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Apple stopft Sicherheitslücke: Beats Studio Buds konnten Gespräche abhören

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Apple hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke in den drahtlosen Ohrhörern Beats Studio Buds geschlossen, über die Angreifer:innen Gespräche im Bluetooth-Umfeld mithören konnten. Das Problem wurde per Firmware‑Update behoben.

Bluetooth-Schwachstelle CVE‑2025‑20701 im Detail

Die Schwachstelle wurde 2025 von den Sicherheitsforschern Dennis Heinze und Frieder Steinmetz von ERNW entdeckt. Sie läuft unter der Kennung CVE‑2025‑20701 und erhielt einen Schweregrad von 8,8 von 10 Punkten, also „hoch“. Laut den Forschern beruhte der Fehler auf fehlender Authentifizierung im Bluetooth‑Funkstandard BR/EDR. Sie veröffentlichten zudem einen Proof‑of‑Concept‑Exploit, der zeigt, wie Angreifer:innen Anrufe initiieren und Gespräche mithören konnten, solange sie sich in Bluetooth‑Reichweite befanden.

Die Forschenden erklärten, dass Angreifer:innen in den meisten Fällen die Kopfhörer vollständig per Bluetooth übernehmen konnten. Eine vorherige Authentifizierung oder Koppelung war dafür nicht erforderlich. Die Lücken ließen sich über Bluetooth BR/EDR oder Bluetooth Low Energy (BLE) ausnutzen, allein die Nähe im Funkbereich genügte. Darüber hinaus sei es möglich gewesen, den Arbeitsspeicher (RAM) und den Flash‑Speicher des Geräts zu lesen und zu beschreiben.

Die Sicherheitsforscher konnten außerdem den Anrufverlauf und gespeicherte Kontakte auslesen. Nachdem sie die Bluetooth‑Schlüssel aus dem Speicher eines verwundbaren Geräts extrahiert hatten, gelang es ihnen sogar, selbstständig eine Rufnummer zu wählen. Sie betonten, dass der Umfang der möglichen Befehle vom jeweiligen Mobilbetriebssystem abhängt, aber alle großen Plattformen zumindest das Starten und Entgegennehmen von Anrufen unterstützen.

Komplexe Angriffe, aber hohes Risiko für bestimmte Ziele

Gleichzeitig wiesen Heinze und Steinmetz darauf hin, dass reale Angriffe komplex umzusetzen seien. Wegen des technischen Aufwands und der notwendigen räumlichen Nähe dürften vor allem besonders lohnende Ziele in den Fokus geraten. Zusätzlich demonstrierte das Team, dass sich die Schwachstelle mit zwei weiteren Lücken im gleichen Bauteil (CVE‑2025‑20700 und CVE‑2025‑20702) verketten ließ. Über das Bluetooth‑Freisprechprofil (Hands‑Free‑Profil, HFP) konnten so weitere Befehle an das verbundene Smartphone übermittelt werden.

Firmware‑Update 1B211 schließt die Lücke

Apple hat inzwischen eine neue Sicherheitsmeldung veröffentlicht und bestätigt, dass ein Patch für die Schwachstelle bereitsteht. In der Mitteilung heißt es, ein:e Angreifer:in in Bluetooth‑Reichweite könne über das Mikrofon eines Geräts mithören, das noch nicht gekoppelt sei und aktiv nach Koppelungsanfragen suche. Es handele sich um eine Schwachstelle in Open‑Source‑Code, von der auch Apple‑Software betroffen sei, die CVE‑Kennung sei von einer Drittpartei vergeben worden.

Behoben wurde das Problem mit der Beats‑Firmware‑Version 1B211. Das Update wird automatisch installiert, sobald Nutzer:innen ihre Beats Studio Buds das nächste Mal mit einem iPhone, iPad oder Mac koppeln. Über weitere Bedingungen oder Einschränkungen beim Update informiert Apple in dem Hinweis nicht.

Via: https://www.techradar.com

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Tags: CVE‑2025‑20701, Apple, Bluetooth, Sicherheitslücke, Beats Studio Buds, Abhören, Firmware-Update

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