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Ein Apfel, zwei Bisse: Die datenhungrige Wolke

@guidegame:
Schön für dich. Daten-Exhibitionismus ist nicht strafbar.

Durch den Email-Provider ist jeder mit seinen Emails in so einer Art Cloud. Auch hier würde ich natürlich meinem Provider nicht jede Art Datei auf den Server kopieren

Nicht zuletzt kommt es darauf an, was für ein Verwertungspotenzial die Daten überhaupt haben.

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@guidegame:
Schön für dich. Daten-Exhibitionismus ist nicht strafbar.
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Was heißt denn Daten-Exhibitionismus? Wer an meine Daten kommen will, der kommt an meine Daten. Da ist es sicherlich mehr als egal wo diese Daten liegen. Wer glaubt, seine Daten zu Hause sind sicher, ist wohl mehr als naiv. Alles was vernetzt ist, kann auch ausspioniert bzw. gehackt usw. werden. Ist alles nur eine Frage der Zeit und des Aufwandes.
 
@guidegame:
Klar. Ob ich mich jedem mal nackig zeige (macht mich beliebt) oder ob mir ein Angreifer die Klamotten erst vom Körper wegfetzen muss.

Alles nur eine Frage des Aufwandes.

Ich bevorzuge halt Variante 2 und lasse die Klamotten vorerst am Körper.
Obwohl ich bei linkedIn und bei ApfelTalk auch ein bissel Dekolleté zeige ;-)
Macht mich dann interessanter ...
 
Ich bin auch kein großartiger Verfechter solcher Cloud-Dienste. Ich synchronisiere darüber lediglich meine Mails, Kontakte und Kalender. Der Nutzen ist halt sehr praktisch. Ohne großartigen Aufwand und extra Kosten wird auf all meinen Geräten alles aktuell gehalten. Wenn mir jemand einen Anbieter nennt, der all das wie iCloud vereinbart, bin ich gerne bereit zu wechseln (owncloud scheidet ja aus, mangels Mail-Synchronisation). Ich stelle die Daten auch nicht "gerne" zur Verfügung, aber wie ich bereits geschrieben habe ist der kostenlose Nutzen für mich sehr groß und die bösen Menschen bekommen sowieso was sie wollen (egal ob ich über iCloud, Telekom, Google, Microsoft synchronisiere oder alles zu Hause auf meinem Rechner als sicher einstufe).
 
Meine Mails synce ich über das imap Email-Account bei meinem Provider, die Emails liegen etwa 200 km entfernt auf dem Server des Providers.

AddressBook & Calendar derzeit noch lokal.
 
Der räumlich Nahe Server bringt nur wenig, wenn eingehende und ausgehende Mails über den gesamten Globus laufen und dann anschließend beim Empfänger ankommen. So kann man die Daten an einem beliebigen Punkt perfekt abgreifen. Einen innerdeutschen Mailverkehr gibt es nämlich nicht. Der 200 km entfernte Server bringt dir somit relativ wenig.
 
Ich glaube ja, dass die Leute erst aufwachen wenn der (nervige) Nachbar morgens im Aufzug / Treppenhaus einen fragt wie Termin XYZ gestern verlaufen ist.

Das wäre wohl für die meisten eher der SuperGAU wenn Nachbarn / Bekannte usw. Zugriff auf die eigenen persönlichen und persönlichsten Daten hätten, als wenn irgendeine abstrakte Behörde die theoretische Möglichkeit dazu hat.

Da kann man nur hoffen, dass sich so ein NSA-Datencenter mit einer 1:1 Kopie des gesamten Internets nicht irgendwann komplett in die Öffentlichkeit "leakt"...
 
@guidegame
Ich hätte die Möglichkeit rechtliche Schritte einzuleiten, wenn der Provider meine Emails sammelt.

Klar. Die einzelne Email schwirrt durch's Netz, die nächste hat evtl. einen anderen Weg. Der Angreifer hat also mit einer Email einen minimalen Einblick; als ob er durch ein Knopfloch schaut.

Es muss nicht gleich die Daten-Burka sein. Ich trage gern Sommerblusen mit Knopflöchern ...
 
@Retrax
Nur wie soll der Nachbar/Bekannte an die Daten gekommen sein? Vielleicht hat er die Server von Apple & Co. gehackt. Vielleicht hat er sich in mein WLAN eingewählt oder mein Telefon angezapft. Man weiß es nicht. Im Prinzip ist nichts mehr sicher was irgendwo im Netz umherschwirrt oder digital verfügbar gemacht wird.

@Juhulia
Weißt du denn ob er es macht? Wieviele Telefonate werden jährlich abgehört ohne das die Betroffenen es nicht mitbekommen, zig Tausende! Das wird auch der Betroffene nicht mitbekommen. Genauso wenig bekommt man es nicht mit, wenn Emails fremdgelesen werden, Facebook Kommentare gelesen werden, WhatsApp Nachrichten mitgelesen werden oder die NSA Anfragen an Apple & Co stellt, sie sollen die Daten ihrer Nutzer rausrücken. Ich will damit sagen, dass im heutigen digitalen Zeitalter nichts mehr sicher ist, weder ein Telefon, ein Smartphone, E-Mails noch Cloud-Dienste usw.


Wenn selbst führende Politiker trotz sehr hoher Sicherheitsmaßnahmen nicht sicher sind, sind wir normalen Bürger mit einer popeligen Firewall wohl eine kleine Vorspeise.
 
@guidegame
Für mich bleibt halt alles so wie's war:
Postkarten, Drucksachen usw. darf der Briefträger gerne angucken.
Von mir aus kann er sich auch den Inhalt merken und da weiß er, dass es mir gut geht ...

Wenn er dann beginnt, persönliche Daten systematisch zu sammeln wird's gefährlich. Dann erhält man Auskünfte über Kontakte und Anwesenheitszeiten wie aus den Hausbüchern in der DDR.Natürlich kann man argumentieren , dass alles nur der Sicherheit und der gemeinsamen Sache diene ...

Meine Tagebücher (Kalender) und mein Adressbuch werde ich nicht an Apple übergeben.
Da zeige ich Tim Cook meinen ausgestreckten Mittelfinger. Da muss er alles schon selbst bei mir abholen.

Wie in der DDR werden sich die Menschen Luft machen. Es wird aber erst ein paar Jahrzehnte nach Einführung der 'Hausbücher' durch Apple usw. passieren.
 
Klar. Die einzelne Email schwirrt durch's Netz, die nächste hat evtl. einen anderen Weg. Der Angreifer hat also mit einer Email einen minimalen Einblick; als ob er durch ein Knopfloch schaut.
Keine Sorge, es werden im großen Mengen Daten abgezwackt und analysiert. Mails sind ja nicht gerade schwierig zu verarbeiten.

Meine Mails synce ich über das imap Email-Account bei meinem Provider, die Emails liegen etwa 200 km entfernt auf dem Server des Providers.
Eine Mail, die irgendwo liegt muss auch irgendwo hergekommen sein, d.h. wahrscheinlich liegt eh nochmals auf einem Server irgendwo auf der Welt.
 
Geht es nicht auch darum, und das halte ich für ebenso wesentlich, dass Apple hier eine Haltung demonstriert, die man wohlwollend bestenfalls als "widerlich präpotent" bezeichnen kann? Ich meine, wirklich, wes Geistes Kind muss man sein zu sagen: "Hey, Ihr Konsumsklaven, entweder Ihr pumpt eure hochpersönlichen Kontaktdaten zu uns in die Wolke oder Ihr Armleuchter synchronisiert euer 3.000 Euro Notebook halt nicht mehr mit eurem 900 Euro Telefon, ätsch bätsch!"

Ich habe gerade vorhin diesen Artikel gelesen. Und ich muss sagen, es ist ebenso traurig wie es wahr ist. Man verliert das Vertrauen.

Nachdem ich meine lokale Cloud aufgrund unerklärlicher technischer Probleme wieder entfernen musste, habe ich es beim Löschen des Synchronisationsprofils wieder geschafft, das iPhone von allen Kontakten zu "befreien". Da ich jetzt keine Möglichkeit mehr habe, lokal die Daten des Adressbuchs vom Mac auf das iPhone zu bekommen, ist das iPhone ein iPod mit rudimentärer Telefoniefunktion geworden. Von "Smartphone" weit weg.

Traurig aber wahr, das hier war mein letztes iPhone. Wenn es irgendwann kaputt geht, kaufe ich ein 19,99 Nokia-Klappfon und aus. Eine andere Auswirkung, obwohl das aktuell gar nicht betroffen ist, ist das iPad. Ich habe noch ein iPad 1 und wollte mir eigentlich "zu Weihnachten" selbst das neuen iPad Air schenken. Aber die Vorfreude und das "Will haben" sind völlig verschwunden. Ich bin so maßlos enttäuscht von Apple, dass ich einfach keine Lust mehr habe, irgendeines ihrer i-Devices mehr zu erwerben, die bei mir den Eindruck erwecken, sie sollen am Ende ohnehin nur als Wanzen zur Datenselbstaufgabe instrumentalisiert werden. Ja, ich weiß, das ist nicht logisch, ich spreche hier aber über Gefühle.
 
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Und das vom "Lord der Apple-Fanatiker", fast schon niedlich.
 
Traurig aber wahr, das hier war mein letztes iPhone. Wenn es irgendwann kaputt geht, kaufe ich ein 19,99 Nokia-Klappfon und aus. Eine andere Auswirkung, obwohl das aktuell gar nicht betroffen ist, ist das iPad. Ich habe noch ein iPad 1 und wollte mir eigentlich "zu Weihnachten" selbst das neuen iPad Air schenken.

Hej, SilentCry. Nicht traurig sein. Schenke dir ein iPad3 aus dem refurbished store. Die kommen mit iOS 5.1 ;-) Und local Sync ist no problemo.

Die Haltung von Apple ist echt autoritär geworden. Ich warte schon drauf, dass sie unsere Tagebücher, Adressbücher und Fotoalben gratis digitalisieren, wenn wir alles Kalifornien schicken :-)
 
Ich glaube ja, dass die Leute erst aufwachen wenn der (nervige) Nachbar morgens im Aufzug / Treppenhaus einen fragt wie Termin XYZ gestern verlaufen ist.
Dazu musst du nur aufs Land ziehen, so mancher Dorffunk synchronisiert sich besser als jede iCloud, ist 100% kostenlos und jedes Kind und jede Oma benutzt ihn (und das nicht zu wenig).
 
Wie sicher unsere Daten sind, hat mir gerade mein nagelneues iPad vorgeführt.

Außer für die Apple-ID habe ich noch nirgendwo damit meine Adresse oder meinen Aufenthaltsort eingegeben. Die Ortungsdienste wurden nur kurz aktiviert, um die Zeitzone einzustellen.

Trotzdem staunte ich nicht schlecht, als ich in der Sudoku-App plötzlich Werbung unserer örtlichen Sparkasse gezeigt bekommen habe.

Das ist das, was mich viel mehr das Fürchten lehrt, als NSA und co. Ich bin lediglich ein paar Stunden mit einem Gerät im Netz, schon weiß die Werbemafia und wer weiß, wer noch, wo ich mich hauptsächlich aufhalte.

Man muss nicht paranoid sein, um sich zu fragen, was die noch alles wissen und was mit dem Wissen passiert.
 
Interressantes Buch zum Thema: Web Attack von Roman Maria Koidl.
 
Und das vom "Lord der Apple-Fanatiker", fast schon niedlich.
Worauf willst du hinaus? Dass man als "virtueller Lord" einer "ideellen" Gemeinschaft kritiklos zu sein hat gegenüber der realen Führung des Zentrums dieses "virtuellen Fanatismus"? Ich glaube, du missverstehst ganz grundsätzlich meine Motivation. Apple ist die einzige praxistaugliche Alternative zu einer Welt, die von einem unterirdischen Betiebssystemversuch eines pickeligen Harvard-Abbrechers verseucht ist. Das schließt aber nicht aus, dass ich mit Entscheidungen des Konzerns auch mal auf Kriegsfuß stehe. Es ist eben, auch wenn das Kritiker gerne anders darstellen, _keine_ Religion.

Hej, SilentCry. Nicht traurig sein. Schenke dir ein iPad3 aus dem refurbished store. Die kommen mit iOS 5.1 ;-) Und local Sync ist no problemo.
Am iOS liegt es aber nicht. Mavericks ist das Problem, technisch betrachtet, und die abstoßende Haltung Apples, organisatorisch gesehen. Und das bedeutet, wenn bei Apple kein Umdenken stattfindet, ist mittelfristig alles, was mit i anfängt, obsolet, weil sich das organisatorische Problem in allen technischen Aspekten manifestieren wird.
 
Ich meine, wirklich, wes Geistes Kind muss man sein zu sagen: "Hey, Ihr Konsumsklaven, entweder Ihr pumpt eure hochpersönlichen Kontaktdaten zu uns in die Wolke oder Ihr Armleuchter synchronisiert euer 3.000 Euro Notebook halt nicht mehr mit eurem 900 Euro Telefon, ätsch bätsch!"
Man muss einfach nur auf dem Stand der Technik sein. Lokale Synchronisation ist doch mittlerweile ein Relikt aus der Steinzeit. Und wer glaubt, dass seine Kontaktdaten nicht eh schon in der Wolke liegen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Nachdem ich meine lokale Cloud[...]
Eine "lokale Cloud" gibt es nicht. Ebensowenig wie eine "Private Cloud" oder "Hybrid Cloud". Der ganze Witz an der Sache ist, dass man ja gerade Ressourcen aus der Cloud nutzt statt selber Computer zu betreiben und zu warten.
 
Feuer ist auch ein Relikt aus der Steinzeit, wir würden aber ziemlich armselig dastehen, hätten wir es jetzt nicht mehr.
Du weißt schon, was ich mit "lokaler Cloud" meine, ja? Der "simulierte Betrieb einer Cloud-Funktionalität ohne Einbindung des Internet nur durch Nutzung lokaler Netzwerkservices." Besser?