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Gründe für OS X

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von Rubashov, 30.04.08.

  1. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Vor ein paar Tagen entstand zwischen einigen Freunden und mir die Diskussion, warum Apple-Rechner in öffentlichen Einrichtungen derzeit nur selten zu finden sind.
    Als ein wesentlicher Grund wurde in dem Gespräch angenommen, daß dies wohl am Vergaberecht der öffentlichen Haushalte läge, wonach die Angebote mit den besten Preis-Leistungs-Verhältnissen bei gegebenem Anforderungsprofil den Zuschlag erhalten.
    Hieraus entstand die Frage, welche Gründe für die Anschaffung von Apple Hardware sprechen. Diese Frage möchte ich hiermit gerne an das Forum weiterreichen.

    Welche Gründe sprechen für die Beschaffung von Apple-Rechentechnik bei einem klassischen Büroarbeitsplatz mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Adressdatenbank, Internet-Anwendungen, DTP?

    Welche Gründe sprechen gegen die Beschaffung von Lösungen mit Windows oder Linux als Client-OS?

    Wie läßt sich darlegen, daß die Apple-Rechentechnik ein besseres Preis-Leistungsverhältnis (bei der Beschaffung) hat als andere Maschinen mit Windows/Linux?


    Nikolas



    PS:
    Der (in meinen Augen oftmals esoterische) Ansatz der Total Costs of Ownership sollte bei dieser Betrachtung weitestgehend außen vor bleiben, da die TCO zum einen sehr schwer zu bestimmen sind und die meisten öffentlichen Haushalte nach wie vor kameralistisch und nicht kaufmännisch ausgerichtet sind. D.h. die Rechentechnik wird häufig wie ein Hammer oder ein Stuhl als ein reines Werkzeug angeschafft und dabei wird nicht betrachtet, ob der eine oder andere Hammer bzw. Stuhl bislang unbekannte bzw. nicht abschätzbare Folgekosten nach sich zieht.
     
  2. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Gar keine!
    Der Ärger fängt mit dem miserablen Hardware-Support an (schau mal bei SUN, IBM o.ä. vorbei was die anbieten) und geht direkt weiter mit dem nicht vorhandenen Supportplan für Security Fixes für ältere OS Releases. Wenn man 1000 PCs hinstellt, dann wird man die Dinger nie mit einem neuem OS Release bestücken. Bei Apple ist dies aber notwendig, weil aktuell MacOS X <= 10.3 nicht mehr mit Security Fixes versorgt wird. Wenn man also Rechner kurz vor der Markeinführung von 10.4 gekauft hat, dann mußte man bei der Einfürhung von 10.5 auf dieses wechseln! Das ist vollkommener Unsinn, da dies oftmals auch Applikationsupgrades nach sich zieht, und massiv Geld kostet. Planungssicherheit gibt es bei Apple dank der nicht vorhandenen Termine für neue OS Releases überhaupt nicht. So kann man keine Groß IT betreiben.

    Selbst Microsoft bietet verläßliche Wartungspläne für Windows an. Die kommerziellen UNICES und die Mainframes OS sind darin absolut vorbildlich.

    P.S. Gerade ist Ubuntu 8.04 LTS (Linux Dist) erschienen. Ubuntu garantiert 5 Jahre Security Fixes für die LTS Releases. Daran sollte sich Apple mal ein Beispiel nehmen!
     
  3. larkmiller

    larkmiller Saurer Kupferschmied

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    Ich denke, dieser Beitrag (#2) erklaert das ganz gut.

    Franze
     
  4. j33n5

    j33n5 Horneburger Pfannkuchenapfel

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    LOL
     
  5. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Schlechter Apple-Support

    Wirklich? Mmh. Also bislang hatte ich (privat) keine Probleme auch fuer sehr alte Apple-Rechner noch Ersatzteile zu bekommen. Es ist dann nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, ob sich eine Reparatur im Vergleich zu einer Neuanschaffung lohnt.

    Was genau ist denn am Apple-Support so miserabel, dass man vom Kauf einer solchen Loesung fuer eine Arbeitsgruppe Abstand nehmen sollte?

    Und was macht den Support von SUN, IBM u.a. so viel besser?

    Wenn ich das System richtig verstanden habe, dann basieren diese notwendigen Aktualisierungen der Anwendungen auf Entscheidung der Drittanbieter, oder? Diese wollen die Entwicklungs- und Supportkosten niedrig halten und geben deshalb an, dass ihre Software nur ab Version X.X des Betriebssystems laeuft. Dies kann man doch dann nicht Apple anlasten?
    Unabhaengig davon, ist es nicht auch in der Windows-Welt eine weit verbreitete Sitte, dass Hersteller von Anwendungssoftware die Installation des jeweils aktuellen Servicepacks fuer das OS voraussetzen – eben um die Entwicklungs- und Supportkosten zu minimieren?

    Die letzten Rechner mit 10.3 wurden im April 2005 ausgeliefert – dies ist nunmehr 3 Jahre her. Nach 3 Jahren sind die Rechner abgeschrieben, am Ende ihrer wirtschaftlichen Laufzeit und sollten durch aktuelle Maschinen ersetzt werden. Auch wenn sie technisch bislang noch fehlerfrei arbeiten so sollten sie aktualisiert werden, weil nach dieser Zeit ihre Ausfallwahrscheinlichkeit durch gealterte Kondensatoren, Festplatten, Loetverbindungen etc. stark ansteigt.
    Eine geplante Hard- und Softwaremigration nach 3 Jahren sollte sich darueber hinaus leichter umsetzen lassen als ein vereinzelter Austausch von Geraeten nur im Falle eines Ausfalles.

    Gibt Apple denn nicht bekannt, wann die Veroeffentlichung der naechsten OS-Version geplant ist?

    Wenn diese Veroeffentlichungstermine so wichtig fuer den Betrieb von IT-Infrastrukturen sind – wie kann sich Microsoft dann eine jahrelange Verzoegerung bei den Veroeffentlichungsterminen fuer neue OS-Versionen erlauben?


    Ohne einen Flamewar ueber die OSe anzetteln zu wollen – spricht denn nicht die Anzahl der notwendigen Aktualisierungen bei Windows nicht gegen dieses Produkt? Die Termine fuer die Veroeffentlichungen von Softwareaktualisierungen moegen ja vorbildlich sein – waere es jedoch nicht besser auf weniger Termine angewiesen zu sein?

    Unabhaengig davon: Es ging mir bei meiner Frage nicht um Mainframe-IT, sondern um Arbeitsplatzloesungen mittels Apple-Technik.


    Nikolas
     
  6. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Gruende gegen Apple

    Danke. Interessante Argumentation. Demnach ist Apple eine Hard- und Softwarebude, die ihre Produkte nicht in grossem Stil in Unternehmen und Institutionen genutzt sehen moechte.

    Gibt es dennoch Gruende, welche fuer die Anschaffung von Apple-Technik in einer Arbeitsgruppe sprechen, insbesondere dann, wenn sich um einen kompletten Neuaufbau einer Infrastruktur ohne notwendige Ruecksichtnahme auf bestehende IT handelt?


    Nikolas
     
  7. larkmiller

    larkmiller Saurer Kupferschmied

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    Es ist eben eine Frage des Wollens. Neuseeland zB hat in seinen Verwaltungen seit Jahren auf Apple gesetzt. Dort funktioniert es.

    Hier in den USA gibt es viele Büros, Anwaltspraxen, Arztpraxen, die komplett auf Apple laufen, und das, obwohl hauptsächlich nur spezifische Büroarbeit gemacht wird.

    Der Punkt ist schlicht und ergreifend: Installierst Du komplett neu, OS X ist keine Fremdwort für Dich und es gibt die SW die Du brauchst, spricht seit den flachen iMacs nichts mehr dagegen.
    Hast Du hingegen eine etablierte, teure und weitestgehend schon bezahlte Win-Umgebung, wird das nie sinnvoll sein. Dummerweise ist das halt ausserhalb den Medienberufen so - und wird sich nicht so schnell ändern.
     
  8. larkmiller

    larkmiller Saurer Kupferschmied

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    Meine Antwort hat sich wohl mit Deiner überschnitten.

    Nein, wenn die SW für die jeweiligen Bedürfnisse vorhanden ist und/oder relativ einfach angepasst werden kann.

    Hardware bekommst Du für Windows/Linux billiger, aber dafür handelst Du dir hohen Platzbedarf am Arbeitsplatz (Bildschirm, Rechner, lange Kabel) ein, ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor (Möbel, die dies kaschieren, Reinigungskosten, eingeschränktes Bürodesign). Zusätzlich, falls Du nicht top secret arbeiten musst, ist die Airportlösung für Arbeitsgruppen weitaus billiger, Du ersparst Dir die Kabellegerei und es funktioniert idiotensicher (zumindest bei der Extreme).

    Maintenance-Kosten sind bei Apple erfahrungsgemäß um Grössenordnungen billiger.

    Für den Büroanwender spielt es keine Rolle, ob er/sie auf einem Apple oder Wintel arbeitet.
     
  9. LuS

    LuS Macoun

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    Schon alleine die Tatsache, daß sich auf einem neuen Apple nur das jeweils neueste Mac OS aufspielen lässt, macht Macs für größere Unternehmen untauglich. Keine IT Abteilung möchte sich den Releasestand ihres BS dadurch diktieren lassen, daß irgendwo ein Rechner ersetzt werden muß.

    Überdies wird man sich nicht freiwillig von einem Hardwarelieferanten abhängig machen, wenn man das schon bei dem BS nicht vermeiden kann.
     
  10. MacBat

    MacBat Murer Reinette

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    Da könnte man dann doch auf den "esoterischen" Ansatz des TCO zu sprechen kommen:

    http://www.networkworld.com/best/2006/022706bestbreaker-schwartau.html?page=1

    "The results of this TCO astounded me. For my small enterprise, owning a WinTel box for three years costs twice as much as owning a MacTel. When I talked with several of our clients, I found that the burdened cost of ownership per PC - just for support - ranged from $1,300 to $4,000 per year."
     
  11. landplage

    landplage Admin
    AT Administration

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    Zumindest hier bei uns im Amt werden Rechner nicht gekauft, sondern gelaest. Nach 3-4 Jahren wird der Bestand komplett ausgetauscht. Geht in der Zwischnezeit ein Rechner kaputt, garantiert der Leasinggeber Ersatz in der vereinbarten Qualität. Es wird also kein einzelner, wesentlich modernerer Rechner geliefert, sondern ein Modell auf dem technischen Niveau wie alle anderen.

    Von daher würde nichts gegen Apple sprechen. :-D

    Entscheidend sind in meinen Augen nicht die technischen Fakten, sondern die Präferenzen der Entscheider. Und das sind in den meisten Fällen nicht die IT-Fachleute, sondern Buchhalter, Büroarbeiter, Chefs, die von Apple nur wissen, daß das teure Kisten für schwule Designer sind, die in einem seriösen Unternehmen nichts zu suchen habe. :p
     
  12. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Und wie lange dauern die jeweiligen Reparaturen? Wie lange sind die Rechner zur Reparatur weg? Professionellen Support gibt es bei Apple nur für den Xserve, für die MacPros ist der nicht erhältlich, und beim Xserve muß man sich die Ersatzteile selbst ins Lager legen.

    Du kennst den Support von SUN, IBM & Co?

    Nein, Apple ändert öfters das OS ab, so daß man bei einem Wechsel des OS Releases gezwungen ist Software Updates zu kaufen. Einfach mal hier im Forum die Threads zum Thema durchlesen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich nicht das OS Release zu wechseln. Und dabei sind die Lizenzkosten das kleinste Problem, wenn es eine neue Version von einer Software auf dem Desktop gibt, zieht das immense Kosten für Schulungen nach sich.

    Größere Server werden über längere Zeiträume betrieben, und man migriert sie nur dann, wenn es handfeste Gründe dafür gibt. Ein Alter von drei Jahren des Servers ist definitiv kein Grund dazu. Und die Server sind notwendig damit man die Arbeitsplatzrechner betreiben kann. Hast Du nur ansatzweise eine Ahnung was man an Hardware aufbieten muß, um etwa 1000 Arbeitsplätze nur mit einem Fileserver zu versorgen?
    Ramschhardware ist ist kein Argument.

    Drei Jahre sind für PCs ein brauchbarer Zeitrahmen, aber für Server ticken die Uhren anders. Du denkst immer nur an die Rechner, die Apple im Programm hat. Wenn man aber viele Mitarbeiter versorgen muß, muß man entsprechend dicke Hardware haben die dies überhaupt kann. Gibt's nicht von Apple, das ist ein großes Problem. Kunden wollen vielfach eine rundum sorglos Lösung von einem Anbieter.

    MacOS X 10.3 lief nur auf PowerPC Hardware, und nun gibt es nur noch Intel Hardware. Klingt toll, daß man nun viel mehr Rechenleistung bekommt. Server Applikationen und In-House Lösungen als Emulation laufen zu lassen klingt nicht sonderlich gut. Ergo, muß man die Software neu übersetzen und für die neue OS Version komplett durchtesten - das kostet richtig Geld.

    Nein, es gibt grundsätzliche keine Termine. Von diesen Terminen hängt aber ab, wann der Support für die vorletzte Version eingestellt wird. Und dieser letztgenannte Termin ist der auf den es ankommt.

    Da verwechselst Du etwas. Es geht hier nicht im die Termine für neue OS Versionen (Tabelle was ist mit neuem OS Release gemeint)
    • Win: …, Win2k, XP, Vista
    • Solaris: …, 8, 9, 10
    • MacOS X: …, 10.3, 10.4, 10.5
    sondern um die Tatsache, daß Apple immer nur das aktuelle Release und das davor mit Security Fixes unterstützt. Aber dieser Support mit Security Fixes ist essentiell, wenn man Groß IT betreibt.

    Nein, Du verwechselst die Anzahl der Security Fixes mit denen der OS Releases, das ist nicht das gleiche.

    Bei MS sind die Zyklen, wann neue OS Releases erscheinen länger als bei Apple. Die Security Fixes sind ein anderes Thema. Hier ist wichtiger, daß bei einem Fehler dieser schnell behoben wird. MS bietet immer für einen Übergangszeitraum zwei OS Releases parallel an: aktuell gibt es immer noch XP und das neuere Vista.

    Du kannst keine Massen von PCs aufstellen und diese nur mit Xserves versorgen, das geht einfach nicht. Man braucht dazu eine komplette IT-Infrastruktur, die es aber von Apple nicht gibt. IBM, SUN, HP stellen Dir in den Keller die notwendigen dicken Server, damit man Groß-IT Installationen betreiben kann. Macs kannst Du nur als Arbeitsplatzrechner und Server für kleinere Arbeitsgruppen gebrauchen. Für Serverfarmen sind die Xserves effektiv zu teuer.
     
  13. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Das ist definitiv falsch, da es für Windows und die UNIX Systeme Terminal Lösungen gibt. Schau einfach bei SUN unter dem Stichwort SUN Ray nach. Gibt's nicht von Apple.
     
  14. crossinger

    crossinger Doppelter Melonenapfel

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    (Nicht, dass ich die anderen Argumente ignoriere, nur das oben stach mir besonders ins Auge)

    Ich denke mal, dieser Kostenfaktor wird seit einigen Jahren auch "großzügig" übergangen. Ich habe es selbst bei einem Unternehmen mit mehreren hundert Büroarbeitsplätzen erlebt: Rollout mit neuem Windows & neuem MS-Office: So, liebe Mitarbeiter - und nun viel Spaß! Da durften sich dann die Sekretärinnen etc. selbst per trial&error mit dem neuen System anfreunden und ihre alten Funktionen wiederfinden.

    Und ich denke mal, das ist mittlerweile zwecks Kostendämpfung durchaus häufiger anzutreffen...

    *J*

     
  15. LuS

    LuS Macoun

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    Aha, und die Leasingfirma bekommt die Rechner dann woher? Hiermit wird das Problem lediglich auf die Leasingfirma verlagert.

    Mit Windows wird die IT im Regelfall übrigens auch nicht die Überraschung erleben, daß es von einer neuen Software, die eine Fachabteilung wünscht, keine Windows-Version gibt. Bei Macs kann das durchaus eher vorkommen.
     
  16. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Tja, dafür sinkt die Produktivität für viele Tage bis Wochen halt ab. Irgend wie muß man das immer bezahlen, fragt sich nur unter welchem Posten die Kosten anfallen.
     
  17. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Alles spricht gegen Apple

    Was ist denn "professioneller Support"? Das Gegenteil von: "Der Systembetreuer beim Kunden weiss was er macht"?

    Die Rechner waren jeweils mehrere Tage zur Reparatur. Und fuer diese Zeit gab es ein Austauschgeraet – eines welches genau fuer dieses Szenario einer Reparatur vorgehalten wird.

    Nein. Kenne ich nicht. Was ist an diesem Support so besonders? (Ich habe die Frage schon einmal gestellt.)
    Haben die genannten Firmen einen 24h-Austauschservice, so wie diverse Apple-Haendler? Haben diese Firmen eine besondere Hotline, so wie einige Apple-Systemhaeuser?
    Was zeichnet den Support dieser Firmen fuer den Endkunden gegenueber dem Support von Apple und deren Vertriebspartnern aus?

    Unabhaengig davon: Ich kenne niemanden, der SUN- oder IBM-Maschinen als Geraete fuer einen Bueroarbeitsplatz (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Post) einsetzt. Und auf diese Anwendungen bezog sich meine urspruengliche Frage. Es ging mir bei dieser nicht um Workstations zur Pi-Berechnung.

    Ich schreibe es gerne noch einmal: Das ist nicht das Problem Apples, sondern die Entscheidung der Softwareanbieter. Diese wollen nicht fuer 3-4 OS-Versionen entwickeln und Support leisten und schraenken deshalb die Lauffaehigkeit ihrer Programme ein. Wenn diese Hersteller wollten, koennten auch alte Programme auf neuen OSen laufen.

    Wer wechselt schon ein OS, nur weil eine neue Version herausgekommen ist? Das OS wird mit dem Rechner gewechselt - also nach 3 Jahren. Gleichzeitig werden die Anwendungsprogramme aktualisiert. Mit diesem Wechsel gibt es eine Schulung sowohl fuer das neue OS als auch die aktualisierten Anwendungen.
    Wieso soll das bei Apple OS ein Problem und bei Windows oder Linux keines sein?

    Ja und? Nach 3 Jahren auf neue Anwendungsssoftware zu aktualisieren und hierfuer zu schulen ist doch selbstverstaendlich. Oder sollen Schulungen nur alle 6-8 Jahre durchgefuehrt werden?

    Die Schulungskosten fuer Spruenge ueber mehrere Softwaregenerationen hinweg duerften groesser sein als wenn man regelmaessig mit den kleinen Entwicklungsschritten der Software mitgeht und dann jeweils schult.


    Nein, davon habe ich keine Ahnung. Die meisten Behoerden und Institutionen die ich kenne haben keine 1.000 Arbeitsplaetze. Haeufiger sind dies 1-50 Arbeitsplatzrechner in einer geschlossenen Struktureinheit. Und auch diese haengen dann nicht an einem einzigen zentralen Server, sondern haben Zugriff auf verschiedene, dedizierte Server. Darueber hinaus laufen die Server zumeist unter einem anderen Betriebssystem als die Arbeitsplatzrechner. Dies ist entweder SunOS, Netware oder ein Linux.

    Meine urspruengliche Frage bezog sich auf den Einsatz von Apple-Technik am Arbeitsplatz in einer oeffentlichen Einrichtung. Dazu gehoeren zum Beispiel Kindertagesstaetten, Schulen, das Gesundheitsamt, die Pressestelle einer Stadtverwaltung oder die Friedhofsverwaltung einer Kommune. Diese Einrichtungen haben alle den Bedarf fuer einen typischen Bueroarbeitsplatz (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Post), werden unter Umstaenden auch via VPN oder Standleitung in ein Behoerdennetz eingebunden, muessen aber mitnichten ueber einen systemweiten Zugriff auf die Buchhaltungssoftware der Kommune, die Planungssoftware des Tiefbauamtes oder die Softwareregistratur des Stadtarchives verfuegen.
    Diesen Einrichtungen reicht in aller Regel der Zugriff auf einen Authentifizierungs-, einen File- sowie einen Mailserver. Diese Server koennen bei einer bestimmten Groesse der Institution im Haus stehen, sind aber fuer gewoehnlich dedizierte Maschinen und laufen nicht unter dem Betriebssystem des Clients.
    Was spricht also gegen den Einsatz von Apple-Technik an Arbeitsplaetzen bei genau solchen Szenarien? Der ominoese und bislang nur nebuloese Einwurf "Anforderungen von Gross-IT" kann es nicht sein. Die meisten Stadtverwaltungen in Deutschland beschaeftigen weit weniger als 1.000 Mitarbeiter – ueber alle Organisationseinheiten mit ihren unterschiedlichen Anforderungen und Standorten hinweg.


    Seit wann ist Apple-Hardware denn Ramschware? Bzw. welche Hardware verbauen denn Sun, IBM und Co., dass die Lager der von ihnen verbauten Festplatten nicht nach 3 Jahren ausgeschlagen, die Kondensatoren nicht gealtert sind und die Loetstellen nicht nach Jahren des Betriebes bruechig werden?

    Bislang dachte ich immer, dass diese genannten Firmen betriebswirtschaftlich kalkulieren und nicht den den Fehler des "deutschen Ingenieurs bei LEICA" machen: Die Hardware haelt ewig, wird deshalb nur ein einziges Mal gekauft und generiert keine Folgegeschaefte.
    Diese Firmen zwingen aus betriebswirtschaftlichem Eigeninteresse die Kunden zu Folgegeschaeften durch Hardware- und Softwaremigration, da nur dies betriebswirtschaftlich notwendige Umsaetze generiert.


    Es geht nicht um Server. Es geht um Arbeitsplatzrechner bzw. Loesungen fuer kleine Arbeitsgruppen in oeffentlichen Einrichtungen. Die wenigsten Kommunen oder oeffentlichen Institutionen haben den Bedarf fuer "Gross-IT" mit mehreren tausend Arbeitsplaetzen an einer zentralen Serverstruktur.

    Darueber hinaus wollen Kunden einen Ansprechpartner bei ihren Beschaffungen und Wartungen. Es ist ihnen aber herzlich egal, ab dieser ihnen Komponenten von A, B oder C verkauft und verbaut hat. Dies ist ein gewaltiger Unterschied zu der obigen Aussage. Kunden wollen mitnichten Peripheriegeraete, Client-OS, Server-OS und Anwendungen nur von Microsoft.
    Kunden wollen eine Loesung fuer ihre Beduerfnisse und ob die nun von Sun, Apple, IBM oder Microsoft kommt interessiert sie nicht, solange die Anforderungen erfuellt sind und der Verkaeufer dies gewaehrleisten kann. Da in aller Regel aber die genannten Firmen nicht als direkte Geschaeftspartner der Kunden auftreten, sondern Vertrieb, Installation und Wartung in aller Regel durch spezialisierte Partner uebernommen wird, koennen diese verkaufen und verbauen was sie moechten – solange sie die Gewaehrleistung uebernehmen.

    Was also spricht in diesem Punkt gegen Apple als Lieferant fuer Teilkomponenten?

    Und diese Server- und In-House-Loesungen haben alle den Wechsel von DOS auf NT/W2k/XP/Vista oder von irgendeinem Unix auf ein Linux sowie vice versa kostenfrei mitgemacht?
    Und ich wiederhole es noch einmal: Es ging und geht mir nicht um Server. Die Frage bezog sich auf Arbeitsplaetze mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Post. Da sind keine Spezialloesungen fuer Finanzbuchhaltung, CRM, GIS, Anlagensteuerung u.a. dabei.

    Und ich dachte bislang dies ist nicht relevant, wenn man die Clients alle 3 Jahre aufgrund der Wirtschaftlichkeit und Ausfallsicherheit der Hardware umstellt...

    Dann geht es also doch um Termine fuer neue OS-Versionen. ;)

    Und noch einmal: Es geht nicht um "Gross-IT".

    Das ist bei Apple doch auch so. Und solange bei Apple zwei OS-Versionen nicht innerhalb von 3 Jahren obsolet werden – wo ist das Problem?


    Warum geht das nicht? Gibt es hierfuer plausible Gruende oder ist das so, weil es bislang noch niemand gemacht hat und es deshalb eine Glaubensfrage ist?

    Jetzt kommen wir doch zum Pudels Kern. Endlich. Macs sind also doch fuer Arbeitsplatzrechner und kleine Arbeitsgruppen zu gebrauchen. Darum ging es mir die ganze Zeit. Und nicht um ominoese Gross-IT.

    Was also spricht gegen/fuer die Beschaffung von Apple-Technik fuer Arbeitsplatzrechner und kleine Arbeitsgruppen in oeffentlichen Einrichtungen?


    Nikolas
     
  18. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Abhaengigkeiten

    Aber wo passiert das? Die Rechner werden alle 3 Jahre ausgetauscht. Mit diesem Austausch der Hardware erfolgt eine Aktualisierung des Betriebssystems als auch der Anwendungen samt Schulung.

    Sollte ein Rechner zwischenzeitlich einen Defekt aufweisen, so wird dieser durch ein gleichzeitig mit den anderen Rechnern beschafftes und seit dem bevoratetes Ersatzgeraet getauscht. Im Falle eines Defektes wird doch keine neue Ersatzhardware beschafft. Beschaffung, Anpassung und Inbetriebnahme waeren sehr viel teurer als die Bevoratung eines Ersatzgeraetes.


    Wenn man schon beim OS eine gewisse Abhaengigkeit hat – in diesem Falle OS X – dann spielt die Abhaengigkeit von der Hardware doch keine Rolle mehr?


    Nikolas
     
  19. Rubashov

    Rubashov Braeburn

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    Quellen

    Wo finde ich hierzu Quellen?


    Wenn es fuer einen Bueroanwender keine Rolle spielt, warum sollte man dann Apple nehmen, deren Geraete bei den Einstandskosten teurer sind als vergleichbare Windows-Maschinen?

    Was also spricht fuer Apple trotz der hoehreren Anschaffungskosten?


    Nikolas
     
  20. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Bevor ich hier Romane schreibe: Lies Dir das durch.

    Da gibt es aber einige Kunden, die von den großen drei (IBM, HP, SUN) PCs am Arbeitsplatz einsetzen.

    Nochmals, wenn Apple das OS verändert, so daß Software angeändert werden muß, damit sie optimal auf einem neuem OS Release läuft ist das definitiv kein Problem des ISV.

    Warum sollte man in einer Stadtverwaltung bei unterschiedlichen Dienststellen unterschiedliche Systeme benutzen? Wenn man dafür eine zentrale Software- und Hardwaresupportstelle in der Verwaltung hat, ist das deutlich billiger.

    Der status quo ist bei solchen Lösungen meist MS Office + Outlook.

    Server Festplatten sind schon immer mit einer längeren Lebensdauer versehen, dafür kosten sie halt mehr. Apple bietet traditionell faktisch keine dedizierter Server Hardware an, die Xserves sind besser aber so was wird bei den großen nur als Einstiegsserver verkauft. Die teuren Server sind allesamt so aufgebaut, daß sie lange halten. Wenn was kaputt geht sind die Dinger fast vollständig redumdant aufgebaut.

    Die Rechner veralten und irgend wann wird der Support abgekündigt (je nach Rechnerkategorie mit entsprechend langen Vorlaufzeiten), spätestens dann werden die Server ausgemustert und ersetzt. Das Leica-Problem kann da nicht auftreten, allein schon weil die Anforderungen stetig größer werden.

    Auch Arbeitsgruppen brauchen Server, und wenn vor Ort kein Admin vorhanden ist, muß das eine zentrale Supportstelle übernehmen.

    Und deshalb kauft man keine Apple-Rechner, da man da nicht bei einer Firma bedient werden kann, da Apples Produktpalette einfach nicht ausreichend ist. Apple ist nur dann eine Option, wenn man keine über die Apple Produktepalette hinausgehende Lösungen braucht.

    Warum sollte man sich ein weiteres OS ins Haus holen, welches nur zusätzliche Kosten aber keinen Nutzen verursacht?
    Was kann MacOS X was Windows oder Linux auf dem Desktop und zusätzlich AIX, Solaris, i5OS, HP-UX, OpenVMS, … auf dem Server nicht auch können?
    Das was Du die ganze Zeit nicht wahrhaben willst: Macs sind ausschließlich dafür geeignet, und somit ergeben sich Problem für jeden Kunden der Lösungen braucht, die über dieses Angebot hinausgehen. Was nützt Dir MacOS X in einem Büro der Stadtverwaltung in Hintertupfingen, wenn es eine Speziallösung von Landesministerium nur für Windows oder Linux gibt, und man diese auch in Hintertupfingen benutzen muß?
    Sind sind inkompatibel mit den Rest der IT-Infrastruktur.
     

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