Apple hat für macOS Tahoe 26.6.1, macOS Sequoia 15.7.9 und macOS Sonoma 14.8.9 Sicherheitsupdates veröffentlicht, die eine Lücke in der Bildschirmfreigabe schließen. Die Updates werden für alle unterstützten Macs empfohlen.
Hintergrund zur Bildschirmfreigabe-Sicherheitslücke
Die Updates für Tahoe, Sequoia und Sonoma beheben dieselbe Schwachstelle im Dienst „Bildschirmfreigabe“. Laut Apples Sicherheitsnotizen konnte sich ein Angreifer im selben Netzwerk unter Umständen ohne gültige Zugangsdaten an der Bildschirmfreigabe authentifizieren. Apple beschreibt das Problem als Authentifizierungsfehler, der durch eine verbesserte Zustandsverwaltung behoben wurde.
Die Schwachstelle wird unter der Kennung CVE‑2026‑65400 geführt und wurde von Alfredo Pesoli (@__rev) über Bynario Atlas gemeldet. Apple macht keine Angaben dazu, dass die Lücke bereits aktiv ausgenutzt wurde. Es handelt sich um ein reines macOS-Problem, es gibt keine begleitenden Aktualisierungen für iOS oder iPadOS.
Die Aktualisierungen tragen die Buildnummern 25G76 für macOS Tahoe 26.6.1, 24G830 für macOS Sequoia 15.7.9 und 23J631 für macOS Sonoma 14.8.9. Sie erscheinen gut eine Woche nach der Freigabe von macOS Tahoe 26.6. Das Update wird allen Benutzer:innen der drei Versionen nahegelegt, auch wenn vermutlich vor allem Systeme betroffen sind, auf denen die Bildschirmfreigabe aktiv eingeschaltet wurde.
Umfang der Updates und betroffene Systeme
Die Aktualisierungen sind trotz der gezielten Korrektur relativ groß und liegen je nach Version zwischen etwa 1,5 und 2,1 GB. Die App Bildschirmfreigabe selbst ist deutlich kleiner, allerdings dürften im Hintergrund weitere Frameworks angepasst worden sein. Apple nennt in den allgemeinen Veröffentlichungsnotizen lediglich „wichtige Sicherheitskorrekturen“ und empfiehlt das Update ausdrücklich für alle Benutzer:innen.
Die Sicherheitsnotizen fassen die Auswirkungen zusammen: Ein Angreifer im Netzwerk könne sich möglicherweise ohne gültige Zugangsdaten an der Bildschirmfreigabe anmelden. Weitere Details zur technischen Ausgestaltung des Fehlers veröffentlicht Apple wie üblich auf der Supportseite zum Sicherheitsinhalt von Softwareupdates unter support.apple.com/100100.
Es ist unklar, ob die aktuelle macOS‑Golden‑Gate‑Beta die Korrektur bereits enthält oder in einer kommenden Testversion erhält. Andere Plattformen sind laut den vorliegenden Berichten nicht betroffen. Wer mehrere Macs einsetzt, sollte alle betroffenen Geräte aktualisieren, sofern sie mit Tahoe, Sequoia oder Sonoma laufen.
Installation der Sicherheitsupdates
Ihr könnt die Updates wie gewohnt über die Systemeinstellungen installieren. Öffnet dazu das Apple-Menü, geht zu „Systemeinstellungen“ und dann zu „Allgemein“ > „Softwareupdate“. Auf einem Mac mit macOS Tahoe 26.6.1 reicht ein Klick auf „Jetzt aktualisieren“, um die neue Version zu laden und zu installieren.
Wenn Ihr noch macOS Sequoia 15.7.9 oder macOS Sonoma 14.8.9 einsetzt, müsst Ihr im Bereich „Softwareupdate“ gegebenenfalls an einem großen Tahoe-Hinweis vorbeiscrollen. In einem Abschnitt „Auch verfügbar“ könnt Ihr dort gezielt „Jetzt aktualisieren“ für Sequoia oder Sonoma wählen. Unabhängig von der Version ist nach der Installation ein Neustart des Macs erforderlich.
Vor jedem Systemupdate empfiehlt sich ein aktuelles Backup, etwa mit Time Machine. Wer statt der integrierten Aktualisierung lieber vollständige Installationspakete oder IPSW‑Wiederherstellungsdateien nutzt, findet diese über Apples Inhaltsnetzwerk, etwa als Installationsassistent-Paket für macOS Tahoe 26.6.1 oder als separate Installer-Dateien für Sequoia 15.7.9 und Sonoma 14.8.9. Spezialisierte Tools können außerdem helfen, die passende Firmware-Datei für das jeweilige Mac-Modell zu finden.
Via: tidbits.com · osxdaily.com · www.iClarified.com
