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Magazin iPhone wird gerne zum „Sexting“ verwendet

Martin Wendel

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Random Fun Fact zum Montag: Wie das britische Marktforschungsunternehmen YouGov in einer Umfrage herausgefunden hat, haben 30 Prozent der iPhone-Nutzer bereits freizügige Nachrichten mit ihren Smartphones verschickt – das sogenannte Sexting. Bei dem einstigen Smartphone-Marktführer BlackBerry sind es 21 Prozent der Nutzer, bei Samsung nur 17 Prozent. 19 Prozent aller Smartphone-Nutzer gaben außerdem an, ihre erotischen Bilder und Nachrichten irrtümlich einmal an den falschen Empfänger gesendet zu haben. 4 Prozent von ihnen gar an die Schwiegermutter – ups.[prbreak][/prbreak]

„Es scheint, dass iPhone-Besitzer definitiv ein wenig risikofreudiger sind, wenn es um ihre mobile Kommunikation geht“, so die Auftraggeber der Umfrage. „Check before you sext“ sollte demnach die Devise lauten. Ansonsten laufe man Gefahr, dass Bilder in falsche Hände – und womöglich im Internet – landen. Aber noch in einem anderen Bereich spielen die iPhone-Nutzer ganz vorne mit: Beim Schlussmachen über Textnachrichten. 12 Prozent der iPhone-Besitzer sollen ihre Beziehung schon auf die besonders feine Art beendet haben – doppelt so viele, wie der Durchschnitt der Briten.

iphone-sexting_flickr.jpg​
Bild von Pro Juventute (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten
Via The Huffington Post
 
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Ich hab meinen Schmuddelkram immer zielsicher verteilen können. Dem Herrn sei Dank.

Interessant wäre auch zu erfahren, ob auch mehr vom iPhone kommt, wenn es sich um ein iPhone/Android Pärchen handelt.
Soziologen aller Länder vereinigt euch!
 
Die Umfrage halte ich für schwachsinnig. Weit interessanter ist jedoch die Kampagne gegen Sexting, aus der das zum Artikel verlinkte Bild stammt.
 
Noch viel interessanter finde ich den Grund, warum es gegen alles, was mit Sexualität zu tun hat, eine Kampagne geben muss, die vornehmlich dazu dienen soll unsere Kinder zu schützen.

Unmoralisch, kriminell und illegal sind die natürlichen Bedürfnisse und Vorlieben sexuell aktiver Menschen doch nicht automatisch, nur weil sie "auch" für unmoralische, kriminelle und illegale Dinge "missbraucht" werden.

Autofahren ist nicht kriminell. Autofahren mit einem gestohlenen Fahrzeug sehr wohl. Das einvernehmliche Verschicken von erotischen oder pornografischen Bildern der eigenen Person ist auch nicht generell unmoralisch oder illegal. Wenn darauf Minderjährige zu sehen sind allerdings ganz sicherlich. Selbst wenn sie es freiwillig und aus eigenem Antrieb tun.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin weit weg von in irgendeiner Weise positiven Diskussion zu Jugend- oder Kinderpornografie, aber ich bin auch der Meinung, dass die eigene Sexualität von Heranwachsenden (auch in der heutigen Zeit) irgendwie entdeckt und erfahren werden muss. Ob nun unser Gebüsch im Zeltlager von damals das heutige Smartphone ist, um das andere Geschlecht zu entdecken, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich sehe auch die Gefahr, welche dieser Weg über das Internet birgt, allerdings weiß ich aus meiner Zeit auch ganz genau, dass in unserem Gebüsch nur wir Kinder waren und keine Erwachsenen.
Unsere Kinder werden zwar in einer anderen Zeit groß, aber sie sind sicher nicht dämlicher als wir früher, so dass man ihnen ruhig Ihr Gebüsch zugestehen darf.

Der gesamte erwachsene Abschaum, der da gerne mitmischen will gehört auch meiner Meinung nach ausgerottet.

Jetzt darf man das verstehen wie man will. Ich antworte auch gerne auf berechtigte Kritik an meiner Meinung, aber mit den obigen Einschränkungen in Bezug auf "unnatürliche" Beweggründe beim Sexting, bin ich als erwachsener Mensch, dem es durchaus Vergnügen bereiten kann, sich auf diesem Weg mit seiner Ehefrau ein gewisses Extra in die Beziehung zu holen, entschieden gegen solche Kampagnen.

Und was das natürliche Interesse am anderen oder mittlerweile sogar gleichen Geschlecht unserer Kinder angeht....die Sittenwächter von heute würden beim betrachten unseres Gebüschs wahrscheinlich das Anpflanzen von Sträuchern unter Strafe stellen wollen, denn....im Gegensatz zum heutigen Foto konnten wir damals sogar anfassen. Bäähm. ;)

Und wenn ich ehrlich bin, mag ich meine Kinder lieber in einem aufgeklärten und natürlichen Verhältnis zu ihrer eigenen Sexualität aufwachsen sehen, als später das verkorkste Resultat von zu viel sexueller Unselbständigkeit bei "Bauer sucht Frau" oder "Schwiegertochter gesucht" anschauen zu müssen.
 
Ich habe ein iPhone und finde es ja so superlästig, wieviel MIR von anderen an solchen Messages zugeschickt wird :D




Harharhar


Im Ernst. Dieses Phänomen finde ich - uninteressant. Naja. Bis eben eigene Kinder davon betroffen sind...
 
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Außerdem erspart es einem das stundenlange Suchen auf Google.

(Und für alle Moralischen: Hier steckt sehr viel Sarkasmus im Post!)
 
Unmoralisch, kriminell oder illegal ist zunächst natürlich nichts an Sexting. Selbstverständlich sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene Sexualität entdecken, erleben und geniessen können und irgendwelche zusätzliche Verbote sind auch nicht nötig.

Sexting ist dennoch vor allem im Jugendbereich problematisch, weil hier doch schnell die Grenzen zur Illegalität überschritten werden können oder der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Bildinhalten noch nicht besonders ausgeprägt ist. Nicht selten werden Jugendliche erpresserisch unter Druck gesetzt entsprechende Bilder aufzunehmen oder werden "Gegenleistungen" für den Verzicht auf ein "Öffentlichmachen" verlangt. Daneben machen sich in der Schweiz Jugendliche unter 16 Jahren strafbar, wenn sie pornografische Bilder selbst von sich(!) weiterverbreiten oder entsprechende Bilder anderer Personen nicht augenblicklich vom Smartphone oder Computer löschen (Der letzte Punkt gilt natürlich auch für ältere Personen). Viele Jugendliche sind sich dieser Tatsachen nicht bewusst, deshalb ist es notwendig, dass entsprechende Kampagnen gestartet werden (Und offenbar hat das Problem eine grössere Relevanz, sonst würde man wohl kaum Geld in die Aufklärung investieren). Ansonsten darf ich mich in Zukunft noch viel mehr bei der Arbeit mit Jugendlichen unterhalten, welche um Rat nachfragen, wie sie aus vertrackten Situation welche auf Grund von Sexting entstanden sind wieder herausfinden.
 
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Wenn die Displaygröße steigt wirds sicher noch mehr!
 
Der gesamte erwachsene Abschaum, der da gerne mitmischen will gehört auch meiner Meinung nach ausgerottet.

Im Großen und Ganzen kann ich double_d zustimmen, aber "Abschaum ausrotten" geht mir ein bisschen zu weit. Die Veranlagung zur Pädophilie ist eine psychische Störung und somit eine Krankheit, für die die Betroffenen nichts können. Kranke auszurotten ist mir vom Gedankengut her ein bisschen zu nahe bei der "Ausrottung von unwertem Leben", wie es im Nazi-Reich praktiziert wurde. Solche Forderungen helfen nicht wirklich weiter.
 
Und wenn ich ehrlich bin, mag ich meine Kinder lieber in einem aufgeklärten und natürlichen Verhältnis zu ihrer eigenen Sexualität aufwachsen sehen, als später das verkorkste Resultat von zu viel sexueller Unselbständigkeit bei "Bauer sucht Frau" oder "Schwiegertochter gesucht" anschauen zu müssen.

Inwiefern sich ein aufgeklärtes und natürliches Verhältnis zur eigenen Sexualität entwickelt, wenn ein vorschnell und unbedacht von einem Jugendlichen versendetes privates Bild plötzlich in der gesamten Schule kursiert, sei einmal dahingestellt.

Medienkompetenz ist schwierig und aufwändig zu vermitteln. Das Totschlagargument "Es machen aber alle" kommt eh immer. Die Kampagne finde ich daher gut. Zwar sind solche Kampagnen kein "Allheilmittel", können aber ein Baustein sein...
 
Es hat sich nichts geändert seit meiner Jugend: Alles, was Spaß mach im Leben, ist verboten, unmoralisch oder macht dick. :mad:
 
In allen drei Fällen ist es nachher ein Junge oder ein Mädchen :D
 
Inwiefern sich ein aufgeklärtes und natürliches Verhältnis zur eigenen Sexualität entwickelt, wenn ein vorschnell und unbedacht von einem Jugendlichen versendetes privates Bild plötzlich in der gesamten Schule kursiert, sei einmal dahingestellt.

Weil es Bestandteil eines natürlichen und wichtigen Experimentierverhaltens ist!

Das biologisches Konzept des "Spielens", zu dem ich den vorschnellen und unbedachten Umgang mit Sexualität hinzu zähle, beinhaltet das Risiko des Scheiterns, nämlich auch mal die seelische oder körperliche Verletzung. Dennoch hat sich das Spielen in der Biologie durchgesetzt, weil es immense Vorteile für die körperliche und geistige Entwicklung bietet, gegenüber den Spezies, die nicht spielen (können). Auch Sexualität wird spielerisch erlernt, oder sollte es zumindest. Diesen Raum sollte man den sogenannten "Heranwachsenden" geben und nicht immer alles verbieten, was möglicherweise schädlich sein könnte.

Ich finde es bedenklich, um mal bei dem Beispiel von oben zu bleiben, wenn die Schweiz Jugendlichen das Posten von eigenen Bildern mit sexuellem Inhalt verbietet, weil sie diese Jugendlichen vor Erpressungsversuchen der Mitschüler schützen möchte. Warum werden die Erpresser nicht viel konsequenter bestraft? Erpressung ist ein Straftatbestand. Das Senden von Nacktbildern sollte es nicht sein. Irgendwie ist es so, als würde man Frauen das Tragen von kurzen Röcken verbieten, weil es Männer gibt, die das zum Anlass einer Vergewaltigung nehmen könnten. Diese Sichtweise haben wir doch hoffentlich längst überwunden.
 
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Weil es Bestandteil eines natürlichen und wichtigen Experimentierverhaltens ist!
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Ich weiss nicht, ob du schon mal mit jemandem zu tun hattest, von dem anzügliche Bilder auf dem Schulhof zirkulierten. Die Betroffenen mit denen ich zu tun hatte fanden das gar nicht lustig und hätten wohl viel dafür gegeben, wenn sie vor diesem "Experiment" verschont geblieben wären. Oder ich weiss nicht, ob du als Vater oder Mutter es toll finden würdest, im Dorf auf die Nacktbilder deiner Tochter oder deines Sohnes angesprochen zu werden.

Ich finde es bedenklich, um mal bei dem Beispiel von oben zu bleiben, wenn die Schweiz Jugendlichen das Posten von eigenen Bildern mit sexuellem Inhalt verbietet, weil sie diese Jugendlichen vor Erpressungsversuchen der Mitschüler schützen möchte.
In der Schweiz ist das Verbreiten von eigenen pornografischen Aufnahmen von unter 16 jährigen nicht verboten, weil man diese vor Erpressung schützen möchte, sondern weil diese Handlung als Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie taxiert wird. Davon kann man jetzt halten, was man will, es ist einfach so. Und die Jugendlichen müssen das wissen.
 
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