Apple hatte offenbar deutlich früher als bisher bekannt über einen HomePod mit Kamera und zusätzlichen Sensoren nachgedacht. Umgesetzt wurde die Idee aus Kostengründen jedoch nicht.
Frühe Pläne für Kamera-HomePod verworfen
Bereits vor dem jetzt erwarteten „HomePad“ soll Apple ein Modell des ursprünglichen HomePod mit Kamera und erweiterten Sensoren in Betracht gezogen haben. Das berichtet Mark Gurman von Bloomberg in einem ausführlichen Porträt über den Hardware-Chef von Apple, John Ternus. Der erste HomePod wurde 2017 vorgestellt und richtete sich vor allem an Nutzer:innen, die Wert auf Klangqualität legten. Nach Gurmans Informationen prüfte Apple damals, dem Lautsprecher eine Kamera und ein fortgeschrittenes Sensorsystem zu spendieren.
Ternus soll diese zusätzlichen Funktionen jedoch verworfen haben, weil sie die Entwicklungskosten spürbar erhöht hätten. Die Kamera und die komplexere Sensorik hätten die Hardware aufwendiger und damit teurer gemacht. Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Funktionen gestrichen, bevor der erste HomePod angekündigt wurde. Die Überlegungen blieben damit zunächst intern und tauchten in der finalen Produktversion nicht auf.
Zurückhaltung beim Smart Home rächt sich
Wie Gurman weiter berichtet, zögerte Ternus in den Anfangsjahren des Smart-Home-Marktes, stärker in diesen Bereich zu investieren. Zu dieser Zeit brachten Amazon und Google ihre ersten führenden Produkte mit Sprachsteuerung und Smart-Home-Anbindung auf den Markt. Apple hielt sich dagegen vergleichsweise zurück und konzentrierte sich stärker auf andere Hardware-Kategorien. Ternus soll im Rückblick eingeräumt haben, dafür „etwas Verantwortung“ zu tragen, dass Apple im Smart-Home-Segment hinter die Konkurrenz zurückgefallen ist.
Die frühen Pläne für einen umfassender ausgestatteten HomePod blieben damit eine Randnotiz, während andere Anbieter ihre Plattformen für vernetzte Haushalte ausbauten. Für Apple bedeutet dies heute, verpasste Chancen im Smart Home nachholen zu müssen und das eigene Ökosystem im Haushalt neu zu positionieren.
Neuer Anlauf mit „HomePad“ und weiteren Geräten
Inzwischen führt Ternus laut Gurman die Bemühungen an, Apple im Smart-Home-Markt neu zu etablieren. Geplant sind drei neue Produkte, die das Angebot deutlich erweitern sollen. Dazu gehört ein intelligenter Heim-Hub mit Funktionen rund um Künstliche Intelligenz und Gesichtserkennung, intern unter der Bezeichnung J490 geführt. Dieses Gerät wird in Berichten teilweise als „HomePad“ bezeichnet und soll eine zentrale Rolle im vernetzten Zuhause spielen.
Daneben arbeitet Apple an einem kleinen Sensor mit der internen Kennung J450, der der Verwaltung der Haussicherheit dienen soll. Dieser soll offenbar helfen, verschiedene Sicherheitsfunktionen im Smart Home zu koordinieren. Als drittes Projekt nennt Gurman ein robotisches Gerät mit der Bezeichnung J595, zu dem bislang nur wenige Details bekannt sind. Der intelligente Heim-Hub, das sogenannte „HomePad“, wird laut den Berichten im Herbst 2026 erwartet. Damit bereitet Apple unter der Leitung von Ternus einen neuen Anlauf vor, um im Smart-Home-Bereich wieder stärker wahrgenommen zu werden.
Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
