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Apple akzeptiert ab 2027 deutlich höhere Preise für Speicherchips

Apple soll sich ab dem ersten Quartal 2027 auf deutlich höhere Preise für Speicherchips von Samsung einlassen. Das geht aus einem Bericht von DigiTimes hervor, der sich auf die chinesische Publikation Jiemian News stützt.

Deutlich höhere Kosten für DRAM und NAND

Laut dem Bericht hat Apple zugestimmt, fast 2 US‑Dollar (rund 1,85 Euro) pro Gigabyte DRAM zu bezahlen. Für NAND-Flash-Speicher seien 0,33 US‑Dollar (rund 0,30 Euro) pro Gigabyte vereinbart worden. Im Vergleich zu den Preisen, die Apple im dritten Quartal 2026 zahlt, entspricht das einem Anstieg um 30 bis 40 Prozent.

Unklar ist, ob diese höheren Einkaufskosten Apple dazu veranlassen werden, die Preise für Produkte wie iPhones, iPads und Macs weiter zu erhöhen. Möglich ist auch, dass das Unternehmen die teureren Komponenten für Anfang 2027 bereits in die aktuellen Preise für 2026 eingerechnet hat. Konkrete Hinweise dazu enthält der Bericht nicht.

Chipknappheit durch KI-Rechenzentren

Hintergrund der Entwicklung ist ein weltweiter Engpass bei Speicherchips. Unternehmen aus dem Bereich künstliche Intelligenz bauen derzeit große Rechenzentren auf, die enorme Mengen an Arbeitsspeicher und Flash-Speicher benötigen. Diese zusätzliche Nachfrage hat zu einer Verknappung und damit zu steigenden Preisen für DRAM- und NAND-Chips geführt.

Apple begründet damit auch die bereits erfolgten Preiserhöhungen der vergangenen Monate. Seit Juni hat der Konzern die Preise für eine breite Palette an Produkten angehoben. Der ehemalige CEO Tim Cook bezeichnete die Preissteigerungen als „unvermeidbar“ und verglich die aktuelle Chipknappheit mit einer „100-jährigen Flut“.

Breite Preiserhöhungen bei Apple-Produkten

Im Juni verteuerte Apple alle Mac- und iPad-Modelle sowie Apple TV, HomePod, HomePod mini und Vision Pro. Viele dieser Produkte wurden um 100 bis 300 US‑Dollar (rund 92 bis 275 Euro) teurer. Auch bei den iPhones gab es spürbare Anpassungen: Die Einstiegspreise des iPhone 18 Pro liegen in den USA 100 US‑Dollar (rund 92 Euro) über denen der iPhone 17 Pro Modelle. Ältere iPhone-Generationen wurden ebenfalls im Preis angehoben.

Ob die nun gemeldeten höheren Einkaufspreise für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher ab 2027 zu einer weiteren Preisrunde führen, bleibt vorerst offen. Klar ist nur: Die angespannte Lage am Speichermarkt wirkt sich bereits jetzt deutlich auf das Apple-Portfolio aus.

Via: https://www.macrumors.com

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Michael Reimann

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