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Ein Apfel, zwei Bisse: Die datenhungrige Wolke

Lokale Synchronisation ist doch mittlerweile ein Relikt aus der Steinzeit.

An solchen Sätzen kann man ablesen, wie gut die Gehirnwäsche der großen Konzerne funktioniert.

Womit begründest Du Deine Aussage? Für mich ist es die ideale Methode, meine Rechenknechte auf dem gleichen Stand zu halten, ohne die halbe Welt über meine Angelegenheiten zu informieren.

Wenn es tatsächlich Dinge gibt, die ich zeitgleich synchron halten will, dann möchte ich mir die Methode selbst aussuchen können und nicht vorgeschrieben bekommen. Da gibt es definitiv bessere und sicherere Verfahren, als Apples Cloud.
 
An solchen Sätzen kann man ablesen, wie gut die Gehirnwäsche der großen Konzerne funktioniert.
Nein, aber an Deinem Beitrag erkennt man, wie gut die Gehirnwäsche der Massenmedien funktioniert (*zwinker*, *nichtganzernstgemeint*)

Für mich ist es die ideale Methode, meine Rechenknechte auf dem gleichen Stand zu halten, ohne die halbe Welt über meine Angelegenheiten zu informieren.
Das ist der übliche Fehlschluss. Zum Zeitpunkt der Synchronisation ist der Großteil der synchron zu haltenden Daten bereits durch die halbe Welt gewandert. Mail-Singaturen, Buchungsbestätigungen, Kalendereinladungen.

Zudem lässt sich über Kabel nur mit erheblicher Zeitverzögerung synchronisieren. Sprich: Die Gefahr ist groß, dass z.B. meine Assistentin mir kollidierende Termine einträgt, weil sie meine Termineingaben der letzten Stunden nicht sehen kann.

Zu guter letzt: Warum in aller Welt soll man sich die Mühe der manuellen Synchronisation machen, wenn doch alles vollautomatisch im Hintergrund ohne das Zutun des Nutzers geht?

Wenn es tatsächlich Dinge gibt, die ich zeitgleich synchron halten will, dann möchte ich mir die Methode selbst aussuchen können und nicht vorgeschrieben bekommen. Da gibt es definitiv bessere und sicherere Verfahren, als Apples Cloud.
Niemand wird gezwungen die Synchronisation über Apple laufen zu lassen. Du kannst jeden anderen Anbieter wählen, der Exchange (ActiveSync-over-the-Air) oder IMAP/CalDAV/CardDAV unterstützt. Oder eben in großen Unternehmen die eigene Infrastruktur nutzen.
 
Das lokale Syncen hat eine höhere Übertragungsrate.
Außerdem kann ich es auch auf Reisen nutzen, denn die Internetverbindung im Zug ist nicht die schnellste.

Ich denke es kommt da sehr auf den Verwendungszweck an. Wer schon immer Exchange Server benötigt hat, für den ist der Platz in der Cloud ein Fortschritt.

Alle ohne Exchange Server brauchen die Cloud höchstens als Ersatz für den USB Stick ...
 
Die Übertragungsrate beim Synchronisieren doch relativ egal, da das eh im Hintergrund läuft und zudem meist nur kleine Datenmengen verteilt über den Tag synchronisiert werden müssen.

Im Zug habe ich mittlerweile auch oft schnellen WLAN-Zugang über die Telekom und selbst wenn nicht brauche ich mir keine Gedanken über die Synchronisation machen, denn bevor ich in den Zug eingestiegen bin, hat sich mein iPhone sicher schon synchronisiert.

Und mit Verlaub: Wer die Cloud als "Ersatz für den USB Stick" ansieht, hat leider nicht mal im Ansatz verstanden, worum es bei der Cloud geht.
 
Bei der Cloud geht es um Zentralisierung vertraulicher Daten.

Beim Anbieter Ihres Vertrauens :-)

Alles klar ...
 
Nein, aber an Deinem Beitrag erkennt man, wie gut die Gehirnwäsche der Massenmedien funktioniert (*zwinker*, *nichtganzernstgemeint*)
Ja. Genau. Jetzt sind die von Snowden und Aussange verführten Medien keine Aufdecker mehr sondern nur noch Botschafter der Spielverderber, die uns die schöne heile Cloud-Welt madig machen wollen, nicht wahr? *kopfschüttel*

Das ist der übliche Fehlschluss. Zum Zeitpunkt der Synchronisation ist der Großteil der synchron zu haltenden Daten bereits durch die halbe Welt gewandert. Mail-Singaturen, Buchungsbestätigungen, Kalendereinladungen.
Nein, DAS ist der übliche Fehlschluss. Zu keinem Zeitpunkt war jemals das Geburtsdatum eines Freundes in Verbindung mit seinem Foto im Internet, zu keinem Zeitpunkt war die Verknüpfung "X ist Freundin von Y" im Netz, noch nie habe ich über das Internet verschickt, wo ich mich wann aufzuhalten gedenke, verdammt, ich bin kein Exhibitionist und nur weil andere offenbar den ganzen Tag nichts anderes tun als ihre Termine und Kontakte synchron zu halten und mittels
[...] meine Assistentin [...]
Termine abzugleichen, trifft das bei weitem nicht auf alle zu.

Zu guter letzt: Warum in aller Welt soll man sich die Mühe der manuellen Synchronisation machen, wenn doch alles vollautomatisch im Hintergrund ohne das Zutun des Nutzers geht?
Richtig, nur falsch angesetzt: Warum in aller Welt sollte man allen aufzwingen dürfen, ihre Daten quer durch die Welt schicken zu müssen während das alles locker im selben WLAN mit WLAN-Sync ginge auf der Distanz von wenigen Metern?
Niemand wird gezwungen die Synchronisation über Apple laufen zu lassen. Du kannst jeden anderen Anbieter wählen, der Exchange (ActiveSync-over-the-Air) oder IMAP/CalDAV/CardDAV unterstützt. Oder eben in großen Unternehmen die eigene Infrastruktur nutzen.
Richtig. Niemand wird gezwungen. Das stimmt. Da für mich das Verteilen meiner (und der anderen Daten) nicht in Frage kommt, verzichte ich auch auf weitere i*-Produkte von Apple. Ich muss den Wanzen-Müll nicht kaufen.

Und das neueste Android auch nicht, selbst _wenn_ man das in Erwägung ziehen würde (was ich nicht tue, für mich ist damit die Ära "Smartphone" einfach vorbei).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss den Wanzen-Müll nicht kaufen.

Schon klar. Wenn wir's etwas netter formulieren, kriegen wir vielleicht wieder den local sync oder eine time capsule mit 'owncloud'.

Obwohl ich auch das Gefühl habe, dass Apple die Daten 'bei sich' haben will und darauf vermutlich nicht eingehen will.
 
Ja, mein Posting war emotional. Obwohl ich Bananenbieger sehr schätze, hat mich seine "ist doch eh alles schon in der Cloud" und "wie steinzeitlich ist eigentlich noch lokales Abgleichen" irgendwie aufgeregt. Und ja, ich bin ein wenig angenervt von der Tatsache, dass sich mein Smartphone quasi über Nacht in einen teueren iPod verwandelt hat.

Also bitte, ich editiere jetzt das Posting nicht, das wäre feige, aber ich bitte, die Schärfe der Aussagen meinem inneren Frust zuzuschreiben und wohlwollend nachzusehen.
 
Bei der Cloud geht es um Zentralisierung vertraulicher Daten.
Ganz und gar nicht. Hinter der Cloud steckt die Idee, Computing-Ressourcen on-demand bereitzustellen oder zu konsumieren. Praktisch so wie Strom aus der Steckdose.


Ja. Genau. Jetzt sind die von Snowden und Aussange verführten Medien keine Aufdecker mehr sondern nur noch Botschafter der Spielverderber, die uns die schöne heile Cloud-Welt madig machen wollen, nicht wahr? *kopfschüttel*
Auch das trifft den Punkt nicht. Um den Massen reißerische Storys geben zu können, wird alles mögliche irgendwie in den Snowden-Kontext gesetzt. Lenkt natürlich von den eigentlichen Problemen ab und führt zu völlig irrationalen Panikreaktionen bei cloud-technisch unbedarften Leuten.

Nein, DAS ist der übliche Fehlschluss. Zu keinem Zeitpunkt war jemals das Geburtsdatum eines Freundes in Verbindung mit seinem Foto im Internet, [...]
Internet? Neumodischer Krimskrams! Deine gesamten Finanztransaktionen lagen schon in fremden Rechenzentren, als Otto-Normalverbraucher noch nicht mal was vom Internet gehört hat. Die deutsche GEZ hatte gar eine zentrale Datenbank, mit der sich vor Verfügbarkeit von GPS nachvollziehen lies, wer wann wo gewohnt hat (und zwar leichter als die Einwohnermeldeämter, die dezentral organisiert sind). Bewegungsprofile sind spätestens seit der Zeit der tragbaren Mobiltelefone problemlos erstellbar.

[...]ich bin kein Exhibitionist und nur weil andere offenbar den ganzen Tag nichts anderes tun als ihre Termine und Kontakte synchron zu halten[...]
Heutzutage arbeiten aus Effizienzgründen praktisch alle größeren Unternehmen so.

Warum in aller Welt sollte man allen aufzwingen dürfen, ihre Daten quer durch die Welt schicken zu müssen während das alles locker im selben WLAN mit WLAN-Sync ginge auf der Distanz von wenigen Metern?
Oh je! WLAN ist doch soooo unsicher. Wenn dann bitte nur mit Kabel. ;-)

Richtig. Niemand wird gezwungen. Das stimmt. Da für mich das Verteilen meiner (und der anderen Daten) nicht in Frage kommt, verzichte ich auch auf weitere i*-Produkte von Apple. Ich muss den Wanzen-Müll nicht kaufen.
Keine Sorge. Deine sensiblen Daten lagern eh schon bei irgendwelchen Anbietern irgendwo in der Welt. Hier in Deutschland ist das Ganze auch durch die Auftragsdatenverarbeitung ganz legal möglich.



Im Grunde sieht es doch so aus: Ein Mensch, der vor sagen wir mal 4000 Jahre hier in Westeuropa gelebt hat, wird sich nicht vorstellen können, dass man so verrückt ist, sich bei der Nahrungsmittelversorgung komplett auf andere zu verlassen. Genauso ist es doch auch bei der Cloud. Man hat Angst davor, Dinge aus der Hand zu geben.
 
Die Cloud ist erstmal ein großer Speicher, keine Dienstleistung.
Dabei ist Speicherplatz total günstig!
Wozu Speicher mieten?

Diese Machtzentren repräsentieren die riesigen Speicherzentren, die überall gebaut wurden (Datenburgen und -Schlösser) den Weg zurück wird es nicht geben.

Auf eine Dienstleistung wie bei Strom wird sich kaum einer einlassen. Und wenn, dann läuft's wie bei Adobe oder MS nicht nach Verbrauch sondern als Abo.
Beim Abo lässt sich mehr kassieren.
 
Ganz und gar nicht. Hinter der Cloud steckt die Idee, Computing-Ressourcen on-demand bereitzustellen oder zu konsumieren. Praktisch so wie Strom aus der Steckdose.
Gutes Beispiel, jetzt, wo die Stromkonzerne versuchen, Zwangswanzen installieren zu dürfen, die dann gleich Daten generieren, die man schon jetzt, bevor man sie noch hat, schon weiterverkaufen möchte.

heise schrieb:
Einbaupflicht auf Bestandszähler inklusive viertelstündlicher Fernübertragung an den Versorger kann Breyer nur wenig abgewinnen. Auch die Anregung der Autoren, die Zählerdaten in "einer weitergehenden Nutzung [..]durch Dritte" zu vermarkten, sieht er als "Alptraum für unsere Privatsphäre".

Strom aus der Steckdose: Gute Idee. Spionagezähler: Schlechte Idee.
So ist es mit dem Internet und der Cloud. Man kann ein durchaus vernünftiges Prinzip so lange pervertieren, bis es unvernünftig wird.


Auch das trifft den Punkt nicht. Um den Massen reißerische Storys geben zu können, wird alles mögliche irgendwie in den Snowden-Kontext gesetzt. Lenkt natürlich von den eigentlichen Problemen ab und führt zu völlig irrationalen Panikreaktionen bei cloud-technisch unbedarften Leuten.
Genau genommen kann man überhaupt keine Datenverarbeitung mehr AUßERHABL des "Snowden"-Kontextes sehen. Es ist der Super GAU, wenn wir lernen, dass wir von einer Schattengesellschaft aus Geheimdiensten und Überwachungspolitikern ausgespäht werden wie Schlachtvieh. _Alles_ was jenseits lokaler Maschinengrenzen verarbeitet wird, MUSS im Kontext der Snwoden-Enthüllungen gesehen werden, ALLES andere ist naiv oder ignorant.

Internet? Neumodischer Krimskrams! Deine gesamten Finanztransaktionen lagen schon in fremden Rechenzentren, als Otto-Normalverbraucher noch nicht mal was vom Internet gehört hat. Die deutsche GEZ hatte gar eine zentrale Datenbank, mit der sich vor Verfügbarkeit von GPS nachvollziehen lies, wer wann wo gewohnt hat (und zwar leichter als die Einwohnermeldeämter, die dezentral organisiert sind). Bewegungsprofile sind spätestens seit der Zeit der tragbaren Mobiltelefone problemlos erstellbar.
Worauf willst du hinaus? Weil das Einwohnermeldeamt weiß, wo ich wohne, soll Aldi auch wissen dürfen, welche Kaffeemarke ich bevorzuge? Willst du sagen, wenn ich jemandem ungestraft auf die Zehe steigen kann, dann darf er sich auch nicht beschweren, wenn ich anfange ihm den Fuß abzusägen? Oder was soll dieses Beispiel? Es ist schlimm genug, was andere ohnehin schon wissen (müssen), damit das "moderne Leben" reibungslos abläuft, das kann doch keine Rechtfertigung für einen Freibrief für Totalüberwachung und Datenzentralismus sein.

Ah, ja, und Bewegungsprofile eines Mobiltelefons klappen nur, wenn man das Telefon dauernd dabei hat. Ich wähle sorgfältig, wann ich es mitnehme. Zudem habe ich ein anonymes Telefon - nein, ich weiß, die Asgard spüren es auch so auf, aber es wird dem Geheimdienstabschaum zumindest erschwert, mich in automatische Massenüberwachung zu integrieren.

Keine Sorge. Deine sensiblen Daten lagern eh schon bei irgendwelchen Anbietern irgendwo in der Welt. Hier in Deutschland ist das Ganze auch durch die Auftragsdatenverarbeitung ganz legal möglich.
Ich verstehe. Kapitulationshaltung. Nun, ich denke, dann ist eine Diskussion sinnlos. "Die" haben schon alle Daten, deswegen kann ich auch alles in die Cloud spulen und die Leute in meinem Adressbuch, die das nicht wollen, ignoriere ich, ich entscheide, dass ich sie kompromittiere, weil ich behaupte, "die" wissen eh schon alles.
Bequem.

Im Grunde sieht es doch so aus: Ein Mensch, der vor sagen wir mal 4000 Jahre hier in Westeuropa gelebt hat, wird sich nicht vorstellen können, dass man so verrückt ist, sich bei der Nahrungsmittelversorgung komplett auf andere zu verlassen. Genauso ist es doch auch bei der Cloud. Man hat Angst davor, Dinge aus der Hand zu geben.
Und? Ist es eine gute Idee, dass mittlerweile eine Handvoll Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und einige wenige Saatgutmonopolisten die Weltversorgung von Lebensmitteln im Griff haben? Wenn eine Lobby versucht, nicht monopolisiertes Saatgut durch eine EU-Prüfverordnung so zu verteuern und zu verkomplizieren, dass alles Saatgut, das nicht "impotent" gezüchtet wurde, von der Welt verschwindet?

Du bringst sehr gute Beispiele - allerdings eher für _meine_ Argumentationslinie, dass es mehr als Zeit ist, STOPP zu sagen und die Datenzusammenführung (Hing: Schau mal unter Big Data nach, welche feuchten Träume da existieren)
zu verhindern und bestehende Mechanismen zu zerschlagen als sich demütig zu beugen und zu kapitulieren.

Widerstand ist nicht zwecklos!
 
Die Cloud ist erstmal ein großer Speicher, keine Dienstleistung.
Das magst Du so sehen, aber der Rest der IT-Welt sieht das nicht so.

Auf eine Dienstleistung wie bei Strom wird sich kaum einer einlassen. Und wenn, dann läuft's wie bei Adobe oder MS nicht nach Verbrauch sondern als Abo.
Beim Abo lässt sich mehr kassieren.
Doch doch, gerade das *-as-a-Service-Modell boomt. Angefangen bei Infrastructure-as-a-Service über Platform-as-a-Service bis hin zu Software-as-a-Service wachsen sämtliche Cloud-Segmente sehr stark.

Übrigens: Adobe hat zwar die "Creative Cloud", aber die Bezeichnung ist nur ein Marketinggag, um ein Lizenzmietmodell als Cloud-Dienst vermarkten zu können.
 
Na, für mich reicht Emailclient as a Service - evtl noch calendar as a service.
Das mache ich in meinem 200 km entfernten webspace. Den krieg ich ans Telefon, wenn da was schiefläuft.

Wenn ich alles anmiete, kann ich nichts mehr abschreiben ;-)
 
Na, für mich reicht Emailclient as a Service - evtl noch calendar as a service.
Das mache ich in meinem 200 km entfernten webspace. Den krieg ich ans Telefon, wenn da was schiefläuft.
Das Sicherheitsniveau des 200km-entfernten Webspace ist weit unter dem, was die großen Cloud-Anbieter implementiert haben.

Wenn ich alles anmiete, kann ich nichts mehr abschreiben ;-)
Genau das ist der Vorteil: Man kann die Kosten direkt in voller Höhe geltend machen und muss nichts mehr über mehrere Jahre abschreiben.
 
Öffentliches WLAN im Zug zu nutzen, ist natürlich eine prima Idee. Dann kann man seine E-Mails im Zug eigentlich auch gleich laut vorlesen. Insofern wundert mich Deine Einstellung zu Clouddiensten natürlich nicht.

Der Datenschutzbeauftragte unserer Firma würde mich erschlagen, wenn ich das täte. Öffentliche WLAN-Spots sind mit dem Firmenrechner grundsätzlich verboten (mal davon abgesehen, dass sie eh meistens im Zug nicht funktionieren, aber das ist wieder ein anderes Thema... ;) ).
 
Tja, da haben wir wohl eine bessere IT. Bei uns wird grundsätzlich unterwegs über unternehmenseigenes VPN gearbeitet.

Beim WLAN im Zug stellt die Telekom sogar jedermann einen VPN-Dienst zur Verfügung: http://www.hotspot.de/content/vpn.html


ullistein schrieb:
Dann kann man seine E-Mails im Zug eigentlich auch gleich laut vorlesen.
Das kannst Du so oder so, denn fast alle Mails gehen unverschlüsselt durchs Netz.
 
Genau. Außerdem, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das im gleichen Zug zur gleichen Zeit einer sitzt, der deinen Mailverkehr mit sniffed.

Zum anderen sind die Handygespräche im Zug eh viel interessanter.
 
Das Sicherheitsniveau des 200km-entfernten Webspace ist weit unter dem, was die großen Cloud-Anbieter implementiert haben.

Kann bei Apple ein Geheimnis sicher sein?
Die verraten weder ihre Technologien noch ihre Sicherheitsstandards.
Jedes Bit bei Apple kann ich auch sofort löschen, denn Apple gibt keine Sicherheiten.
Apple kriegt noch nicht mal ne marktübliche Garantie für Hardware hin.

Mein Anbieter ist relativ groß, relativ sicher und in D - somit jederzeit zu meiner Verfügung.

Genau das ist der Vorteil: Man kann die Kosten direkt in voller Höhe geltend machen und muss nichts mehr über mehrere Jahre abschreiben .

Ja, da spricht ein kaufmännisches Genie, das weder Nebenkosten der Dienstleistung (Vermieter) noch Restwerte (zur Teilfinanzierung des Neukaufs) in Betracht zieht.
Mit geringer Eigenkapitaldecke ist mieten bzw. Leasing eine Option, klar. Größere Sicherheit bei geringeren Kosten bietet jedoch das Eigentum (vorausgesetzt man kann die laufenden Kosten (Wartung usw.) stemmen.
 
Die verraten weder ihre Technologien noch ihre Sicherheitsstandards.
Dein Anbieter macht das?

Apple kriegt noch nicht mal ne marktübliche Garantie für Hardware hin.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Mein Anbieter ist relativ groß, relativ sicher und in D - somit jederzeit zu meiner Verfügung.
Apple ist auch relativ groß und relativ sicher.

Ich möchte dir ja dein Unbehagen gegenüber Apple und Cloud-Diensten nicht absprechen, aber die Argumentation ist holpriger als Feldwege in Bulgarien.
 
Die verraten weder ihre Technologien noch ihre Sicherheitsstandards.
Doch, das macht Apple: http://support.apple.com/kb/HT4865?viewlocale=en_US&locale=en_US
Weitere Details findet man in dort verlinkten Dokumenten und im Dev-Center (dort auch teilweise mit technischen Details zur Implementierung).

Apple kriegt noch nicht mal ne marktübliche Garantie für Hardware hin.
Doch, 12 Monate sind marktüblich bei Elektronikgeräten von großen Konzernen. Samsung bietet für Smartphones bspw. ebenfalls 12 Monate Garantie.

Mein Anbieter ist relativ groß, relativ sicher und in D - somit jederzeit zu meiner Verfügung.
Tja, man sollte wissen, dass zwar die Datenschutzgesetze in Deutschland sicherer sind, aber die praktische Umsetzung im Unternehmen weit unter den Standards der US-Anbieter liegt. Bei den großen Hostern in Deutschland haben System-Admins vergleichsweise einfachen Zugriff auf alle Daten, während z.B. bei Amazon Web Services jeglicher direkter Zugriff durch Amazon Mitarbeiter vorab begründet und genehmigt werden muss. Und danach ist der Zugriff nur über Bastion Hosts auf für die jeweilig genehmigte Aufgaben zwingend benötigten Ressourcen möglich - Alles wird detailliert protokolliert und es kann genau nachgewiesen werden, wer was wann und warum im System gemacht hat.

Ja, da spricht ein kaufmännisches Genie, das weder Nebenkosten der Dienstleistung (Vermieter) noch Restwerte (zur Teilfinanzierung des Neukaufs) in Betracht zieht.
Mit geringer Eigenkapitaldecke ist mieten bzw. Leasing eine Option, klar. Größere Sicherheit bei geringeren Kosten bietet jedoch das Eigentum (vorausgesetzt man kann die laufenden Kosten (Wartung usw.) stemmen.

Tja, da müsstest Du Dir mal die Cloud-Modelle genauer ansehen. Generell wird unternehmensinterne IT-Infrastruktur nur zu einem recht geringen Prozentsatz ausgelastet und die Unternehmens-IT ist oft nicht in der Lage, den Bedarf zeitnah korrekt zu decken.

Das ist es um Welten günstiger und schneller Rechenleistung aus der Cloud zu beziehen. Andernfalls hat z.B. ein Online-Händler, der 80% seines Geschäfts zur Weihnachtszeit macht, einen ziemlich großen Teil des Jahres Geräte herumstehen, die ihm nichts nutzen, aber ziemlich viel Kosten.

Unter dem Strich ist der Cloud-Einsatz kein Buchhaltertrick, sondern spart unter dem Strich wirklich einen Batzen kosten und ermöglicht dem Unternehmen, seine IT sehr schnell an verändernde Marktgegebenheiten anzupassen.