Apple bringt den Mac mini in einer neuen Generation mit den Chips M6 und M5 Pro. Der kompakte Desktop soll vor allem bei KI-Aufgaben und professionellen Workflows deutlich schneller arbeiten.
Der Mac mini mit M6 richtet sich an alle, die im kleinen Formfaktor mehr Rechenleistung für Produktivität, Kreativprojekte und aktuelle KI-Workflows brauchen. Der Chip bietet eine 12‑Kern‑CPU mit zwei Kernen mehr als zuvor und laut Apple die schnellste Single‑Core‑Leistung der Welt. Dazu kommt eine 12‑Kern‑GPU, ebenfalls mit zwei zusätzlichen Kernen, in denen erstmals auf dem Mac mini in jedem Kern sogenannte Neural Accelerators integriert sind.
In Kombination mit der neuen Dual 16‑Kern Neural Engine ergibt sich laut Apple eine bis zu viermal höhere KI‑Leistung und doppelt so schnelle Grafik im Vergleich zum Mac mini mit M4, dazu bis zu 40 Prozent mehr CPU‑Performance. Standardmäßig sind 16 GB gemeinsamer Speicher verbaut, der sich auf bis zu 32 GB erweitern lässt. Die Speicherbandbreite steigt auf bis zu 170 GB/s, was paralleles Arbeiten mit mehreren Apps beschleunigen soll.
Apple nennt konkrete Leistungswerte: In LM Studio verarbeitet der Mac mini mit M6 Eingaben für große Sprachmodelle bis zu 13,5‑mal schneller als ein Mac mini mit M1 und bis zu 4,8‑mal schneller als ein Modell mit M4. Tabellenkalkulationen in Microsoft Excel laufen bis zu 2,3‑mal schneller als auf einem M1‑Mini und bis zu 1,5‑mal schneller als auf einem M4‑Gerät. Spiele mit Raytracing wie Cyberpunk 2077: Ultimate Edition erreichen bis zu doppelte Bildraten im Vergleich zum Mac mini mit M4.
Für Nutzer:innen mit besonders rechenintensiven Aufgaben stellt Apple den Mac mini mit M5 Pro auf. Der Chip bietet eine CPU mit bis zu 18 Kernen für hohe Multithread-Leistung und eine GPU mit bis zu 20 Kernen, erweitertem Shader‑Kern und dritter Generation von Raytracing für komplexe 3D‑, VFX‑ und Game‑Design‑Workflows. Auch hier sitzen Neural Accelerators in jedem GPU‑Kern, was die KI‑Rechenleistung gegenüber dem bisherigen Mac mini deutlich steigern soll.
Der Mac mini mit M5 Pro unterstützt bis zu 64 GB gemeinsamen Speicher mit 307 GB/s Bandbreite. Damit zielt Apple auf Szenarien wie große lokale KI‑Modelle, komplexe 3D‑Szenen, ProRes‑RAW‑Videoschnitt oder umfangreiche Forschungsdatensätze. Im Vergleich zum Mac mini mit M2 Pro verspricht Apple in LM Studio bis zu 8,5‑mal schnellere Verarbeitung von Eingaben für große Sprachmodelle, in Blender bis zu 4,5‑mal schnelleres Raytracing‑Rendering und in Affinity bis zu 2,1‑mal schnellere Bildbearbeitung. Gegenüber dem M4 Pro sollen die Zuwächse je nach Anwendung bis zum Vierfachen erreichen.
Bei der Konnektivität rüstet Apple beide Modelle mit WLAN 7 und Bluetooth 6 aus. Standard ist ein 2,5‑Gb‑Ethernet‑Port, optional lässt sich 10‑Gb‑Ethernet konfigurieren. Auf der Vorderseite sitzen zwei USB‑C‑Anschlüsse mit USB‑3‑Unterstützung sowie ein Kopfhöreranschluss mit Unterstützung für hochohmige Kopfhörer. Die Rückseite des Mac mini mit M6 bietet drei Thunderbolt‑4‑Ports, HDMI und Ethernet, beim Mac mini mit M5 Pro sind es drei Thunderbolt‑5‑Ports statt Thunderbolt 4. Über Thunderbolt 5 lassen sich mehrere Mac‑mini‑Systeme zu einem Verbund zusammenschalten, um große KI‑Modelle vollständig lokal zu betreiben. Neu hinzugekommen ist außerdem Genlock‑Support über USB‑C zur präzisen Synchronisation von Display und Kamera, etwa mit dem iPhone 17 Pro.
Ausgeliefert werden die neuen Modelle mit macOS 27 „Golden Gate“, das Siri KI als neuen, kontextsensitiven Assistenten sowie erweiterte Apple‑Intelligence‑Funktionen in System und Apps mitbringt. Dazu gehören unter anderem neue Automatisierungen in Kurzbefehle, erweiterte Fotobearbeitung in Fotos, Anpassungen für Safari und optische Überarbeitungen der Oberfläche mit optimiertem „Liquid Glass“.
Apple hebt zudem den Umweltaspekt hervor: Der neue Mac mini besteht zu 50 Prozent aus recyceltem Material, darunter zu 100 Prozent recyceltes Aluminium im Gehäuse und recycelte Seltene Erden in allen Magneten. Die Fertigung setzt laut Apple vollständig auf erneuerbare Energien, und die papierbasierte Verpackung lässt sich zu Hause recyceln.
Der neue Mac mini mit M6 kann ab sofort vorbestellt werden, die Auslieferung startet am 22. September. In den USA kostet das Basismodell 899 US‑Dollar (rund 835 Euro), für den Bildungsbereich 799 US‑Dollar (rund 742 Euro). Der Mac mini mit M5 Pro beginnt bei 1.699 US‑Dollar (rund 1.579 Euro), Bildungskund:innen zahlen 1.599 US‑Dollar (rund 1.486 Euro). Weitere technische Details sowie Konfigurationsoptionen listet Apple online.
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