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Apple-Praktikant soll iBoot-Quellcode gestohlen haben

In den vergangenen Tagen sorgte der Leak einer zentralen Komponente von iOS 9 – iBoot – für Aufsehen. Nun sind neue Details zum Ablauf bekannt. Ein ehemaliger Apple-Praktikant soll den Quellcode vor mehreren Jahren gestohlen und einem kleinen Kreis von fünf Personen aus der Jailbreak-Community geteilt haben. Es sei nie geplant gewesen, diese Daten zu veröffentlichen, offenbar hat die Gruppe jedoch die Kontrolle über die Daten verloren.

iBoot-Quellcode tauchte bereits 2017 auf

Wer letztendlich die Daten aus diesem Kreis nach außen weiter gegeben hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls tauchte der iBoot-Quellcode bereits im vergangenen Jahr erstmals auf, in der Jailbreak-Community wurde damit geprahlt und auch in einer Reddit-Gruppe war er kurzzeitig verlinkt. Größere Aufmerksamkeit erhielt der Leak jedoch erst, als die Daten vor wenigen Tagen plötzlich auf GitHub auftauchten, wo Apple sie wenig später wieder entfernen ließ.

Auch Apple wusste schon davon

Überraschung dürfte die neuerliche Veröffentlichung für Apple, die in einer offiziellen Stellungnahme

beruhigen, nicht unbedingt gewesen sein. Das Unternehmen soll bereits davon gewusst haben, dass der iBoot-Quellcode entwendet wurde. Jener Praktikant, der den Quellcode ursprünglich gestohlen hat, soll übrigens kein Hühnchen mit Apple zu rupfen gehabt haben. Vielmehr sei er von seinen Freunden aus der Jailbreak-Community ermuntert worden, die Daten für ihre eigenen Untersuchungen zu leaken.

Keine bösartige Absicht

Bei dem nun auf GitHub veröffentlichten Quellcode soll es sich übrigens nicht um alle entwendeten Daten handeln. „Nichts von alldem hätte jemals eine Handvoll Leute verlassen sollen. Was passierte ist ziemlich verheerend“, wird eine Person aus dem Kreis der fünf ursprünglichen Quellen zitiert. „Es hat sich offensichtlich zu einem riesigen Durcheinander entwickelt, aber die ursprüngliche Absicht war nicht bösartig.“

Bild von Kārlis Dambrāns (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten

Via The Verge & Vice Motherboard

Martin Wendel

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