstaaten und Territorien. Ergänzt wird dies durch Beiträge der beteiligten Institutionen, die den aktuellen Zustand der USA dokumentieren sollen.

Warum das iPhone vermutlich nicht mehr startet

Ein Bericht des Magazins „Forbes“ geht davon aus, dass das iPhone 17 Pro Max zum Zeitpunkt der Öffnung der Kapsel kaum nutzbar sein wird. Als zentrales Problem sehen Fachleute den Akku, denn Lithium-Ionen-Batterien bauen über lange Zeiträume hinweg unweigerlich ab. Die Batterie wird als „grundlegender Ausfallpunkt“ bezeichnet, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in der Lage sein wird, das Gerät mit Energie zu versorgen.

Hinzu kommen mögliche softwareseitige Hürden. Laut dem Bericht könnten Apples „restriktive Praktiken“, etwa das Einstellen der Unterstützung für sehr alte Modelle, verhindern, dass sich das iPhone überhaupt noch entsperren lässt – selbst wenn die Hardware den Zeitraum überstehen sollte. Ungewiss ist außerdem, ob in 250 Jahren noch Steckdosen, Ladegeräte und vergleichbare Energieversorgung mit derselben Spannung genutzt werden, die das Gerät voraussetzt. Ebenso offen bleibt, ob Apple-Server dann noch aktiv sind und notwendige Dienste bereitstellen.

Das Event „America Innovates“, bei dem die Zeitkapsel präsentiert wurde, wird gemeinsam von Forbes und America250 ausgerichtet. Unklar ist, ob die Aufnahme des Apple-Geräts als Kommentar zur oft kritisierten Geschäftsstrategie der „geplanten Obsoleszenz“ gedacht war, bei der Produkte auf eine begrenzte Lebensdauer ausgelegt sind. Vertreter:innen von America Innovates beantworteten eine Anfrage von CNET zur Einordnung zunächst nicht.

Symbolische Technik und gescheiterte Zeitkapseln

Technik in einer Zeitkapsel mag für die eigentliche Langzeitarchivierung wenig sinnvoll sein, kann aber als kultureller Spiegel dienen. Zwar werden die elektronischen Komponenten deutlich früher ausfallen, doch das Gerät dokumentiert, wie Gegenwartsgesellschaften ihren technischen Fortschritt verstanden haben.

Gleichzeitig ließe sich ergänzen, dass ein Hinweis sinnvoll wäre, wie sehr Menschen zum Zeitpunkt der Versiegelung an ein vermeintlich „endgültiges“ digitales Zeitalter glaubten. Die heute als hochmodern geltende Technik könnte in 250 Jahren nur noch als verklärter, nicht biologisch abbaubarer Plastikmüll wahrgenommen werden.

Fachleute weisen zudem darauf hin, dass Zeitkapseln aus mehreren Gründen problematisch für die Informationssicherung sind, etwa wegen Grundwasser. Ein Artikel aus dem Jahr 2019 stellte fest, dass 99 Prozent der ausgegrabenen Kapseln zerstört oder – womöglich noch enttäuschender – schlicht langweilig sind. „Etwas zu vergraben ist buchstäblich die schlechteste Methode, um es für kommende Generationen zu erhalten“, sagte der Blogger Matt Novak von Paleofuture gegenüber Mental Floss, „aber wir machen es weiterhin.“

Das nun vergrabene iPhone ist übrigens nicht das erste Apple-Produkt, das für spätere Zeiten im Boden verschwand. 2013 wurde eine lange verschollene „Steve-Jobs-Zeitkapsel“ wiederentdeckt, die 30 Jahre zuvor vergraben worden war. Darin befand sich unter anderem eine Apple-Maus des frühen Rechners Lisa, außerdem ein Sechserpack Balantine-Bier und ein Zauberwürfel. Der genaue Ort dieser Kapsel war drei Jahrzehnte lang in Vergessenheit geraten, bevor sie 2013 schließlich wieder ans Licht kam.

Via: https://www.cnet.com
Titelbild: America250.org

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

Fitness-KI erstellt Trainingspläne – was sie leisten kann und wo ihre Grenzen liegen

Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…

4. November 2026

Siri wird zur Entwicklerplattform – Apple Watch sorgt für Datenschutzfragen

Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…

4. November 2026

Apple Angebote des Tages – 04.11.2026

Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.

4. November 2026

WhatsApp schlägt auf Android und iOS aktuelle Medien vor

WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…

4. November 2026

Apple Fitness+ erweitert das Angebot um personalisierte Krafttrainingspläne fürs Fitnessstudio

Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…

4. November 2026

iOS 27.3 bringt das überarbeitete StandBy des iPhone Duo auf weitere iPhones

Mit der ersten Beta von iOS 27.3 erweitert Apple die überarbeitete StandBy-Ansicht des iPhone Duo auf weitere Modelle. Das Update…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen