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Magazin iPhone wird gerne zum „Sexting“ verwendet

für die die Betroffenen nichts können
Richtig. Die Betroffenen können nichts dafür. Sie können aber auch nichts dagegen machen, denn es sind wehrlose Kinder.
Das sind nämlich in dieser Konstellation die einzigen wahren Betroffenen.

Naja...und diejenigen, welche sich an dieser psychischen "Krankheit" laben, bereichern und über kleine Seelenleichen gehen, um den vermeintlich Betroffenen immer neues Futter geben zu können, sind nichts weiter als mein zitierter Abschaum, welcher als Erwachsener dort mitmischen will.

Hast Du schonmal einem dieser "Kranken" in die Augen geschaut, nachdem dieser 6 bis 10jährige Jungen und Mädchen gegen ihren Willen zum Oralsex gezwungen hat? Ich schon. Und wenn man dann die leeren, verängstigten und für ihr Leben gezeichneten Augen der tatsächlich Betroffenen sieht, dann ändert sich bestimmt auch die Meinung derer, welche immer und immer wieder eine abnormale Störung als psychische "Erkrankung" deklarieren. Hierbei gibt es für mich nur einen Part, der therapiert und als chronisch "geschädigt" angesehen werden sollte. Der andere Part ist noch nichtmal therapiewürdig. (just my 2cents)

Medienkompetenz ist schwierig und aufwändig zu vermitteln.
Das mag sein. Aber wenn ein heranwachsender Mensch offen und selbstbewusst mit seiner "eigenen" Sexualität umgeht, dann wird er nicht in diese Situation kommen. Warum also die Schraube versuchen an der Spitze herein zu drehen, wenn es am Kopf mit dem richtigen Werkzeug wie von selbst geht?
 
In der Schweiz ist das Verbreiten von eigenen pornografischen Aufnahmen von unter 16 jährigen nicht verboten, weil man diese vor Erpressung schützen möchte, sondern weil diese Handlung als Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie taxiert wird.
Das bedeutet, wenn der 16 Jährige seine 15 jährige Freundin nackt fotografiert, in gegenseitigem Einverständnis und beide sich die Bilder des anderen unters Kopfkissen legen, können sie wegen Kinderpornographie bestraft werden?
 
Ich hatte mit einem Fall zu tun, wo eine unter 16-Jährige anzügliche Bilder von sich gemacht hat und diese an andere Jugendliche gesendet hat. Sie wurde von der Jugendanwaltschaft für diese Handlung belangt.
 
Und die Strafe war mehr als ein paar züchtigende Worte?


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Das Mass der Strafe spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass das Mädchen deswegen verurteilt wurde.

Was das unter anderem bedeuten kann, möchte ich mit einem kleinen Exkurs verdeutlichen. In der Schweiz wird nächstens über eine Initiative abgestimmt, welche Personen, die wegen Kinderpornografie verurteilt wurden, ein lebenslanges Berufsverbot mit Kindern auferlegen will. Die Initiative hat sehr gute Chancen angenommen zu werden. Martin Kilias, ein in der Schweiz bekannter Strafrechtsprofessor warnt in diesem Beitrag davor, dass die Initiative auch bei Jugendlichen angewendet werden könnte, die wegen desselben Vergehens verurteilt wurden. Das würde konkret bedeuten, dass die erwähnte Jugenliche mit der ich zu tun hatte, lebenslang keinen Beruf mit Kindern mehr ausüben dürfte. Juristisch ist die Frage offenbar noch nicht geklärt, ob die Initiative wirklich so ausgelegt wird. Aber es zeigt doch, dass eine Verurteilung wegen dieses Tatbestandes bei Jugendlichen nicht einfach nur auf die leichte Schulter genommen werden kann, selbst wenn die Strafe nur minimal war.

Im besagten Beitrag wird auch nochmals der von mir oben erwähnten Straftatsbestand beschrieben. Kilias schreibt:
"Seit einigen Jahren grassiert unter Jugendlichen die Angewohnheit, von sich selber oder Sexualpartnern erotische Aufnahmen auf Handys zu speichern und auszutauschen. Was unter erwachsenen Paaren unproblematisch ist, wird als Herstellung, Besitz oder Verbreitung von «Kinderpornografie» zum Vergehen, wenn die abgebildete Person noch nicht 16 Jahre alt ist. Kurz und gut: Jugendliche leben in strafrechtlicher Hinsicht gefährlich, und wegen keines anderen Sexualdelikts werden sie so häufig in ein Strafverfahren verwickelt wie wegen Kinderpornografie."
 
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Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob von uns allen unbemerkt irgendwann mal ne Kampagne gegen den gesunden Menschenverstand einen enormen Erfolg erzielt hat. :o
 
Die Betroffenen mit denen ich zu tun hatte fanden das gar nicht lustig und hätten wohl viel dafür gegeben, wenn sie vor diesem "Experiment" verschont geblieben wären.

Und deshalb bin ich für die Bestrafung des Missbrauches, aber nicht für das generelle Verbot, solche Fotos anzufertigen und verschicken. Wenn "Lisa" Bilder an "Dennis" verschickt und Dennis diese Bilder an der Schule verteilt, dann hat doch etwas in der Erziehung von Dennis nicht funktioniert und nicht bei Lisa! Und daher muss Dennis bestraft bzw. aufgeklärt/erzogen werden, weil man etwas, das man im Vertrauen bekommen hat, nicht verraten, veröffentlichen oder anderweitig missbrauchen darf.

Was ist das für eine Geisteshaltung, in der wir nicht den Missbrauch bekämpfen, sondern die Möglichkeiten abschaffen, den Umgang mit Vertrauen zu erlernen?
 
Sailing-away, das klingt schön und gut was du da beschreibst und entspricht wohl dem "gesunden Menschenverstand". Leider ist es einfach so, dass die Sache aus strafrechtlicher Sicht ganz anders aussieht. Wie schon geschrieben, das kann man doof finden, aber es ist einfach so. Und weil es gerade so dem "gesunden Menschenverstand" widerspricht, ist Aufklärung in diesem Bereich nötig.

Daneben nützt es den Betroffenen wahrscheinlich nicht sehr viel, wenn jemand der entsprechende Bilder weitergibt strafrechtlich belangt wird. Wenn mal die Bilder kursieren, die Betroffene als "Schlampe" oder noch schlimmer bezeichnet wird, sich selbst nahe Freunde von der Jugendlichen abwenden und die Eltern im Dorf von wildfremden Menschen auf die Bilder angesprochen werden. Die Scham und der Schmerz kann dann bis zu Suizidgedanken bei den Betroffenen führen. Ich schreibe hier nicht irgendwelches theoretisches Zeugs, sondern was ich selber bei einer Jugendlichen erlebt habe. Es gibt nur eine Möglichkeit für Jugendliche, sich vor so einer Situation zu schützen, nämlich dass sie ganz genau überlegen, wem sie entsprechende Bilder senden, am besten dies sogar komplett unterlassen. Alles andere birgt immer das Risiko des Öffentlichwerdens.
 
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@Freshcoeur: und was willst du jetzt mit dem letzten Beitrag aussagen? Befürwortest du die Gesetzesinitiative der Schweiz oder empfindest du es - wie ich - als unerträgliche Absurdität?

Auch in den USA gibt es unglaubliche Fälle von pervertierter "Rechtsprechung". Ein kleiner Junge, 6 Jahre alt, hat einer Klassenkameradin einen Kuss auf die Wange gegeben, weil er sie gern hat. Die Rektorin der Schule hat den Jungen wegen sexueller Belästigung suspendiert. Dieser "Makel" kann dem Jungen sein ganzes Leben lang anhaften, weil Fälle von sexueller Belästigung in der Schulakte aufgeführt und nicht gelöscht werden.

Jetzt könnte man sagen, wer interessiert sich dafür noch, wenn der Junge später ein Mann von 20 Jahren ist. Das ist dann Schnee von gestern. Aber ich befürchte, dass sich in einer so pervertierten Gesellschaft genügend Leute dafür interessieren.
 
Wenn ich mit Jugendlichen über dieses Thema spreche (Ich leite seit Jahren Workshops für Jugendliche zum Thema "Sexualität") interessiert es nicht, ob ich die Initiative gut oder schlecht finde. Auch nicht, ob ich die jetzige Regelung gut oder schlecht finde. Es interessiert einzig und alleine, was gesetzlich Fakt ist. Das müssen Jugendliche (und auch Erwachsene) wissen. Danach liegt es in ihrer Verantwortung, ob sie sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten wollen oder nicht und entsprechende Konsequenzen in Kauf nehmen wollen.

Die Gesetzesinitiative habe ich erwähnt, um aufzuzeigen, welche vielleicht sogar noch unabsehbare Folgen eine Verurteilung haben kann, obwohl das Strafmass im Jugendstrafrecht meistens recht milde ausfällt.
 
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Naja...und diejenigen, welche sich an dieser psychischen "Krankheit" laben, bereichern und über kleine Seelenleichen gehen, um den vermeintlich Betroffenen immer neues Futter geben zu können, sind nichts weiter als mein zitierter Abschaum, welcher als Erwachsener dort mitmischen will.

Bei allem Verständnis für verbale Auseinandersetzungen hast DU nicht das Recht, MICH als Abschaum zu bezeichnen!!
 
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Nein, die strafrechtliche Sicht entspricht in keiner Weise dem gesunden Menschenverstand.

Was mich persönlich an solchen Diskussionen ärgert ist die Tatsache, dass wir alle schon so verklärt wurden, dass wir in allen möglichen Belangen eine strafbare sexuelle Handlung gegenüber Kindern sehen. Wo kommt denn bitte diese Vermutung in den Köpfen her?

Ich habe auf meinen Speicherkarten auch schon die nackten Hinter- und Vorderteile meiner Kinder gefunden.
Die einzige Lektion, die in diesem Fall jemand erfahren sollte, sind meine Kinder, weil sie 1. Papas Kamera nicht benutzen sollen und 2. wenn sie es schon tun, sollten sie so schlau sein ihre Spuren zu verwischen und lernen wie man die Fotos löscht.
In der Realität lernt der Papa aber u.U. eine existenzbedrohende Lektion und ist in den verklärten Köpfen der Gesellschaft für immer gebrandmarkt.

Ich selbst kann mit meinen eigenen und 1000%ig auch mit allen anderen Kindern in meinem familiären Umfeld nackt in der Wanne liegen, unter der Dusche stehen oder am Strand rumtoben ohne auch nur einen Funken von Erregung zu verspüren. Und in einem normalen Entwicklungsprozess erledigt sich solch ein Badewannenausflug irgendwann von selbst, wenn die Kinder ein Schamgefühl erfahren. Dann wollen sie das schon von alleine nicht mehr. Zumindest nicht mehr mit Erwachsenen.
Und wer der heutigen Gesellschaft mit allen seinen "komischen" Ansichten in dieser Hinsicht alles nachplappert und in einem nackten Duo von Vater und Tochter oder Mutter und Sohn eine Gefährdung der sexuellen Moral sieht, der sollte mal ganz tief in sich hinein hören und seine eigenen Fantasien zu diesem Thema hinterfragen.

Ich bin schon im Schwimmbad in der Herrendusche angesprochen worden, dass ich bitte meiner Tochter einen Badeanzug anziehen solle, da es sicher Menschen gäbe, die sich bei dem Anblick sexuell aufgefordert fühlen würden. In was für einer kranken Gesellschaft leben wir eigentlich? Und da tut so eine schweizerische Abstimmung sicher ihr Übriges dazu, wenn es tatsächlich dazu führt, dass die 15jährige für ihre "Entwicklung" verurteilt wird.

Ich sag ganz ehrlich....wir hofieren dieses perverse Pack noch weiterhin so lange als psychisch Kranke vor dem Gesetz und der Gesellschaft, dass irgendwann eine völlige Umkehr der normalen sexuellen Entwicklung stattfinden wird. Jeder wird (zumindest moralisch) schuldig sein.
 
Wenn ich mit Jugendlichen über dieses Thema spreche [...} interessiert es nicht, ob ich die Initiative gut oder schlecht finde. Auch nicht, ob ich die jetzige Regelung gut oder schlecht finde.

Doch, in dieser Diskussion ging es um Meinungen und Positionen zum Thema, ob es richtig und gut ist, Sexting zu verbieten. Du hast stattdessen immer nur eine Rechtslage beschrieben, dich aber nie dazu geäußert, ob du diese Rechtslage und deren Entwicklung richtig findest, oder nicht. Und wenn du zu diesem Thema mit Jugendlichen sprichst, finde ich es um so wichtiger, eine Meinung dazu haben und diese auch zu vermitteln. Es kann doch nicht richtig sein, eine absurde Rechtslage oder Rechtsentwicklung einfach nur zu vermitteln, ohne dabei auch den gesunden Menschenverstand und andere gesellschaftliche Werte, wie Vertrauen, Respekt, Würde usw. zu vermitteln.
 
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Bei allem Verständnis für verbale Auseinandersetzungen hast DU nicht das Recht, MICH als Abschaum zu bezeichnen!!

Nun...für Deine Reaktion gibt es nur zwei Alternativen.

1. Du kannst nicht lesen.
2. Du gehörst einem Kinderpornoring an.

Beim Ersten gebe ich einfach nur die Empfehlung meine Aussage noch mal zu lesen und zu verstehen und beim Zweiten hätte ich tatsächlich nichts mehr hinzu zu fügen.
 
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Reaktionen: Bierhefe
1. Du kannst nicht lesen.
2. Du gehörst einem Kinderpornoring an.

Ich glaube, dir ist nicht ganz klar, was du hier von dir gibst. "Kinderpornoring"??
Deinen Satz habe ich mehrfach gelesen und sehr wohl verstanden, was du damit gemeint hast.

Vielleicht solltest du Diskussionen fernbleiben, in denen du nicht sachlich bleiben kannst.
 
Ich glaube, dir ist nicht ganz klar, was du hier von dir gibst. "Kinderpornoring"??
Deinen Satz habe ich mehrfach gelesen und sehr wohl verstanden, was du damit gemeint hast.

Anscheinend nicht. Oder "noch" nicht !

Ich weiß nicht, warum Du Dich von mir angesprochen fühlst.
Zum erneuten Verständnis:

Naja...und diejenigen, welche sich an dieser psychischen "Krankheit" laben, bereichern und über kleine Seelenleichen gehen, um den vermeintlich Betroffenen immer neues Futter geben zu können, sind nichts weiter als mein zitierter Abschaum, welcher als Erwachsener dort mitmischen will.

Damit sind die Menschen gemeint, welche Kinderpornographie in Bild und Ton herstellen, verbreiten und sich dafür die Taschen mit Geld vollstopfen. Möglicherweise sind es sogar Menschen, die ihre eigenen Kinder an Pädophile verkaufen.
Also hab ich immer noch keinen Schimmer, warum gerade DU Dich angesprochen fühlst.

Und zu der Ansicht, dass Menschen mit pädophilen Neigungen, also die Kunden des oben zitierten Abschaums, nur zu einer Gruppe von psychisch Erkrankten gehören, entgegne ich weiterhin mit meiner Meinung, dass diese keine wirklich Betroffenen sind und ich auch sehr wenig bis überhaupt kein Verständnis dieser Gesellschaftsgruppe entgegenbringen kann.

Jetzt verstanden?
 
Und ich habe deinen Beitrag so verstanden:
Diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass Pädophilie von der Gesellschaft als psychische Krankheit verstanden werden soll und damit ihr Geld verdienen (wie z.B. Psychologen, Soziologen, Ärzte usw.), gehen damit über kleine Seelenleichen, weil sie den vermeintlich Betroffenen (den Tätern) damit eine Rechtfertigung für ihre Taten (neues Futter) geben.

Diese Betrachtungsweise hat sich für mich aus dem Kontext deiner Äußerungen ergeben.

Einer der Grundsätze der Kommunikationspsychologie lautet: "gesagt ist nicht gehört". Wie eine Nachricht verstanden wird, liegt in der Verantwortung des Senders und nicht des Empfängers. Du hast dich nicht unmissverständlich ausgedrückt und wurdest falsch verstanden. Anstatt zu versuchen das aufzuklären, bezichtigst du jemanden als Analphabet oder Mitglied eines Kinderpornorings.
Ganz normal ist das nicht.
 
Bitte beruhigt Euch wieder. Die Aussage double-d's hat auch in unseren Augen eindeutig den Bezug zu den Pädophilen selbst, keinesfalls jedoch zu denen, die (auch wenn es gegen Bezahlung, z.B. als Arzt usw.) helfen und heilen wollen.

Ihr habt doch bereits gezeigt, dass Ihr beide in der Lage seid, Euch sensibel und verantwortungsbewusst über diese Thematik zu unterhalten. Bleibt bitte dabei.
 
Doch, in dieser Diskussion ging es um Meinungen und Positionen zum Thema, ob es richtig und gut ist, Sexting zu verbieten. Du hast stattdessen immer nur eine Rechtslage beschrieben...
Ich zitiere mal mich selber:
Unmoralisch, kriminell oder illegal ist zunächst natürlich nichts an Sexting. Selbstverständlich sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene Sexualität entdecken, erleben und geniessen können und irgendwelche zusätzliche Verbote sind auch nicht nötig.
Und um noch dein Interesse zu stillen: Ich finde, dass die Rechtssprechung im thematisierten Bereich und auch die in der Gesetzesinitiative schlummernde mögliche Auslegung "über das Ziel" hinaus schiesst und nicht dem Sinne entspricht, wie das Gesetz wohl gemeint war. Die "Falschauslegung" sollte deshalb meiner Meinung nach durch eine Gesetzesänderung verhindert werden.
Es kann doch nicht richtig sein, eine absurde Rechtslage oder Rechtsentwicklung einfach nur zu vermitteln, ohne dabei auch den gesunden Menschenverstand und andere gesellschaftliche Werte, wie Vertrauen, Respekt, Würde usw. zu vermitteln.
Wenn ich mich zurückhalte, meine persönliche Meinung zur Rechtslage vor Jugendlichen kundzutun, heisst das noch lange nicht, dass ich nicht über "Vertrauen, Respekt oder Würde" spreche mit ihnen. Die Workshops, die ich leite, finden im Schulkontext statt. Bei der bei den Schülern vorherrschenden religiösen Vielfalt muss man sich bei so einem heiklen Thema jedoch schon sehr genau überlegen, wo und wie man eine Diskussion führt, welche sehr stark von persönlichen Werten geprägt ist. Ansonsten kann das schnell zu Ärger mit Schülern oder Eltern führen.
 
Mir fällt in letzter Zeit eine extreme Prüderie in US-amerikanischen Filmen auf: Noch vor ca. 10 Jahren gab es seitens der Hauptheldin, wenn sie zufällig eines männlichen Genitals ansichtig wurde (Verdächtiger unter der Dusche verhaftet oder so) maximal ein Heben der Augenbrauen, ein Lächeln und ein Zuwerfen eines Handtuches.
Heute gibt es spitze Schreie, Würgereflexe und lang anhaltendes psychisches Trauma. Selbst Männer drehen sich von einer nackten Frau weg, halten sich dabei die geschlossenen (!) Augen mit der Hand zu und stammeln irgendwas von "das Abendessen kann ich heute vergessen".
Wenn das als gesellschaftliche Norm transportiert wird, wundert mich manches gar nicht mehr.