News

Amazon – Höherer Mindestbestellwert und Weitergabe von Adressen

Amazon verschärft die Bedingungen für den kostenlosen Versand in Deutschland für Nicht-Prime-Kund:innen deutlich. Gleichzeitig kündigt der Konzern eine Änderung beim Umgang mit Lieferadressen auf Wunschlisten an.

Mindestbestellwert für Gratisversand steigt auf 49 Euro

Wer kein Prime-Abo besitzt, muss seit Mitte März 2026 tiefer in die Tasche greifen, um sich versandkostenfrei Standardlieferung zu ermöglichen. Der Mindestbestellwert wurde in Deutschland von bislang 39 Euro auf nun 49 Euro angehoben. Amazon hat die Änderung direkt auf seiner Website und der Support-Seite zu den Versandkosten umgesetzt, ohne sie im Vorfeld gesondert anzukündigen.

Die Pressestelle von Amazon bestätigt, dass es sich nicht um einen Testlauf, sondern um eine dauerhafte Anpassung handelt. Bereits im Sommer 2025 waren einzelnen Nutzer:innen testweise 59 Euro als Mindestbestellwert angezeigt worden, damals jedoch nur in begrenzten Live-Tests. Der neue Wert von 49 Euro gilt jetzt einheitlich für alle Kund:innen ohne Prime-Mitgliedschaft.

Amazon verschärft damit die Bedingungen erneut. Anfang 2023 war die Schwelle schon einmal von 29 Euro auf 39 Euro angehoben worden. Die aktuelle Anpassung trifft vor allem kleinere Bestellungen, bei denen der Warenwert deutlich unter 49 Euro liegt. Wer diese Grenze nicht erreicht, muss – je nach Produktkategorie und Lieferoption – Versandkosten einkalkulieren.

Konkrete Versandkosten und Auswirkungen für Nicht-Prime-Kund:innen

Liegt der Bestellwert unter 49 Euro, fallen für viele Artikel beim Standardversand in der Regel zwischen 2,99 Euro und 3,99 Euro an. Etwas günstiger bleibt häufig die Zustellung an Abholstationen oder Paket-Schließfächer, die meist mit 1,99 Euro berechnet wird. Schnellere Zustelloptionen verteuern sich deutlich stärker: Der Premiumversand am nächsten Werktag kostet ohne Prime, abhängig von der Warengruppe, bis zu 4,99 Euro, Same-Day-Lieferungen schlagen pauschal mit 9,99 Euro zu Buche.

Für gelegentliche Besteller:innen bedeutet das, dass kleinere Einkäufe künftig öfter mit Zusatzkosten verbunden sind. Wer Waren nicht sofort benötigt, kann Bestellungen sammeln, bis der neue Mindestbestellwert erreicht ist. Alternativ bleibt der Blick zu anderen Online-Händlern oder in den stationären Handel, wo Gesamtkosten inklusive Versand im Einzelfall niedriger ausfallen können.

Der Konzern dürfte auch darauf setzen, mehr Nutzer:innen von einer Prime-Mitgliedschaft zu überzeugen. Das Abo kostet 8,99 US‑Dollar (rund 8,30 Euro) pro Monat oder 89,90 US‑Dollar (rund 83,00 Euro) pro Jahr. Prime-Abonnent:innen erhalten weiterhin kostenlosen Standardversand, kostenlosen Premiumversand und vergünstigte schnelle Lieferoptionen sowie zusätzliche Dienste wie Prime Video und eine Basisversion von Amazon Music.

Wunschlisten: Lieferadressen gehen an Drittanbieter

Parallel zur Versandkostenanpassung führt Amazon eine weitere Neuerung ein, die den Umgang mit persönlichen Daten betrifft. Seit dem 25. März 2026 werden auf Wunschlisten standardmäßig auch Geschenke zugelassen, die von externen Händler:innen stammen. Kauft jemand einen solchen Artikel, teilt Amazon die Lieferadresse der beschenkten Person mit dem jeweiligen Drittanbieter.

In einer E-Mail an Nutzer:innen beschreibt Amazon die Änderung so, dass Geschenkekäufer:innen künftig Artikel von Drittanbietern auf einer Wunschliste erwerben können und dabei die Lieferadresse mit dem Verkäufer geteilt wird. Bisher waren auf Wunschlisten in der Regel Amazon-eigene Angebote üblich, ohne eine solche standardmäßige Weitergabe an externe Händler:innen.

Für Euch bedeutet das: Neben höheren Hürden für den Gratisversand ändert sich auch, wer im Rahmen von Wunschlisten Zugriff auf Eure Lieferadresse erhält. Einstellungen und Wunschlisten solltet Ihr daher künftig noch genauer prüfen.

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

Neueste Artikel

Siri wird zur Entwicklerplattform – Apple Watch sorgt für Datenschutzfragen

Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…

4. November 2026

Apple Angebote des Tages – 04.11.2026

Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.

4. November 2026

WhatsApp schlägt auf Android und iOS aktuelle Medien vor

WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…

4. November 2026

Apple Fitness+ erweitert das Angebot um personalisierte Krafttrainingspläne fürs Fitnessstudio

Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…

4. November 2026

iOS 27.3 bringt das überarbeitete StandBy des iPhone Duo auf weitere iPhones

Mit der ersten Beta von iOS 27.3 erweitert Apple die überarbeitete StandBy-Ansicht des iPhone Duo auf weitere Modelle. Das Update…

4. November 2026

Apple Music ermöglicht mit Selfie Sing Karaoke-Videos

Mit iOS 27.3 ergänzt Apple Music die Karaoke-Funktion um Selfie Sing. Damit könnt Ihr Euch beim Singen filmen, den Liedtext…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen