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MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max: Mehr Leistung, bekannte Form

Die ersten Tests zum neuen MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max zeigen deutliche Leistungsgewinne, vor allem bei GPU, SSD und KI-Workloads – bei praktisch unverändertem Design. Gleichzeitig rücken Akkulaufzeit und Konfigurationswahl stärker in den Fokus.

Bekanntes Gehäuse, neue Fusion-Architektur

Apple behält beim MacBook Pro der Jahrgänge 2026 in 14 und 16 Zoll das seit 2021 etablierte Design bei. Das Aluminiumgehäuse mit flachen Flächen, runden Ecken, schwarzer Tastaturwanne, großem Trackpad und breiter Lautsprecherleiste wirkt vielen Tester:innen vertraut. Der Displayausschnitt für die Webcam bleibt erhalten und sorgt weiterhin für Kritik, wird aber als Gewohnheitseffekt beschrieben. Auch die umfangreiche Port-Ausstattung bleibt: MagSafe, dreimal Thunderbolt 5 über USB‑C, HDMI, Klinke und SD-Kartenleser.

Im Inneren setzt Apple auf die neue Fusion-Architektur der M5‑Generation, bei der CPU und GPU auf getrennten Chips mit Hochgeschwindigkeitsverbindung sitzen. Sowohl M5 Pro als auch M5 Max verfügen im 16‑Zoll‑Modell über 18 CPU‑Kerne, darunter die neuen „Super“-Kerne als schnellste Performance-Kerne und zusätzliche Performance-Kerne, die zwischen Leistung und Effizienz vermitteln. Der M5 Max bringt darüber hinaus bis zu 40 GPU‑Kerne und bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher mit.

Deutliche Performance‑Sprünge, schnellerer Speicher, mehr Funk

In Benchmarks liegen die neuen Chips im Rahmen von Apples Ankündigungen: Gegenüber M4 Pro und M4 Max erreichen die M5‑Modelle laut Geekbench‑Werten rund 15 Prozent mehr CPU‑ und etwa 20 Prozent mehr GPU‑Leistung. Tests wie Cinebench, 3DMark und KI‑Benchmarks bestätigen vor allem die starken Grafik- und KI‑Zuwächse, etwa bei generativer Bildverarbeitung, 3D‑Rendering oder Spielen. CNET betont, dass die Wahl zwischen M5 Pro und M5 Max vor allem von den Grafik- und GPU‑Anforderungen abhängt; bei vielen Alltagsaufgaben nähern sich die CPU‑Ergebnisse stark an.

Ein wesentlicher Fortschritt betrifft die SSD: Apple gibt bis zu doppelte Transferraten an, und Messungen von The Verge mit einem 16‑Zoll‑Modell und 4‑TB‑SSD liegen in dieser Größenordnung. Gemessen wurden 13,6 GB/s beim Lesen und 17,8 GB/s beim Schreiben, was einem Zuwachs von 86 beziehungsweise 123 Prozent gegenüber einem vergleichbaren Vorgänger entspricht. Tom’s Hardware bestätigt diesen Eindruck mit einem 25‑GB‑Transfer, bei dem das MacBook Pro die Konkurrenz klar hinter sich lässt.

Neu ist außerdem der N1‑Chip für Funkverbindungen, der nun auch im MacBook Pro für WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread sorgt. CNET hebt hervor, dass die M5‑Modelle im Test schneller und stabiler mit modernen Routern, insbesondere im 6‑GHz‑Band, verbunden blieben.

Akkulaufzeit: Rekordwerte und Ausreißer

Beim Akku zeigt sich ein gemischtes Bild auf hohem Niveau. Tom’s Guide und TechRadar kamen im Websurfing-Test mit dem 16‑Zoll‑MacBook Pro und M5 Pro auf 21 Stunden und 10 Minuten – ein neuer Bestwert im Vergleich zu allen von ihnen getesteten MacBooks der M3‑, M4‑ und M5‑Generation. Das liegt klar über Apples eigener Angabe von 14 Stunden Surfen und knapp über dem Vorjahresmodell mit M4 Pro, das 20 Stunden und 46 Minuten erreichte.

Das 14‑Zoll‑Modell mit M5 Max blieb im selben Testfeld zurück, ohne jedoch schwach zu sein: TechRadar misst 17 Stunden und 58 Minuten, was über der Apple‑Schätzung von 13 Stunden liegt, aber hinter ähnlich großen 14‑Zoll‑Geräten mit M4 oder einfachem M5‑Chip. Gleichzeitig übertrifft es noch den M3 Pro. Die Tester:innen führen das teilweise auf den kleineren Akku im 14‑Zoll‑Gehäuse und die höhere GPU‑Leistungsaufnahme des M5 Max zurück. Generell gilt: Wer maximale Laufzeit sucht, fährt mit 16 Zoll besser, während 14 Zoll mehr Mobilität bietet.

Mehrere Reviews betonen, dass die M5‑Reihe bei Effizienz Fortschritte macht, zugleich aber in den stromsparenden Betriebsmodi spürbare Leistungseinbußen zeigt. Unter Dauerlast können Lüfter deutlich hörbar werden und das Gehäuse sich stark erwärmen, vor allem beim 16‑Zoll‑Modell mit M5 Max.

Preislich bewegen sich die neuen MacBook-Pro-Konfigurationen oberhalb der Vorgänger. CNET nennt als Beispiel das 16‑Zoll‑Baseline-Modell mit M5 Pro, 1 TB SSD und 24 GB RAM für 2.999 Euro. Ein stark aufgerüstetes 14‑Zoll‑Gerät mit M5 Max, 128 GB RAM und 4 TB SSD kostet laut Tom’s Hardware 6.824 Euro. Da sich der Arbeitsspeicher später nicht erweitern lässt, empfehlen Tester:innen, den eigenen Bedarf sorgfältig zu kalkulieren.

In der Summe sehen die frühen Reviews das neue MacBook Pro als konsequente Weiterentwicklung: deutlich mehr GPU‑, KI‑ und Speicherleistung, schnellere SSDs und verbesserte Funktechnik in einem bewährt hochwertigen, aber inzwischen unveränderten Gehäuse. Für viele professionelle Workflows ist das ein lohnendes Upgrade, auch wenn ein größerer Designwechsel erst für spätere Generationen erwartet wird.

Via: www.iClarified.com · appleinsider.com · www.macrumors.com · www.techradar.com · www.tomshardware.com · www.cnet.com

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Michael Reimann

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