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E-Commerce: Amazon sperrt Konten notorischer Rücksender

Doch, genau das ist das Problem. Es gibt Geräte oder Waren, die man wirklich nagelneu haben will, originalversiegelt, und die kann man über Amazon wegen der schamlosen "Ausprobierkunden" oft nicht mehr bekommen, und ich bestelle deswegen manche Dinge gar nicht mehr.

Ich hatte noch nie den Fall, dass ich einen Artikel neu gekauft habe, er aber schon benutzt war.
Dass es bei Kleidung, Taschen, Schuhen etc üblich ist sie auch nach dem auszuprobieren – sei es nun im Laden oder zuhause – wieder problemlos umzutauschen, haben wir ja mittlerweile geklärt. Aber bei Elektronik ist es im Grund ähnlich, weshalb ich den religiösen Eifer, mit dem hier manche gegen Retouren vorgehen, nicht verstehen kann. Alle profitieren davon!

Beispiel:
Angenommen ich, so als der schamlose Käufer, bestelle mir zwei Kameras für je 1500€, um zu entscheiden welche besser in der Hand liegt.
Eine behalte ich, sodass Amazon hier schonmal gut Gewinn gemacht hat. Die zweite verkauft Amazon im schlimmsten Fall als Warehouse-Deal für ein paar Euro weniger. Selbst wenn ich mich völlig rüpelhaft verhalten hätte und meinetwegen das Ladegerät verschlampt hätte, könnte mir Amazon die Differenz in Rechnung stellen, sodass Amazon also auf jedem Fall mit der zweiten Kamera auch noch Gewinn macht!
Wie sieht's jetzt mit dem nicht-schamlosen Käufer aus? Der kann sich als Warehouse-Deal eine neuwertige Kamera zu einem super Preis kaufen und freut sich auch, oder sie zu einem immer noch sehr guten Preis neu kaufen. Alle haben von der Rücksendepolitik profitiert!

Dreimal runtergefallen sieht man nicht unbedingt, die Lötstellen sind trotzdem brüchig. Das hat also nichts mit Pingeligkeit zu tun.

Ähm, ja... Ein Beispiel direkt aus dem Leben, kein bisschen konstruiert ;)
 
Dein geschwollenes Gerede und vermeintliches Getue ändert aber nichts an der Tatsache das Du Dich nun heraus redest. Du hast ganz eindeutig genau das Verhalten kritisiert und als "nicht erwünscht" bezeichnet, welches Du nun hier als korrekt bezeichnest ("prüfen - bei Nichtgefallen zurück").





Fällt Dir das Lesen so schwer?

Ich kritisiere seit jeher niemand, der eine Ware bestellt und gesetzeskonform sein Widerrufsrecht ausübt. Sondern Massenbesteller, die das Widerrufsrecht bis zum Exzess überreizen, was nicht im Sinne des Erfinders und auch nicht im Sinne unseres Gesetzgebers ist.

Daran ist nichts geschwollen, Dein Hals ist es vielleicht, wie unschön im besten Sommer 2013 ;-)
 
Ich hatte noch nie den Fall, dass ich einen Artikel neu gekauft habe, er aber schon benutzt war.
Das es bei Kleidung, Taschen, Schuhen etc üblich ist sie auch nach dem auszuprobieren – sei es nun im Laden oder zuhause – wieder problemlos umzutauschen, haben wir ja mittlerweile geklärt. Aber bei Elektronik ist es im Grund ähnlich, weshalb ich den religiösen Eifer, mit dem hier manche gegen Retouren vorgehen, nicht verstehen kann. Alle profitieren davon!

Beispiel:
Angenommen ich, so als der schamlose Käufer, bestelle mir zwei Kameras für je 1500€, um zu entscheiden welche besser in der Hand liegt.
Eine behalte ich, sodass Amazon hier schonmal gut Gewinn gemacht hat. Die zweite verkauft Amazon im schlimmsten Fall als Warehouse-Deal für ein paar Euro weniger. Selbst wenn ich mich völlig rüpelhaft verhalten hätte und meinetwegen das Ladegerät verschlampt hätte, könnte mir Amazon die Differenz in Rechnung stellen, sodass Amazon also auf jedem Fall mit der zweiten Kamera auch noch Gewinn macht!
Wie sieht's jetzt mit dem nicht-schamlosen Käufer aus? Der kann sich in der Warehouse-Deal eine neuwertige Kamera zu einem super Preis abgreifen und freut sich auch. Alle haben von der Rücksendepolitik profitiert!

Da ist es eben schon anders, Kleidung kann ich Einzelhandel anprobieren und wenn mir langweilig ist auch dort den ganzen Tag tragen zum testen. Darin bewegen, sitzen etc alles kann ich testen. Bei Elektrogeräten kann ich im Laden auch nur im großen und ganzen die Verarbeitung und die Haptik testen. Wie ich damit zurecht komme geht nicht wirklich, da man einen Laptop nicht im Laden so einsetzen kann wie man es auch daheim machen würde.


Man muss zwischen den Produkten schon Unterscheiden, eine Kamera kann man im Laden genau so gut testen wie daheim. Nur mit dem kleinen Unterschied das ich halt keine Landschaft aufnahmen machen kann. Aber wenn der Verkäufer Ahnung hat, wird er einen anbieten das man nur eine Speicherkarte kauft damit man eben mehre Aufnahmen machen kann mit verschiednen Modellen und dann daheim anhand der Bilder entscheidet welche für einen die bessere Qualität aufweist. Eventuell kann man sogar seine eigene Speicherkarte nehmen, man muss nur mit den Verkäufer reden. Wenn man sich dann entschieden hat welche Kamera man will, hofft natürlich der Verkäufer das man wieder in den Laden geht und die Kamera dann dort kauft und nicht im Internet.
 
Da ist es eben schon anders, Kleidung kann ich Einzelhandel anprobieren und wenn mir langweilig ist auch dort den ganzen Tag tragen zum testen. Darin bewegen, sitzen etc alles kann ich testen. Bei Elektrogeräten kann ich im Laden auch nur im großen und ganzen die Verarbeitung und die Haptik testen. Wie ich damit zurecht komme geht nicht wirklich, da man einen Laptop nicht im Laden so einsetzen kann wie man es auch daheim machen würde.

Wenn ich mir jetzt eine Kamera kaufen müsste, könnte ich es komplett vergessen die Kandidaten-Modelle hier in der Gegend zu finden. Es geht hier nicht um Faulheit, Kaufsucht oder sonstwas. Mir geht es schlicht und einfach darum mit online bestellten Produkten einen Vergleich vorzunehen, wie ich ihn auch im Laden vorgenommen hätte.
Nur kann ich diese Vergleiche in den Läden nicht vornehmen, weil es die Sachen, für die ich mich interessiere, dort halt nicht gibt.

Amazon hat natürlich auch ein großes Interesse daran, dass die Leute Sachen zum Vergleich bestellen, denn nur so können sie mit dem Einzelhandel konkurrieren. Ich würde mir nie eine Kamera kaufen ohne sie vorher in der Hand gehabt zu haben. Eher würde ich mir beim Fotolädle halt eine von den Kameras kaufen, die sie da haben.

Wie gesagt: Alle profitieren davon! Also – warum nicht?
 
Fällt Dir das Lesen so schwer?

Ich kritisiere seit jeher niemand, der eine Ware bestellt und gesetzeskonform sein Widerrufsrecht ausübt. Sondern Massenbesteller, die das Widerrufsrecht bis zum Exzess überreizen, was nicht im Sinne des Erfinders und auch nicht im Sinne unseres Gesetzgebers ist.

Daran ist nichts geschwollen, Dein Hals ist es vielleicht, wie unschön im besten Sommer 2013 ;-)

1. Dein Ton ist völlig daneben. Und nein, das Smiley macht das nicht besser.
2. Ich befürchte, dass der mit den Leseschwierigkeiten in diesem Fall du bist.
In Posting #29 schreibst du über rhuessen, der "gesetzeskonform sein Widerrufsrecht ausübt":

Und ich hoffe, Du wirst für diesen Unsinn auch gesperrt.
[...]
Genau solche Kunden dürfen gerne gesperrt werden. Das ist eine Ausnutzung des Widerrufsrechts, das sich unser Gesetzgeber so nicht vorgestellt hat.
 
@Gorn:
ich möchte halt zu denken geben, dass das was hier immer so als unglaubliche Kulanz und Kundenfreundlichkeit dargestellt wird, einfach Mischkalkulation und Outsourcing ist. Anstatt die Ware entsprechend zu prüfen, spart man sich diese Kosten, verschickt es weiter, und hofft halt darauf dass der neue Kunde diese Ware so hinnimmt, oder es mit einem entsprechenden Vermerk zurück sendet, also die eigentliche Arbeit für Amazon übernimmt was das aussortieren und prüfen angeht.
Entsprechende Schadensersatzansprüche an den vorherigen Käufer kann man ja nun nicht mehr geltend machen, also gibt es Warehouse oder die Versicherung, die damit verbundenen Umsatzeinbußen hat man wohl bisher in Kauf genommen, weil die Kalkulation aufging und alles im großen und ganzen immer noch günstiger und weniger Aufwendig war als entsprechend zu prüfen, im Falle die Wertminderung einfordern bzw. evtl. einklagen usw....
Nun scheint es aber wohl immer mehr zum Problem zu werden, oder man hat finanzielle Engpässe, also versucht man hier dass Problem ein zu schränken in dem man Risikokunden einfach ausgrenzt, auch wenn diese sich vllt. gar nichts zu schulden kommen lassen haben... Scheinen ja zumindest einige Meldungen zu bestätigen... Und ich glaube nicht dass Amazon Kunden einfach so ausgrenzen kann, wenn sich diese nichts zu schulden kommen lassen haben, müssen diese eigentlich genauso behandelt und bedient werden wie alle anderen. Rücksendung ist rechtlich legitim, eine Begrenzung auf die Anzahl gibt es nicht, also gibt es keinen Grund da Leute zu diskriminieren.

Wenn die Sperrung des Kundenkontos dann auch noch bedeutet dass man keinen Zugriff mehr auf seine Amazon Dienste hat, ist dass erst recht unrechtens und eine Schweinerei...



@Guy.brush:
Also der Umweltaspekt sei nun erstmal außen vor, aber deshalb bestellt man ja auch mehrere Alternativen gleichzeitig, ist ja Umwelt- und auch Kosten schonender, als ein Artikel, dann Retour, dann die Alternative, dann Retour usw. ;)

Hab doch nichts von Böse geschrieben, wollte halt nur sagen dass die Kosten für Amazon WESENTLICH geringer sind als man halt so denken würde...
 
@MikeZ:

So weit kommt es noch, dass man - und zwar völlig angemesen - auf einen persönlich angreifenden Post nicht erwidern darf.

Und ohne Wenn und Aber habe ich nicht mit einem Wort das Widerrufsrecht kritisiert, sondern den Exzess. Und darum geht es in dem Artikel.

Immer schön kühl bleiben, auch wenn das Wetter heiß ist ;-)
 
Beispiel:
Angenommen ich, so als der schamlose Käufer, bestelle mir zwei Kameras für je 1500€, um zu entscheiden welche besser in der Hand liegt.
Eine behalte ich, sodass Amazon hier schonmal gut Gewinn gemacht hat. Die zweite verkauft Amazon im schlimmsten Fall als Warehouse-Deal für ein paar Euro weniger. Selbst wenn ich mich völlig rüpelhaft verhalten hätte und meinetwegen das Ladegerät verschlampt hätte, könnte mir Amazon die Differenz in Rechnung stellen, sodass Amazon also auf jedem Fall mit der zweiten Kamera auch noch Gewinn macht!
Wie sieht's jetzt mit dem nicht-schamlosen Käufer aus? Der kann sich als Warehouse-Deal eine neuwertige Kamera zu einem super Preis kaufen und freut sich auch, oder sie zu einem immer noch sehr guten Preis neu kaufen. Alle haben von der Rücksendepolitik profitiert!
Die Margen auf Digitalkameras im Onlinehandel sind hauchdünn. Doppelte Versandkosten zu tragen und eine davon nur zum reduzierten Preis verkaufen zu können ist kein gutes Geschäft mehr für den Händler. Es profitieren also nicht alle davon, und schon gar nicht tust du Amazon damit einen Gefallen...

Zumal es jetzt für mich auch einen großen Unterschied macht ob man nun zwei Kameras bestellt und sich eine davon aussucht die man behält, oder einfach mal so zwei Kameras bestellt nur zum rumspielen vielleicht sogar eine Woche ganz regulär im Einsatz hat und dann beide zurückschickt ohne etwas zu kaufen.
 
Wenn ich mir jetzt eine Kamera kaufen müsste, könnte ich es komplett vergessen die Kandidaten-Modelle hier in der Gegend zu finden. Es geht hier nicht um Faulheit, Kaufsucht oder sonstwas. Mir geht es schlicht und einfach darum mit online bestellten Produkten einen Vergleich vorzunehen, wie ich ihn auch im Laden vorgenommen hätte.
Nur kann ich diese Vergleiche in den Läden nicht vornehmen, weil es die Sachen, für die ich mich interessiere, dort halt nicht gibt.

Amazon hat natürlich auch ein großes Interesse daran, dass die Leute Sachen zum Vergleich bestellen, denn nur so können sie mit dem Einzelhandel konkurrieren. Ich würde mir nie eine Kamera kaufen ohne sie vorher in der Hand gehabt zu haben. Eher würde ich mir beim Fotolädle halt eine von den Kameras kaufen, die sie da haben.

Wie gesagt: Alle profitieren davon! Also – warum nicht?

Du hast auch recht und du sprichst ja auch aus der Sicht eines normalen Kunde. Dieser werden sicherlich nicht gesperrt, es sind ausschließlich nur Kunden die das Intensiv betreiben. Denn wie oft kommt es vor das du mehrer Kameras bestellst, sagen wir alle 5 Jahre und entscheidest dich dann auch für eine. Ich spreche mich ausschließlich positiv über die Entscheidung von Amazon aus bei Leuten die Ihr Hobby damit betreiben und zwar bloggen. Denn diese bestellen nicht einmal alle 5 Jahre mehrer Kameras um sie zu testen und sich für eine zu Entscheiden. Sondern sie bestellen jeden Monat von einen anderen Hersteller eine Kamera testen diese ausführlich haben sich vielleicht sogar einen Testobjekt mit Stativ etc aufgebaut das sie sogar vergleichen können. Da sie immer von der gleichen Stelle das gleiche Produkt mit den gleichen Fokus Fotografieren, diese Kamera ist nur angeschafft worden um sie zu bewerten und mit anderen zuvergleichen und vielleicht das ganze sogar Gewerblich. Da man mit seinen Blog ein wenig Geld schäffelt.


Das ganze wird ja auch nur so betrieben, da man einfach und gemütlich auf Rechnung bestellen kann. Ich erinnere mich Wage das es mal eine Zeit gab da gab es einen Wert der nicht überschritten werde durfe für auf Rechnung, warum auch immer gibt es zumindest bei mir diese Grenze nicht mehr. Ich kann alles bei Amazon auf Rechnung bestellen und wenn ich will auch mehre Kameras, dann habe ich einfach nur kosten verursacht. Auch wenn es blöd klingt, aber Amazon hat einen so positiven Status mittlerweile das sie es sich leisten könnten nur auf Vorkasse etws zuverkaufen. Dann kannein Kunde ruhig 5 Kameras kaufen, denn die muss er erst mal bezahlen und Amazon hat Geld das sie arbeiten lassen können und somit leichter ihre Umkosten der Entstanden ist decken zukönnen.

Denn wenn ich nun im Laden mich nicht Entscheiden kann und auch da mehre Kameras erstmal kaufe, muss ich diese bezahlen und da der Einzelhandel mit den Onlinehandel konkurrieren will. Halten die sich in der Regel auch an das Rückgaberecht was nur Kulanz ist.



Wie gesagt, das wichtigste ist das man unterscheidet wie sich ein Normaler Kunde verhaltet und wie diese Gesperrten Kunden sich verhalten. Wie ist das Kauf und Rücksende verhalten auf den Monat runtergerechnet, sind es wie beim Normalen Kunden 2-3 Rücksendungen da eben vergliechen wurde oder sind es mehr wie wie 10 und davon wurde garnichts behalten.
 
Die Margen auf Digitalkameras im Onlinehandel sind hauchdünn. Doppelte Versandkosten zu tragen und eine davon nur zum reduzierten Preis verkaufen zu können ist kein gutes Geschäft mehr für den Händler. Es profitieren also nicht alle davon, und schon gar nicht tust du Amazon damit einen Gefallen...

Ja, ehmjay geschrieben hat: Es ist eben eine Mischkalkulation.
Jetzt kann man ja "zum Glück" ganz leicht feststellen, ob man Amazon unterm Strich einen Gefallen tut oder nicht: Wenn das Konto gekündigt wurde, hat man Amazon keinen Gefallen mehr getan ;)
 
Wie gesagt, so etwas ab und zu mal mit festem Kaufinteresse zu machen ist auch etwas vollkommen anderes als sich ständig Sachen zum rumspielen ohne Kaufinteresse zu bestellen und dann alles zurückschicken. Letzteres sind wohl die Kunden die gesperrt werden.
 
Wie gesagt, das wichtigste ist das man unterscheidet wie sich ein Normaler Kunde verhaltet und wie diese Gesperrten Kunden sich verhalten. Wie ist das Kauf und Rücksende verhalten auf den Monat runtergerechnet, sind es wie beim Normalen Kunden 2-3 Rücksendungen da eben vergliechen wurde oder sind es mehr wie wie 10 und davon wurde garnichts behalten.

Ja, da stimme ich dir völlig zu. Wahrscheinlich ist die Diskussion hier auch deshalb so ausgeartet, weil die Leute zum Teil verschiedene Vorstellungen davon haben, wieviel denn nun ein "massenhaftes Rücksenden" ist.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Kaufsüchtige zum Teil ihre Kaufsucht bei Amazon ausleben. Von der Befriedigung eines Kicks bei psychisch Kranken hat Amazon natürlich auch wenig... ;) (Ist aber nur eine Vermutung, ich kenne mich auf dem Gebiet nicht aus. Vielleicht befriedigt Onlinebestllung diesen Kick gar nicht.)
 
Genau, die Grenzwerte sind da das interessante. Der Blogger war ein gutes Beispiel. Jemand der jede Woche 1-2 hochpreisige Produkte bestellt und nahezu alles davon wieder zurückgehen lässt, um so an kostenlose Testobjekte für sein Blog zu kommen, der nutzt die gesetzliche Regelung einfach gnadenlos aus, und da kann ich es gut verstehen wenn Amazon irgendwann die Notbremse zieht. Daher würde es mich auch nicht wundern wenn da in nächster Zeit einige Blogger ganz schlimm anfangen werden zu jammern...

Trotzdem: Eine Vorwarnung wäre eine nette Geste, und Dienste die mit dem eigentlichen Wareneinkauf nichts zu tun haben sollten nicht direkt mit gesperrt werden...
 
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Ich fürchte im Endeffekt stochern wir hier alle im Nebel, weil keiner von uns weiß, wie viel die gesperrten Kunden tatsächlich bestellt und zurückgeschickt haben... :-)
 
Doch, genau das ist das Problem. Es gibt Geräte oder Waren, die man wirklich nagelneu haben will, originalversiegelt, und die kann man über Amazon wegen der schamlosen "Ausprobierkunden" oft nicht mehr bekommen, und ich bestelle deswegen manche Dinge gar nicht mehr. Im Einzelhandel nehme ich auch nicht das Ausstellungsstück wenn möglich, sondern frage nach einem originalverpackten.
Gerade bei empfindlichen Produkten weiss man ja nicht, was der Ausprobierer zu Hause damit angestellt hat. Dreimal runtergefallen sieht man nicht unbedingt, die Lötstellen sind trotzdem brüchig. Das hat also nichts mit Pingeligkeit zu tun.

Warum möchte man sich ein Produkt im Internet bestellen, wenn es vor Ort beim Händler (potentiell) zu erwerben wäre?
Weil man es günstiger haben will. Oder weil es verfügbar ist.

Wenn jeder Einzelhändler alles vorrätig halten wollte, wäre er nicht lange liquide und existent.

Alles im Leben hat seinen Preis; wenn ich tollen (Probier-)Service haben will, dann muss ich den eben auch zahlen wollen. Das Fernabsatzgesetz hat mit Sicherheit nicht implizieren wollen, dass alles was online bestellt wird sozusagen eine kostenlose Leihe ist für 4 Wochen.

Konkretes Beispiel: Habe mir vor 2 Wochen einen Olympus Foto bestellt. Kam an, nach wenigen Minuten war das Display defekt. Angerufen und direkter Zugang eines Austauschgerätes (neu) noch bevor ich das alte zurückgeschickt hatte. Das ist perfekter Service. Leider war das zweite auch defekt, was aber sicher nicht Amazon zu verantworten hat. Ergo empfahl man mir, den Foto im Rahmen der 4 Wochen-Frist zurückzuschicken (weil eine 2. Neulieferung so nicht vorgesehen ist) und den Foto nochmals zu bestellen. Das alles dauerte keine 5 Tage als Prime Mitglied.

Das ist absolut legitim und damit würde man sicher nicht gesprerrt werden, weil ich das Produkt ja weiterhin wollte, nur eben funktionsfähig. Wenn ich Kleidung kaufe, die in irgendeiner Form nicht passt, dann muss ich die zurückschicken können. Ich glaube auch nicht, dass es um Kunden geht, die 2 Paar Jeans in unterschiedlicher Größe kaufen. Das kann man übrigens sehr gut hädeln. Andere Versandhäuser machen einen Clip dran, wenn der abgeschnitten ist, wird nur noch getauscht, aber nicht komplett zurückgenommen. Ich kann probieren und wenn es nicht passt, dann kann ich zurückschicken. Mit dem Clip läuft man wohl nicht draussen rum.

Wenn ich Elektronik kaufe, dann MUSS es zumutbar sein, dass ich diese mal in der Hand halte, aber wenn ich die Schutzfolien abziehe, dann nutze ich den Artikel. Und dann geht ein Umtausch für mich nicht in Ordnung. Wenn man also Kunden einer kleinen Statistik unterwirft, wird es solche geben, die häufig tauschen, aber ein Produkt gegen ein anderes (zB in einer anderen Größe/Farbe) und solche, die bestellen und nicht kaufen wollen. Und die sollte man aussperren. Denn die ruinieren einen in meiner Ansicht exzellenten Anbieter mit perfektem Service.

Ich kann unzählige Beispiele nennen, wo sich Amazon weit mehr an den Kunden orientiert hat als sie müssten. Ich habe eine DVD Kollektion gekauft; 8 Tage später kam die als X-Mas Aktion 25€ günstiger. Ich rief an, ob ich meine im Rahmen des Rückgaberechts zurück schicken kann und neu bestellen. Die Dame meinte nur: Ich sehe, Sie sind guter Kunde, selbstverständlich müssen sie das nicht zurück schicken, ich schreibe Ihnen die Differenz gut.

Fazit für mich: Erstklassiger Service besiert auf Vertrauen und Gegenseitigkeit. Und damit dieser Service so bleibt, bin ich um jeden Schmarotzer froh, wenn er ausgeschlossen ist.

Mal am Rande: Ich habe in einem Beitrag weiter vorne gelesen, dass jemand 40 mal Retoure hatte. Ich bin ebenfalls Kind der ersten Stunde und bestelle pro Jahr für mehrere Tausend Euro, auch geschäftlich. Ich weiß nicht, wie man 40 Dinge zurückschicken kann, wenn sie nicht defekt waren. Das klingt für mich wie nach Aushöhlung des Systems: Am WE kommt Besuch, da leihe ich mir mal den Beamer...
 
Wenn es um Leute geht, die ständig eine Sache bestellen und diese dann wieder zurücksenden, finde ich das okay.

Ich jedoch bestelle bei vielen Dingen des täglichen Lebens 3 bis 5 Modelle und behalte davon eins. Letztes Beispiel war hier der Kauf einer Ledertasche.

Ich finde, dass muss mir als Käufer im Internet zustehen, schließlich kann ich die Haptik, den Geruch, etc nicht anders prüfen. Man kann bei Käufen ab 100,- € nicht immer anhand ein paar Bildchen entscheiden.

Und ich sehe auch keinen Nutzen im Onlineshopping, wenn mir jemand entgegnet, ich könne verschiedene Modelle ja auch im Handel vergleichen...
Das wiederspricht dem Homeshopping.

Ich denke auch eher, dass hier von Leuten die Rede ist, die ausschließlich einzelne (vermutlich meistens Unterhaltungselektronik) Artikel kaufen und das 30 Tage Umtauschrecht von Amazon eiskalt ausnutzen.

Abgesehen von den mehrfachen Versandkosten und den Personalkosten für das Retourenmanagement kann Amazon die benutzten Waren nur noch mit einem oftmals nicht unbeachtlichen Abschlag als Warehousedeal verkaufen.

Ich würde behaupten, dass ein Premium Smartphone, welches für 500,-€ netto verkauft wird und knapp einen Monat später wieder kostenfrei zurückgesendet wird, MINDESTENS 100,-€ Unkosten verursacht!

Bei Produkten, bei denen es auch auf den Geruch ankommt, würde ich sicher nicht Online bestellen. Für mich hieße es das System ausbeuten. Wobei es aufgrund der ja auch durch Amazon herbeigeführten Situation zugegeben immer schwieriger wird, überhaupt noch einen Fachhandel zu finden, wo man vergleichen und kaufen kann ("Können wir bestellen..:")
 
Finde es richtig eine Vorankündigung ab sofort Rücksendung Portopflicht und auch Zustellung zahlen. Dann überlegen die ob sich ein Gerät lohnt für das Wochenende oder Leihgebühren billiger sind.
 
@MikeZ:

So weit kommt es noch, dass man - und zwar völlig angemesen - auf einen persönlich angreifenden Post nicht erwidern darf.

Und ohne Wenn und Aber habe ich nicht mit einem Wort das Widerrufsrecht kritisiert, sondern den Exzess. Und darum geht es in dem Artikel.

Immer schön kühl bleiben, auch wenn das Wetter heiß ist ;-)

Ja danke der völlig sinnlosen Wetter Kommentare wegen. Auch bekomme ich sicherlich keinen "dicken Hals" wegen so einem Wendehals in einem Internetforum.

Trotzdem bleibt es dabei, in #29 dieses Threads ( http://www.apfeltalk.de/forum/artikel-retouren-amazon-t443456-3.html#post4138201 ) greifst Du direkt rhuessen an mit folgender Aussage "Und ich hoffe, Du wirst für diesen Unsinn auch gesperrt."

Dieser schreibt lediglich das er sich von Dingen des alltäglichen Lebens 3 bis 5 Modelle zuschicken lässt und davon eines dann behält.

Nichts anderes mache ich im Laden auch wenn ich Schuhe kaufe. Da probiere ich tatsächlich 3-4 Größen an und schaue auch mal wie gleiche Modelle in grün/rot/blau ausschauen. Dann kaufe ich trotzdem EINS, manchmal KEINS. Sowas aber auch :-c

rhuessen erwähnt ja auch recht deutlich in seinem Posting das er gerade den Exzess ablehnt. (Zitat: "Wenn es um Leute geht, die ständig eine Sache bestellen und diese dann wieder zurücksenden, finde ich das okay." Anmerkung: Aus dem Zusammenhang findet er ok das Amazon nun sperrt ;-))

Neben Deinem unheimlich kindischen Wunsch das rhuessen dafür hoffentlich gesperrt wird schreibst Du auch noch das für solch ein Verhalten (3-5 gleiche Modelle bestellen, eines behalten) das Widerrufsrecht nicht gedacht sei, was Deiner eigenen, späteren Erkenntnis nach natürlich kompletter Quatsch ist, denn genau das IST der Sinn dieses Gesetztes. Im Geschäft vor Ort kann der Kunde die Schuhe der Grüße 44 anprobieren. Im Internet bestellt er eben 43, 44, 45 und schaut was passt. Ist der Schuh zu groß oder klein, kann er problemlos zurück geschickt werden.

So darauf habe ich Dich hingewiesen. Deine Reaktion war wohl mal den Entwurf der Gesetzesvorlage zu googeln und durch jede Menge geschwollenes Blah Blah auf super wissend zu machen und vom Thema abzulenken und dann auch noch eine 180 Grad Wende hinzulegen.

Zum Glück bin ich nicht der einzige in diesem Thread dem Dein Wendehals Manöver auffällt. Weiterdiskutieren werde ich das nun auch nicht denn ich denke man dürfte nun nachvollziehen können wo das Problem lag :-/
 
Ich glaube nicht dass irgendjemand sich negativ über die Praktik zweier Schuhgrößen zu bestellen negativ geäußert hat.
Aber stellt euch doch mal vor jeder würde sich von allem erstmal mehrere Anschauungsobjekte bestellen nur weil man Ansprüche hat die kaum zu befriedigen sind.

Soll ich mir nun 5 verschiedene 55 Zoll TVs bestellen um mit denen rumzuspielen, die Fernbedienung auf ihre Haptik, Gewicht und Batterielaufzeit zu testen?
Soll ich mir 5 Couchgarnituren bestellen um da erstmal ein ausgiebiges Probesitzen zu veranstalten. Kann ja sein dass man keinen gemeinsamen Termin mit der Freundin findet fürs Möbelhaus. Dann ist man ja quasi GEZWUNGEN online zu bestellen. Will man ja alles nicht, aber man hat ja keine Wahl!
Evtl bestell ich mir noch mehrere Waschmaschinen dazu. Dann behalte ich einfach die, die am besten wäscht und am leisesten ist.

Ist doch mein Recht, oder?
 
Ich glaube nicht dass irgendjemand sich negativ über die Praktik zweier Schuhgrößen zu bestellen negativ geäußert hat.
Aber stellt euch doch mal vor jeder würde sich von allem erstmal mehrere Anschauungsobjekte bestellen nur weil man Ansprüche hat die kaum zu befriedigen sind.

Soll ich mir nun 5 verschiedene 55 Zoll TVs bestellen um mit denen rumzuspielen, die Fernbedienung auf ihre Haptik, Gewicht und Batterielaufzeit zu testen?
Soll ich mir 5 Couchgarnituren bestellen um da erstmal ein ausgiebiges Probesitzen zu veranstalten. Kann ja sein dass man keinen gemeinsamen Termin mit der Freundin findet fürs Möbelhaus. Dann ist man ja quasi GEZWUNGEN online zu bestellen. Will man ja alles nicht, aber man hat ja keine Wahl!
Evtl bestell ich mir noch mehrere Waschmaschinen dazu. Dann behalte ich einfach die, die am besten wäscht und am leisesten ist.

Ist doch mein Recht, oder?

Es ist dein gutes Recht vollkommen anspruchslos zu sein. Ich bin's nicht.