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Mehrere ältere Apple-Geräte, darunter iPhone XR, XS und 11, sind von einer neuen Sicherheitslücke namens „usbliter8“ betroffen. Der Fehler sitzt so tief im System, dass Apple ihn nicht per Software-Update schließen kann.
Die Sicherheitslücke wurde von Security-Forschenden bei Paradigm Shift entdeckt, die ihre Analyse am Donnerstag in einem ausführlichen technischen Bericht veröffentlicht haben. Nach Angaben der Firma erfolgte die Offenlegung in Abstimmung mit Apple.
usbliter8 ist kein klassischer iOS-Bug, sondern ein Fehler im Boot-Code des Chips – also in der ersten Code-Sequenz, die beim Starten des Geräts ausgeführt wird. Konkret befindet sich die Schwachstelle im integrierten USB-Controller älterer iPhone-Chips.
Wird ein betroffenes iPhone im Device Firmware Update Modus (DFU) per USB mit einem Computer verbunden, kann ein Angreifender eine speziell präparierte Abfolge sehr kleiner USB-Pakete senden. Dadurch wird ein interner Speicherzeiger dazu gebracht, rückwärts statt vorwärts zu laufen. So lassen sich Daten in eigentlich unzulässige Speicherbereiche schreiben.
Auf dieser Basis kann anschließend Code platziert werden, der Neustarts übersteht und beim Booten Software lädt, die nicht von Apple freigegeben ist. Laut Analyse ist es zudem möglich, einen „PWND“-Stempel direkt in die USB-Seriennummer zu schreiben – ein Trick, der in der Jailbreak-Szene seit Jahren bekannt ist.
Betroffen sind laut Paradigm Shift die Modelle iPhone XR, iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone SE (2. Generation) sowie die komplette iPhone-11-Reihe. Die Schwachstelle reicht aber über das iPhone hinaus: Auch iPad Air 3, iPad mini 5, das iPad der achten und neunten Generation, Studio Display, Apple Watch Series 4 und 5, Watch SE (1. Generation), Apple TV 4K (2. Generation) und HomePod mini stehen auf der Liste.
Die Forschenden schreiben zudem, „technische Unterstützung für A12X/Z ist möglich“, sei aber „derzeit nicht implementiert“. Damit könnten perspektivisch auch das iPad Pro 2018 und 2020 hinzukommen, ohne dass dies aktuell bereits der Fall ist.
Nicht betroffen ist das iPhone X und älter. Beim A11-Chip setzt der USB-Treiber den relevanten Speicherzeiger nach jedem gesendeten Paket zurück, wodurch der Fehler nicht ausnutzbar ist. Ebenfalls außen vor bleiben iPhone 12 und neuer: Beim A14-Chip ist die Speicherschutz-Logik bereits auf Hardware-Ebene anders umgesetzt.
usbliter8 folgt damit auf die frühere Boot-ROM-Sicherheitslücke „checkm8“, die Geräte vom iPhone 4S bis zum iPhone X betraf.
usbliter8 ermöglicht keinen Fernangriff. Für eine Ausnutzung ist immer physischer Zugriff auf das jeweilige Gerät nötig, das zudem in den DFU-Modus gebracht und per USB mit einem Computer verbunden werden muss. Apples Secure Enclave – zuständig für Passcode-Schutz und Datenverschlüsselung – ist von der Lücke selbst nicht direkt betroffen.
Die Forschenden halten es theoretisch für möglich, dass usbliter8 indirekt beim Angriff auf die Secure Enclave helfen könnte. Aktuell sehen sie jedoch keine unmittelbare Gefahr, dass die verschlüsselten Nutzerdaten dadurch frei zugänglich werden.
Paradigm Shift empfiehlt betroffenen Nutzer:innen dennoch, sich der Problematik bewusst zu sein. Als wirksamste Gegenmaßnahme nennen die Forschenden den Umstieg auf neuere Hardware. Wer noch ein Gerät mit A12- oder A13-Chip nutzt, könnte die Sicherheitslücke somit als Anlass für ein Upgrade nehmen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: cultofmac.com
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