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Apple-Mac 2028: M7-Ultra-Desktop könnte extrem teuer werden

Apple soll seine Chip-Roadmap umwerfen und den Sprung zum M7 beschleunigen. Dahinter steckt vor allem ein Ziel: deutlich leistungsfähigere KI-Funktionen – mit möglichen Folgen für die Preise.

Apple überspringt M6-Varianten zugunsten des M7

Laut einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman, der sich auf anonyme Quellen beruft, stellt Apple sein bisheriges Schema bei der Einführung neuer Chips grundsätzlich um. Produkte mit M6-Chip sind noch nicht einmal angekündigt, werden aber für Ende dieses Jahres erwartet. Trotzdem gilt der komplette M6-Jahrgang bei Apple intern bereits als weitgehend überholt, schreibt Gurman.

Der Grund dafür ist wenig überraschend: künstliche Intelligenz. Gurman beschreibt, dass KI für Apple nicht mehr nur eine zusätzliche Funktion ist, die ein Chip unterstützen muss. Stattdessen bestimme KI inzwischen, wie die Chips entworfen werden und wann sie auf den Markt kommen. Damit verschiebt sich der Fokus weg von Faktoren wie Rechenleistung, Grafik, Akkulaufzeit und Geräte-Dicke hin zu optimierten KI-Fähigkeiten.

Konkrete Folge: Laut Gurman wird es keinen M6 Pro, M6 Max oder M6 Ultra geben. Die Entwicklung des M7 habe nur sechs Monate nach der Finalisierung des M6 begonnen. Das deutet auf einen ungewöhnlichen Zeitplan hin: Ende dieses Jahres sollen erste M6-Geräte erscheinen und faktisch im selben Moment schon wieder vom M7 abgelöst werden. Die ersten M7-Produkte erwartet Gurman Anfang kommenden Jahres.

M7 Pro, M7 Max und M7 Ultra: Zeitplan bis 2028

Nach dem schnellen Start des M7 soll sich der Zyklus wieder etwas normalisieren. Gurman rechnet damit, dass M7 Pro und M7 Max gegen Ende 2027 in neuen Geräten landen. Danach würden M7-Ultra-Produkte im Jahr 2028 folgen, etwa in Form leistungsstarker Desktop-Macs.

Gerade der M7 Ultra dürfte für alle interessant sein, die auf einen besonders leistungsfähigen Desktop-Mac sparen. Laut Gurman ist der neue Ultra-Chip dafür ausgelegt, bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher zu unterstützen. Das wäre ungefähr doppelt so viel wie für den noch nicht erschienenen M5 Ultra geplant ist. Ob Apple diese maximale Speicherausstattung tatsächlich anbietet, hänge jedoch von der Marktlage ab. Weltweite Engpässe bei Speicherchips hätten Verfügbarkeit und Preise bereits deutlich verschlechtert.

Für die M5-Ultra-Generation gibt es noch keine Produkte, aber Gerüchte deuten auf einen leistungsstarken Desktop wie den Mac Studio hin. Apple hatte zuletzt bereits die Preise angezogen: So stieg der Preis des MacBook Neo von 600 auf 700 US-Dollar (rund 640 Euro). Gleichzeitig erhöhte Apple den Einstiegspreis des Mac Studio um 500 US-Dollar auf 2.500 US-Dollar (rund 2.280 Euro). Besonders deutlich fiel der Sprung beim Modell mit 96 GB RAM aus, dessen Preis um 1.300 US-Dollar auf 5.299 US-Dollar (rund 4.830 Euro) stieg.

1,5 TB RAM und KI-Ausrichtung: Preisschild mit Immobilien-Dimension

Ein Blick zurück zeigt, wohin sich die Preise entwickeln könnten. 2019 bot Apple zuletzt einen Mac mit 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher an. Allein der RAM kostete damals 25.000 US-Dollar (rund 22.800 Euro). Die maximale Konfiguration des kompletten Rechners lag bei etwa 53.000 US-Dollar (rund 48.300 Euro – und das vor der hohen Inflation der vergangenen Jahre und vor der aktuellen Krise bei Speicherpreisen).

Der M7 Ultra soll laut Gurman speziell für KI-Anwendungen ausgelegt sein und sich der Leistungsklasse dedizierter KI-Beschleuniger wie Nvidias Blackwell-Serie annähern. Ein Blick auf den Markt verdeutlicht die Dimension: Eine Blackwell-Grafik- oder Beschleunigerkarte kostet im Handel, etwa bei Newegg, derzeit mindestens 12.499,99 US-Dollar (rund 11.400 Euro) – nur für den Prozessor.

Natürlich ist ein solcher Mac aktuell reine Zukunftsmusik, und der Markt für Desktop-Rechner wird sich bis 2028 noch verändern. Solltet Ihr Euch aber in zwei Jahren für einen maximal ausgestatteten Mac Studio oder ein ähnliches Spitzenmodell mit M7 Ultra interessieren, könnte der Preis in einer Größenordnung liegen, die eher an eine Immobilie als an einen Computer erinnert.

Via: https://gizmodo.com

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Michael Reimann

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