Apple beginnt morgen eine mehrtägige Produkteinführung, bei der mehrere neue Geräte erwartet werden. Im Mittelpunkt steht ein neues, günstigeres MacBook, das die MacBook-Familie neu sortieren dürfte.
Drei Tage Apple-Ankündigungen ab 2. März
Apple-Chef Tim Cook hat für die Woche eine „große Woche“ angekündigt, die am Montag, 2. März, starten soll. Berichte gehen von einer dreitägigen Serie an Produktankündigungen von Montag bis Mittwoch, 2. bis 4. März, aus. Insgesamt sollen mindestens fünf neue Produkte vorgestellt werden, darunter ein günstigeres MacBook und ein iPhone 17e.
Als weitere Kandidaten gelten ein iPad Air mit M4-Chip, ein iPad 12 mit A18-Chip und Unterstützung für Apple Intelligence, ein MacBook Air mit M5-Chip sowie MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max. Zudem warten viele auf Aktualisierungen für Apple TV und den HomePod mini, wobei unklar ist, ob diese bereits in dieser Woche erscheinen.
Zum Abschluss der Launch-Woche lädt Apple ausgewählte Journalist:innen und Creator:innen zu einer „Apple Experience“ am Mittwoch, 4. März, um 9 Uhr Eastern Time in New York, London und Shanghai ein. Dort sollen die Teilnehmenden voraussichtlich die neuen Produkte aus der Woche vor Ort ausprobieren können.
Neues Einstiegs-MacBook: Technische Daten und Preisrahmen
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein neues, preisgünstigeres MacBook, über das seit fast einem Jahr spekuliert wird. Das Gerät soll laut Berichten von Bloomberg und 9to5Mac mit einem A18-Pro-Chip aus der iPhone-16-Pro-Reihe ausgestattet sein und damit auf einem iPhone-Prozessor statt auf einem klassischen Mac-Chip basieren. Erwartet wird ein etwas kleineres 12,9-Zoll-Display mit geringerer Helligkeit und ohne True-Tone-Unterstützung.
Das Gehäuse soll aus Aluminium bestehen und in mehreren auffälligen Farbvarianten erscheinen. Bei Arbeitsspeicher und Speicherplatz rechnet die Gerüchteküche mit 8 GB RAM sowie reduzierten Optionen von 256 GB und 512 GB. Apple positioniert das Gerät intern als „unglaublichen Gegenwert“ und geht laut Mark Gurman davon aus, dass es viele Umsteiger:innen von Windows-Notebooks und Chromebooks anziehen könnte. Auch iPhone-Nutzer:innen ohne bisherigen Computer sollen so zum ersten Mac greifen.
Zur Preisgestaltung gibt es widersprüchliche Hinweise: Frühere Berichte sehen den Einstieg zwischen 699 und 799 US‑Dollar (rund 645 bis 735 Euro), später war von bis zu 749 US‑Dollar (etwa 690 Euro) die Rede. 9to5Mac nennt zudem eine mögliche Untergrenze von 599 US‑Dollar (circa 555 Euro). Der genaue Preis auch die Euro-Verkaufspreise stehen damit noch nicht fest.
Auswirkungen auf MacBook Air und Mac-Line-up
Der neue Preisanker unterhalb von 1.000 US‑Dollar (rund 920 Euro) dürfte das bisherige Gefüge der MacBook-Reihe spürbar verändern. Bisher besetzt das MacBook Air die Rolle des Einstiegsmodells mit dem günstigsten Preis, den schwächeren Chips und dem einfacheren Display. Ein deutlich günstigeres MacBook mit schwächerem Chip, aber ähnlicher Mobilität und Akkulaufzeit würde das Air in eine klarere Mittelklasse-Position schieben.
Analysen verweisen insbesondere auf das Display als Schwachpunkt des MacBook Air im Vergleich zum MacBook Pro. Das 13‑Zoll‑LED‑Display des Air mit 2.560 × 1.664 Pixeln und 500 Nits Helligkeit liegt hinter dem 14‑Zoll‑MacBook‑Pro‑Display mit 3.024 × 1.964 Pixeln, Mini‑LED‑Technik, bis zu 1.000 Nits im Alltag und 1.600 Nits für HDR sowie ProMotion mit bis zu 120 Hertz. Das Air bleibt bei 60 Hertz, was seine Rolle als klar budgetorientierte Wahl unterstreicht.
Marktprognosen rechnen dem Einstiegs-MacBook erhebliches Potenzial zu. Ein früherer Bericht geht davon aus, dass dieses Modell 2026 rund 25 Prozent der mobilen Mac-Umsätze ausmachen könnte. Apple bereitet sich dem Vernehmen nach auf hohe Nachfrage vor und warnt Retail-Mitarbeitende vor möglichen längeren Arbeitszeiten ähnlich einem iPhone-Launch. In den Stores soll es einen ganzen Tisch geben, der einem der neuen Produkte gewidmet ist – voraussichtlich dem neuen günstigen MacBook.
Wie stark das Interesse zum Verkaufsstart tatsächlich ausfallen wird, ist offen. Einige Beobachter:innen erwarten eher einen allmählichen Erfolg, während Apple intern offenbar von einem sehr starken Start ausgeht.
Via: www.macrumors.com · wccftech.com · www.macworld.com · 9to5mac.com
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