Apple bereitet offenbar eine neue Welle besonders hochpreisiger Geräte vor. Nach dem günstigen MacBook Neo rückt der Konzern wieder stärker das Premium-Segment in den Fokus.
Mit dem MacBook Neo für 599 US-Dollar (rund 551 Euro) hat Apple zwar ein günstiges Notebook vorgestellt, laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman gilt es aber als Ausreißer im Portfolio. In seinem Newsletter beschreibt er, dass Apple keine generelle Abkehr von teuren Geräten plant, sondern die Produktpalette nach oben erweitert. Ein zentrales Projekt ist ein MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display. Dieses Modell soll nicht die aktuellen Varianten mit M5 Pro und M5 Max ersetzen, sondern preislich darüber liegen. Wegen der teureren OLED-Technik, die beim iPad bereits zu einem Aufschlag von etwa 20 Prozent geführt hat, könnte Apple das Gerät als eigenständige Spitzenklasse positionieren, etwa unter einer möglichen Bezeichnung „MacBook Ultra“.
Im iPhone-Bereich arbeitet Apple laut den Berichten an einem faltbaren Modell, das klar oberhalb der bisherigen Topgeräte liegen soll. Das Gerät soll eine große innere Anzeige und fortschrittliche Sensoren im Display erhalten und preislich bei etwa 2.000 US-Dollar (rund 1.841 Euro) starten. Gurman zufolge prüft Apple, ob dieses iPhone die „Ultra“-Bezeichnung tragen oder einen direkteren Namen wie „Fold“ bekommen soll. Unabhängig vom Markennamen wäre es als Ultra-Tier im Smartphone-Portfolio über den klassischen Pro-Max-Modellen angesiedelt. Technisch soll es sich dabei an der kommenden iPhone-18-Pro-Generation orientieren, inklusive A20-Pro-Chip und 12 GB Arbeitsspeicher.
Auch bei den AirPods plant Apple offenbar einen zusätzlichen Premium-Level oberhalb der aktuellen Pro-Modelle. In Entwicklung sind In-Ear-Kopfhörer mit integrierten Computer-Vision-Kameras, die visuelle Daten an Siri liefern sollen. Die Kameras sind demnach nicht zum Fotografieren gedacht, sondern zur Umgebungserkennung für die Sprachassistenz und künftige KI-Funktionen. Durch die zusätzliche Hardware werden diese AirPods über den bisherigen AirPods Pro 3 positioniert. Da Apple im Audiobereich schon die Bezeichnungen Pro und Max nutzt, wird intern offenbar auch der Name „AirPods Ultra“ diskutiert. Beobachter:innen sehen darin eine Fortsetzung von Tim Cooks Fokus auf visueller Intelligenz als Basis für künftige Wearables. Parallel dazu wird innerhalb des Unternehmens auch über ein faltbares OLED-iPad im obersten Preissegment nachgedacht, das sich ebenfalls in eine Ultra-Stufe einfügen würde.
Insgesamt entsteht damit ein Bild, in dem Apple sein Angebot gleichzeitig nach unten und nach oben ausweitet: Während das MacBook Neo den Einstiegspreis senkt, plant der Konzern mehrere Geräte, die klar in einer Super-Premium-Klasse oberhalb der bestehenden Produktreihen angesiedelt sind – unabhängig davon, ob sie letztlich das Ultra-Label im Namen tragen oder nicht.
Via: appleinsider.com · www.theverge.com · www.iClarified.com · gizmodo.com
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