Apple reagiert auf Vorgaben der EU und bringt ein Software-Update für das iPhone 12, um die Strahlenwerte an geltende europäische Gesundheitsstandards anzupassen. Das Update wird in allen 27 EU-Ländern ausgerollt.
Software-Update reduziert Strahlenbelastung EU-weit
Apple hat angekündigt, ein Software-Update für das iPhone 12 in der gesamten Europäischen Union zu veröffentlichen. Ziel ist es, die Strahlenwerte auf ein Niveau zu bringen, das mit den Gesundheitsstandards der EU übereinstimmt und so den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Bereits im September 2023 hatte Apple eine vergleichbare Aktualisierung in Frankreich vorgenommen, nachdem das Land den Verkauf des iPhone 12 aufgrund überschrittener Grenzwerte für die elektromagnetische Absorption im Körper gestoppt hatte. Französische Behörden forderten Apple dazu auf, bestehende Geräte per Software-Update an die EU-weiten Standards anzupassen, damit die Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung eingehalten werden können.
Hintergrund: Regulierung und Entscheidung der Europäischen Kommission
Die jetzt angekündigte, EU-weite Maßnahme folgte nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission. Diese bestätigte am Montag das Vorgehen der französischen Regulierungsbehörde als „gerechtfertigt“ und empfahl ähnliche Maßnahmen in allen EU-Mitgliedsstaaten. Laut Apple wird das entsprechende Update für das iPhone 12 innerhalb der nächsten Wochen in sämtlichen 27 EU-Ländern verfügbar sein. Damals in Frankreich brachte Apple das Update heraus, auch wenn das Unternehmen den Testmethoden der französischen Regulierungsbehörde widersprach. Apple gab an, die Agence Française Nationale des Fréquences (ANFR) hätte bei ihrer Messung der Strahlenwerte einen Fehler gemacht. Die französische ANFR-Regulierungsbehörde habe ein Testprotokoll genutzt, das den Mechanismus zur Erkennung, ob das iPhone am Körper getragen wird oder nicht, außer Acht ließ. Nach Aussage von Apple sei dieses System jedoch international geprüft und als wirksame Maßnahme zur Einhaltung der SAR-Grenzwerte zertifiziert worden.
Apple hält an eigener Position fest
Auch jetzt betont Apple weiterhin, dass die französische Test-Methode nicht korrekt sei. Das Unternehmen räumt ein, dass man der Prüfung durch die ANFR nicht zustimme, respektiere jedoch die Entscheidung der Europäischen Kommission. In einer offiziellen Stellungnahme betonte Apple, dass Benutzer:innen das iPhone 12 weiterhin bedenkenlos verwenden könnten und sich darauf verlassen dürften, dass ihre Geräte sicher seien. Entsprechend richtet sich das Update gezielt an die länderspezifischen Anforderungen und soll für Rechtssicherheit innerhalb der Europäischen Union sorgen.
