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DJI Romo P – Drohnen-Technik erobert den Boden

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Ich habe den DJI Romo P, den ersten Wisch-Saug-Roboter von DJI ausprobiert. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Marktführer für zivile Drohnen, sein Know-how in Sachen Navigation, Motoren und Sensorik auf den heimischen Boden bringt.

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Mit der DJI Romo-Serie aus Romo S, A und dem Flaggschiff P wagt das Unternehmen den Schritt in den umkämpften Saugroboter-Markt und fordert Platzhirsche wie Roborock und Dreame heraus. Ich habe mir das Topmodell, den DJI Romo P, geschnappt und für euch ausgiebig ausprobiert.

Hält das transparente Design, was es verspricht? Ist die „Drohnen-Navigation“ wirklich überlegen? Und rechtfertigt das Gerät den stolzen Preis von knapp 1.900 Euro? Ich habe den Sauger ausgepackt, seine Daten analysiert und ihn durch den heimischen Alltag gejagt.

Ein Hauch von Cyberpunk im Wohnzimmer

Der erste Eindruck zählt, und hier macht DJI keine Gefangenen. Während die Konkurrenz meist auf schlichtes Weiß oder Schwarz setzt, präsentiert sich der Romo P als echtes Statement-Piece. Das transparente Gehäuse gewährt Einblicke in das technische Innenleben – fast wie bei einer mechanischen Uhr oder der Nothing-Tech-Designsprache.

Es ist mutig, es ist anders und es schreit förmlich „Technologie“. Doch Design ist nicht alles. Wie schlägt sich der Newcomer, wenn man ihn aus seiner futuristischen Verpackung befreit?

Ausgepackt: Der erste Kontakt

Schon beim Auspacken merkt man, dass DJI hier ein Premium-Produkt abliefern wollte. Der Karton ist schwer, hochwertig bedruckt und erinnert eher an das Unboxing einer Inspire-Drohne als an ein Haushaltsgerät. Neben dem Roboter selbst, der mit seinem durchsichtigen Chassis sofort ins Auge sticht, finden wir die massive All-in-One-Reinigungsstation.

Diese wirkt trotz ihrer Größe elegant, nimmt aber ordentlich Platz in Anspruch. Im Lieferumfang enthalten sind außerdem eine Flasche spezielles Reinigungsmittel, eine Kartusche für den Bodenduft (ein Feature, das wir so noch nicht gesehen haben) und diverse Ersatzbürsten.

Alles an seinem Platz

Die Installation ist denkbar einfach und typisch für das Apple-Ökosystem: QR-Code scannen, App laden, fertig.

DJI Home
DJI Home
Entwickler: DJI
Preis: Kostenlos

Die Station selbst beherbergt zwei riesige 4 Liter Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sowie einen großen Staubbeutel, der laut DJI bis zu 200 Tage ohne Wechsel auskommen soll. Im Premium Segment mittlerweile üblich: Die Station reinigt die Mopps nicht nur, sie nutzt dafür 60 Grad heißes Wasser und trocknet sie anschließend mit Heißluft. Ein nettes Detail beim Auspacken ist die haptische Qualität der Tasten am Roboter. Nichts klappert, alles wirkt solide verarbeitet – bekannte DJI-Qualität eben.

Ein Blick unter die Haube

Nimmt man den Roboter genauer unter die Lupe, fallen sofort die Sensoren auf. DJI verbaut hier keine Standard LiDAR Türme, wie wir sie kennen, sondern setzt auf eine Kombination aus Weitwinkel LiDAR und Dual Fisheye Kameras, die direkt aus der Drohnen Entwicklung stammen könnten.

Diese  Augen  sollen Hindernisse nicht nur sehen, sondern verstehen. An der Unterseite finden wir zwei Seitenbürsten (endlich!) und eine breite Vollgummi-Hauptbürste, die Haarverwicklungen den Kampf ansagt. Die rotierenden Wischmopps im Heck sind anhebbar – ein Muss in dieser Preisklasse.

Die Daten: Zahlen, die beeindrucken

Bevor wir den Romo P auf die Strecke schicken, ein Blick auf das Datenblatt, das es in sich hat. DJI gibt eine Saugkraft von überragenden 25.000 Pascal an. Zum Vergleich: Viele aktuelle Top-Modelle dümpeln noch bei 10.000 bis 12.000 Pa herum. Das ist eine Ansage, die Erwartungen weckt. Redlicherweise ist die nominelle Saugkraft mittlerweile ein Marketinginstrument.

Der Akku mit 5.000 mAh soll für bis zu 4 Stunden Reinigung reichen, was auch für Villen genügen dürfte. Geladen wird er dank Schnellladefunktion mit 55 Watt in rekordverdächtigen 2,5 Stunden.

Konnektivität und Sensorik

Technisch spannend wird es bei der Navigation. Das System nennt sich „Advanced Path Planning“ und nutzt Algorithmen, die DJI ursprünglich für die Hindernisvermeidung seiner Mavic- und Air-Serien entwickelt hat. Der Roboter kartiert Räume in 3D und soll selbst Kabel, Schuhe oder Tierhinterlassenschaften millimetergenau erkennen und umfahren.

Für bei Apfeltalkwichtig: Die App wirkt aufgeräumt und modern, allerdings – und das ist ein kleiner Wermutstropfen – fehlt zum Start noch eine native Apple HomeKit-Integration. Hier muss DJI per Software-Update nachliefern, um das „Smart Home“-Erlebnis perfekt zu machen.

Was die Station leistet

Die Basisstation ist ein technisches Kraftwerk. Neben der erwähnten Heißwasser-Moppwäsche verfügt sie über eine automatische Dosierung für das Reinigungsmittel und eine Absaugung, die mit 65 dB leiser sein soll als bei der Konkurrenz. Ein Highlight für Haustierbesitzende: Der Romo P besitzt eine UV-Desinfektion im Wassertank, um Bakterienbildung und Gerüche zu vermeiden. Das Datenblatt liest sich also wie die Wunschliste eines Technik-Nerds. Aber Papier oder in diesem Fall ein PDF ist geduldig.

Im Alltag: Navigation auf Drohnen-Niveau

Schicken wir den Romo P also los. Das erste Mapping ist schneller als bei anderen Geräten. Wo andere Roboter minutenlang an Wänden entlangtasten, rauscht der DJI einmal durch den Raum, dreht sich kurz und zack – die Karte ist da. Und sie ist präzise. Er erkennt automatisch Teppiche, Möbel und sogar die Ausrichtung der Bodenbeläge. Im Reinigungsbetrieb zeigt sich dann die wahre Stärke der „Drohnen-DNA“: Die Hinderniserkennung ist phänomenal. Wir haben ihn gegen Kabel, Legosteine und herumliegende Socken fahren lassen – er hat sie alle ignoriert, bzw. elegant umkurvt, ohne sie zu berühren.

Saugleistung und Teppiche

Die 25.000 Pa sind nicht nur Marketing. Auf Hartböden saugt der Romo P selbst feinsten Staub aus Fugen, und auf Teppichen hört man förmlich, wie die Turbine hochfährt.

Katzenstreu? Kein Problem. Haare? Werden dank der speziellen Bürstenstruktur und der hohen Saugkraft fast restlos eingesaugt. Einziges Manko: Bei sehr hochflorigen Teppichen (Shaggy-Teppiche über 2 cm) kommt die Kletterfähigkeit an ihre Grenzen. Hier verhält er sich manchmal etwas zögerlich und umfährt den Teppich eher, als ihn zu erklimmen – vermutlich eine Vorsichtsmaßnahme der sensiblen Sensorik.

Wischleistung: Mehr als nur ein nasser Lappen

Das Wischen mit heißem Wasser macht einen sichtbaren Unterschied. Eingetrocknete Kaffeeflecken, die wir präpariert hatten, entfernte der Romo P im ersten Durchgang.

Die rotierenden Pads üben ordentlich Druck aus und fahren dank eines ausfahrbaren Schwenkarms auch bis ganz an den Rand ähnlich wie beim Narval Flow oder Dreame X50. Besonders angenehm: Er ist leise. Selbst im Standard-Saugmodus kann man sich im gleichen Raum normalunterhalten, ohne lauter sprechen zu müssen. Nach getaner Arbeit kehrt er zur Station zurück, und nach wenigen Minuten riecht es im Raum dank eines Floor Deodorizers  dezent frisch – Spielerei oder genial? Ich finde es überraschend angenehm.

Die App und das Ökosystem

Die DJI Home App ist stabil und intuitiv. Man kann No-Go-Zonen einrichten, Reinigungspläne erstellen und sogar die Kamera des Roboters als mobile Überwachungskamera nutzen. Die Bildqualität ist gut, die Latenz gering – auch hier merkt man die Herkunft aus dem Kamerabereich. Allerdings vermissen wir, wie erwähnt, die tiefe Integration in Apples Kurzbefehle oder HomeKit. Wer sein Smart Home komplett über Siri steuert, muss hier noch den Umweg über die App gehen. Das ist Jammern auf hohem Niveau, aber bei fast 1.900 Euro darf man das erwarten.

Fazit

Der DJI Romo P ist ein beeindruckendes Debüt. DJI hat nicht einfach nur einen weiteren Saugroboter gebaut, sondern das Segment tatsächlich bereichert. Die Navigation und Hinderniserkennung sind derzeit wohl das Maß aller Dinge und lassen selbst die Top-Modelle von Roborock oder Dreame alt aussehen. Das transparente Design ist ein Hingucker für Tech-Fans, und die Reinigungsleistung – sowohl Saugen als auch Wischen – ist exzellent.

Dennoch gibt es habe ich zwei Kritikpunkte:

  1. Der Preis: Mit 1.899 Euro UVP ist der Romo P extrem teuer. Er bietet zwar viel Technik, aber der Aufpreis zu einem Dreame X50 Ultra Complete oder Narwal Freo ist happig. Trotz 200 Euro Rabatt bei DJI liegen die Starßenpreise der Top Wettbewerber gut 500 Euro tiefer.

  2. Smart-Home-Integration & Teppiche: Für Apple Nutzende ist die fehlende HomeKit Anbindung schade. Zudem ist die Performance auf sehr hohen Teppichen noch ausbaufähig – hier ist er fast zu vorsichtig. Beides darf man -nicht nur angesichts des Preises erwarten!

Wer das absolute Maximum an Technik will, ein Faible für futuristisches Design hat und in einem Haushalt mit mehreren Hindernissen (Kinder, Haustiere) lebt, für den ist der DJI Romo P die neue Referenz. Wer nur saubere Böden will und auf den transparenten Look verzichten kann, findet beim günstigeren Bruder Romo S für 949 Euro oder der Konkurrenz ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Tech-Enthusiasten und Early Adopter ist der Romo P jedoch das Highlight des Jahres 2025.

Der DJI Romo P wurde uns von DJI für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.

Zu den Einkaufstipps:

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Bilder Autor und DJI

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Tags: Smart Home, Überwachungskamera, Schnellladefunktion, DJI Romo P, Advanced Path Planning, 25.000 Pascal, 5.000 mAh, UV-Desinfektion

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