Apple will noch in diesem Jahr beginnen, einige Mac-mini-Modelle in den USA montieren zu lassen. Die Produktion übernimmt Auftragsfertiger Foxconn in einer Fabrik in Houston, Texas.
Montage in Texas als Teil eines größeren Investitionsplans
In einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Sabih Khan, verantwortlicher Manager für den operativen Betrieb bei Apple, die Hintergründe der Entscheidung. Die Montage bestimmter Mac-mini-Geräte in den USA sei Teil einer bereits zuvor angekündigten Zusage, bis August 2029 rund 600 Milliarden US‑Dollar (ca. 556 Milliarden Euro) in den Vereinigten Staaten zu investieren.
Laut Khan sollen die in den USA montierten Mac-mini-Modelle in erster Linie den heimischen Markt bedienen. Bestehende Produktionsstandorte in Asien bleiben für Bestellungen aus anderen Ländern zuständig. Apple ergänzt damit die bisherige Lieferkette, verlagert die Fertigung des Geräts aber nicht vollständig in die USA.
Konkrete Zeitpläne für den Start der Montage in Houston nennt Apple im Interview nicht. Fest steht nur, dass Foxconn noch im Laufe dieses Jahres mit der Produktion bestimmter Varianten des Mac mini beginnen soll. Ob sich die Änderung auf die Lieferzeiten für Kund:innen aus den USA auswirkt, bleibt offen.
Ausrichtung auf den US‑Markt
Der Mac mini startet in den USA bei 599 US‑Dollar (ca. 556 Euro). Im Lieferumfang enthalten ist lediglich der kompakte Rechner. Nutzer:innen müssen Monitor, Tastatur sowie Trackpad oder Maus separat erwerben. An diesem grundlegenden Produktkonzept ändert auch die teilweisen US‑Montage nichts.
Apple grenzt die Belieferung der Märkte klar voneinander ab. Während Kund:innen in den USA künftig voraussichtlich Geräte erhalten, die in Texas montiert wurden, stammen Mac-mini-Bestellungen aus anderen Regionen weiterhin aus asiatischen Fabriken. Damit verfolgt Apple eine zweigleisige Produktionsstrategie für das Desktop-Modell.
Fortsetzung von Montageprojekten in den USA
Apple hat bereits Erfahrung mit der Produktion von Desktop-Rechnern in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen begann 2019 damit, den aktuellen Mac Pro in Texas zu montieren. Dieses Projekt fiel in die erste Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Die jetzt angekündigte teilweise Montage des Mac mini in den USA erfolgt während Trumps zweiter Amtszeit. Apple knüpft damit an das bestehende Fertigungsengagement im Land an, erweitert dieses aber nur auf einen Teil der Mac-mini-Geräte. Eine vollständige Rückverlagerung der Produktion ist nicht Teil der Ankündigung.
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Titelbild KI (Zur Illustration)
