Apple hat mit viel Tam Tam am Dienstag die neuen iPhones vorgestellt. Mit dabei auch das neue iPhone Air. Das bisher dünnste iPhone in der Geschichte von Apple. Doch ein paar Sachen ließ Apple während der Präsentation unerwähnt.
Das iPhone Air ist mit nur 5,6mm dünn und mit nur 165 Gramm Gewicht auch sehr leicht im Vergleich zu den bisherigen Smartphones aus Cupertino. Ein paar technische Highlights hat das Gerät zu bieten. Zum Beispiel sieht es so aus, als würde sich die gesamte Technik innerhalb des als „Plateau“ getauften „Kamerabuckels“ befinden. Der Rest des Gerätes wird vom Akku eingenommen.
MagSafe Battery ist zurück
Und damit sind wir auch schon beim ersten Punkt der Dinge, die Apple während der Präsentation nicht erwähnt hat. Die Rückkehr der gezeigten MagSafe Battery, also des externen Akkus, der hinten ans iPhone „geklebt“ wird, ist zwar begrüßenswert. Dennoch muss man wissen, dass das 115 Euro teure Device tatsächlich nur für das iPhone Air verwendet werden kann. Jedenfalls, wenn man es parallel zur Rückseite montieren möchte. Ob es sich auch an anderen iPhones befestigen lässt, ist noch nicht klar. Das Vorgängermodell war ein universeller Stromspeicher für alle MagSafe fähigen iPhones.
Die Tatsachen, dass Apple schon während der Präsentation auf einen externen Akku verweist, lässt nichts gutes bezüglich der angeblichen „All Day“ Laufzeit der eingebauten Batterie vermuten. Hier müssen dann aber Tests weitere Erkenntnisse liefern.
A19 Pro ist ist gleich A19 Pro
Erfreulicherweise stattet Apple das iPhone Air mit dem aktuellen A19 Pro aus. Allerdings eben nicht mit der Version aus den diesjährigen Pro-Modellen des iPhones. Denn er kommt offensichtlich mit einem Grafikkern weniger aus und hat fünf statt sechs wie der aus den Pro-Modellen. Erklären kann man sich das vielleicht damit, dass das Gerät auf maximales Stromsparen ausgelegt ist, denn je weniger Kerne, desto weniger Stromverbrauch. Man kann also durchaus davon sprechen, dass der A19 Pro im iPhone Air eine andere CPU ist als die im iPhone 17 Pro und Pro Max.
Das Vorgehen ist übrigens nicht neu bei Apple. Auch bei den Desktop-Rechnern geht der Konzern diesen Weg. Beispielsweise bekommen die günstigeren Modelle des iMac auch weniger Kerne.
USB-C aber keine Geschwindigkeit
Seit dem iPhone 15 ist Apple in der USB-C-Welt angekommen. Traditionell sind die günstigeren Geräte wie das iPhone 15, 16 und auch das iPhone 17 mit USB 2.0 am unteren Port ausgestattet. Das iPhone Air reiht sich – trotz des A19 Pro hier auch in eine und liefert ebenfalls nur 2.0 Geschwindigkeiten am USB-C-Port. Auch hier kann man nur spekulieren und vermuten, dass schnellere Datenübertragungen zu viel Strom verbrauchen. Wer allerdings große Dateien vom iPhone Air auf den Mac übertragen möchte und das in angemessener Zeit, muss wohl oder über AirDrop ausweichen.
Nur Mono
Das iPhone hat seit einiger Zeit die Möglichkeit, auf den eingebauten Lautsprechern Stereo-Musik abzuspielen. Das iPhone Air scheint diese Möglichkeit nicht mehr zu haben. Zumindest lassen die technischen Daten auf der Apple-Webseite diesen Schluss zu. Dort wird am unteren Rand auf zwei Mikrofone verwiesen. Der Lautsprecher des Gerätes befindet sich am oberen Ende. Natürlich könnte das iPhone Air trotzdem noch irgendwo einen zweiten Lautsprecher besitzen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber gering. Auch wenn die „Aufregung“ im Netz über diesen angeblichen Mangel groß ist, kann man zumindest davon ausgehen, dass Apple auch hier aus Platzmangel im dünnen Gehäuse des Air auf den zweiten Lautsprecher verzichtet hat. Die Möglichkeit, per AirPods die Musik in Stereo zu genießen, ist ja weiterhin gegeben.
Alle diese Punkte sind kein Dealbreaker für das iPhone Air. Man kann sich trotzdem für das mindestens 1199 Euro teure Gerät und die 115 Euro MagSafe-Batterie entscheiden. Es zeigt halt nur, dass die Werbefilme von Apple mit etwas kritischerem Blick angeschaut werden sollten.
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