Apple soll zwei interne MacBook-Projekte gestoppt haben, die das Notebook-Portfolio deutlich erweitert hätten. Betroffen sind laut einem Branchenbericht ein großes Falt‑MacBook und ein eigenständiges großes OLED‑Modell.
Geplantes Falt-MacBook und großes OLED-Modell eingestellt
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Omdia hat Apple die Arbeiten an einem Falt‑MacBook mit einer Displaydiagonale zwischen 16,1 und 18 Zoll im aufgeklappten Zustand eingestellt. Das Projekt tauchte zuvor bereits in Berichten aus der Lieferkette auf und war mehrfach verschoben worden. Zudem war intern wohl unklar, ob das Gerät letztlich als MacBook oder als großes, faltbares iPad eingeordnet werden sollte.
Parallel dazu soll ein zweites Gerät gestrichen worden sein. Omdia berichtet, dass Apple ein MacBook mit OLED‑Bildschirm im Bereich von 14,4 bis 16,1 Zoll geprüft hatte. Dieses Modell hätte eine zusätzliche Premium‑Stufe rund um die aktuell von den MacBook‑Pro‑Modellen belegten Größen etablieren können.
Vereinfachte Notebook-Strategie mit neuen OLED-Varianten
Statt diese beiden Produkte weiterzuverfolgen, richtet Apple seine künftige Notebook‑Strategie laut Bericht offenbar auf weniger, aber klarer voneinander abgegrenzte Modelle aus. Die Seite MacRumors meldet unter Berufung auf Omdia, dass Apple OLED‑Technik dennoch breiter über die MacBook‑ und iPad‑Familien hinweg ausbauen will, trotz der Absage an die zwei konkreten Projekte.
Ein möglicher Baustein dieser Planung ist ein völlig neues 13,8‑Zoll‑MacBook mit OLED‑Display. Dieses gemunkelte Gerät würde oberhalb des aktuellen MacBook Air mit LC‑Display, aber unterhalb der hochpreisigen OLED‑Notebooks von Apple positioniert. Kund:innen hätten damit eine zusätzliche Option, ohne dass ein größeres Modell zu nah an die MacBook‑Pro‑Geräte heranrückt.
Die bestehenden MacBook‑Pro‑Größen mit 14 und 16 Zoll gelten in diesem Szenario weiter als Kern der professionellen Notebook‑Reihe. Neue OLED‑Versionen dieser Modelle befinden sich Omdia zufolge in Entwicklung. Apple könnte die leistungsstärksten Konfigurationen dabei möglicherweise unter einer neuen Bezeichnung MacBook Ultra vermarkten.
Breiter Umbau der Mac-Familie in Vorbereitung
Die jetzt gemeldeten Projektstopps fallen in eine Phase, in der Apple offenbar an einer umfassenderen Neuausrichtung der Mac‑Produktlinie arbeitet. The Apple Post hatte bereits zuvor berichtet, dass über die kommenden zwei Jahre hinweg Aktualisierungen für große Teile des Portfolios geplant seien. Dazu zählen demnach MacBook Pro, MacBook Air, Mac mini, Mac Studio und iMac.
Konkrete Zeitpläne oder technische Details zu den gestrichenen oder neu geplanten Geräten gehen aus den aktuellen Berichten nicht hervor. Die Informationen stammen aus Analysen von Omdia sowie ergänzenden Angaben von MacRumors und wurden von Apple bislang nicht kommentiert.
