PETER. Aber, Staatsrat, habe ich nicht den Beschluß gefaßt, daß meine königliche Majestät sich an diesem Tage freuen und daß an ihm die Hochzeit gefeiert werden sollte? War das nicht unser festester Entschluß?
PRÄSIDENT. Ja, Eure Majestät, so ist es protokolliert und aufgezeichnet.
PETER. Und würde ich mich nicht kompromittieren, wenn ich meinen Beschluß nicht ausführte?
PRÄSIDENT. Wenn es anders für Eure Majestät möglich wäre, sich zu kompromittieren, so wäre dies ein Fall, worin sie sich kompromittieren könnte.
PETER. Habe ich nicht mein königliches Wort gegeben? – Ja, ich werde meinen Beschluß sogleich ins Werk setzen, ich werde mich freuen. Er reibt sich die Hände. O, ich bin außerordentlich froh!
PRÄSIDENT. Wir teilen sämtlich die Gefühle Eurer Majestät, soweit es für Untertanen möglich und schicklich ist.
PETER. O, ich weiß mir vor Freude nicht zu helfen! Ich werde meinen Kammerherren rote Röcke machen lassen, ich werde einige Kadetten zu Leutnants machen, ich werde meinen Untertanen erlauben, – aber, aber, die Hochzeit? Lautet die andere Hälfte des Beschlusses nicht, daß die Hochzeit gefeiert werden sollte?
PRÄSIDENT. Ja, Eure Majestät.
PETER. Ja, wenn aber der Prinz nicht kommt und die Prinzessin auch nicht?
PRÄSIDENT. Ja, wenn der Prinz nicht kommt und die Prinzessin auch nicht – dann – dann –
PETER. Dann, dann?
PRÄSIDENT. Dann können sie sich eben nicht heiraten.
PETER. Halt, ist der Schluß logisch? Wenn – dann –. Richtig! Aber mein Wort, mein königliches Wort!
PRÄSIDENT. Tröste Eure Majestät sich mit andern Majestäten! Ein königliches Wort ist ein Ding – ein Ding – ein Ding, – das nichts ist.