Apple hat die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 veröffentlicht und dabei einen Rekordumsatz für ein Juni-Quartal erzielt. Trotz Lieferengpässen und Gegenwind durch Wechselkurse konnte das Unternehmen den Umsatz deutlich steigern.
Umsatz wächst zweistellig in allen Regionen
Im abgelaufenen Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar (rund 94,8 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und gleichzeitig dem besten Juni-Quartal der Unternehmensgeschichte. Nach Angaben des Unternehmens legten sämtliche geografischen Regionen zweistellig zu. Besonders hervorgehoben wurden die USA, Lateinamerika, Westeuropa, Indien, Festlandchina, Japan sowie Südostasien, in denen ebenfalls neue Rekordwerte für ein Juni-Quartal erreicht wurden.
Auch die installierte Basis aktiver Geräte wuchs weiter und liegt inzwischen bei mehr als 2,5 Milliarden Geräten. Laut Apple wurde damit ein neuer Höchststand über alle Produktkategorien und Regionen hinweg erreicht.
Gewinn und Marge profitieren von Zollerstattungen
Der Nettogewinn belief sich auf 29,8 Milliarden US-Dollar (rund 25,8 Milliarden Euro). Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,02 US-Dollar (rund 1,75 Euro) und lag damit 29 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig erreichte der operative Cashflow 34,4 Milliarden US-Dollar (rund 29,8 Milliarden Euro). Nach Angaben des Unternehmens stellten alle drei Kennzahlen neue Rekorde für ein Juni-Quartal dar.
Die Bruttomarge des Konzerns lag bei 50,1 Prozent. Apple erklärte jedoch, dass dieser Wert durch Rückerstattungen im Zusammenhang mit Zöllen positiv beeinflusst wurde. Ohne diesen Effekt hätte sich die Marge im zuvor prognostizierten Bereich bewegt. Auch die Produktmarge profitierte von diesem Sondereffekt, während die Marge im Servicegeschäft aufgrund eines veränderten Produktmixes leicht zurückging.
Apple erwartet weiteres Wachstum
Für das laufende September-Quartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum zwischen neun und elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen stärkeren Gegenwind durch Wechselkurse sowie deutlich ausgeprägtere Lieferengpässe bei iPhone, Mac und iPad. Als Ursache nennt Apple die anhaltend hohe Nachfrage sowie eine eingeschränkte Flexibilität innerhalb der Lieferkette.
Die prognostizierte Bruttomarge soll zwischen 47 und 48 Prozent liegen. Darüber hinaus kündigte Apple eine Quartalsdividende von 0,27 US-Dollar (rund 0,23 Euro) je Aktie an.
Zum Abschluss des Earnings Calls bedankte sich Tim Cook bei den Aktionär:innen und Analyst:innen. Gleichzeitig bestätigte er, dass dies seine letzte Präsentation der Quartalszahlen gewesen sei. Künftig wird John Ternus diese Aufgabe übernehmen. Nach Angaben von Cook verläuft der Führungswechsel planmäßig.
