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Apple verliert Kartellrechtsprozess im Vereinigten Königreich wegen App-Store-Gebühren

Apple muss nach einem verlorenen Kartellrechtsprozess im Vereinigten Königreich Schadenersatz an Nutzer:innen zahlen. Das Unternehmen steht weiterhin unter Druck durch neue Regulierungen in Europa.

Urteil: Marktdominanz und überhöhte Gebühren

Die britische Wettbewerbskammer (Competition Appeal Tribunal) hat entschieden, dass Apple seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt, indem es zu hohe Gebühren von Entwickler:innen verlangt. Laut dem Gericht habe Apple nahezu uneingeschränkte Marktmacht in der Verteilung von iOS-Apps sowie bei In-App-Zahlungen. Die Entscheidung stellt klar, dass Apple seine dominante Position missbraucht und dadurch überhöhte sowie unfaire Preise verlangt hat. Das Unternehmen will gegen das Urteil Berufung einlegen, wie die Financial Times berichtet.

Schadenersatz für Millionen Benutzer:innen

Die Kläger:innen vertreten etwa 36 Millionen Nutzer:innen, die gemeinsam Schadenersatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Pfund (etwa 1,74 Milliarden Euro) erhalten sollen. Ein Folgetermin soll bereits im kommenden Monat stattfinden und klären, wie die genaue Berechnung der Entschädigung abläuft. Das Verfahren könnte damit direkten Einfluss auf eine große Zahl an Apple-Kund:innen im Vereinigten Königreich haben.

Europäischer Druck und neue Gesetze

Apples Verhältnis zu strengeren Regulierungen in Europa bleibt angespannt. Kürzlich verstärkte das Unternehmen seine Kritik am Digital Markets Act (DMA) der EU, der Nutzer:innen vor dem Einfluss großer Tech-Konzerne wie Apple schützen soll. Die britische Wettbewerbsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) bestätigte diese Woche zudem, dass Apple in Großbritannien den Status eines strategischen Marktakteurs hat – ähnlich wie im Rahmen des DMA. Dadurch erhält die CMA weitergehende Befugnisse, um einen offenen Wettbewerb auf mobilen Plattformen wie iOS durchzusetzen.

Die Entscheidung gegen Apple könnte Signalwirkung für weitere Kartellverfahren sowie die Gestaltung des App-Marktes in Europa und darüber hinaus haben. Nutzer:innen und Entwickler:innen werten das Urteil als Schritt hin zu mehr Transparenz und Fairness bei App-Store-Gebühren. Apple steht durch die zunehmende Regulierung weiter unter Beobachtung der Aufsichtsbehörden.

Via: https://www.engadget.com
Titelbild: KI

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Michael Reimann

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